Papandreou: Wir sind weise genug

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Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou glaubt an die Weisheit seines Volkes.

Athen - Giorgos Papandreou ist überzeugt, dass sich sein Volk für den Euro entscheiden wird. Der Grund: Die Griechen hätten ausreichend Weisheit und Wissen. Einer hält den Ministerpräsidenten nur noch für "gefährlich".

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Das griechische Volk werde beim Referendum über den Euro die richtigen Entscheidungen treffen, damit das Land in der Eurozone bleibt. Diese Ansicht vertrat am frühen Donnerstagmorgen der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou. “Ich glaube, das griechische Volk hat die Weisheit und das Wissen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, die den Verbleib des Landes in der Eurozone garantieren werden“, hieß es in einer in Athen ausgegebenen Erklärung des griechischen Regierungschefs. Das Schreiben lag der Nachrichtenagentur dpa vor.

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Zuvor hatte er im französischen Cannes erklärt, das Referendum werde “wahrscheinlich“ am 4. Dezember stattfinden. Bei der Frage wird es nach den Worten Papandreous “in der Substanz nicht nur um ein (Hilfs)Programm gehen“. “Es geht darum, ob wir in der Eurozone bleiben wollen oder nicht“, sagte Papandreou. In der Eurozone habe das griechische Volk Rechte aber auch Verpflichtungen. “Wir haben beschlossen, das griechische Volk entscheiden zu lassen“, sagte Papandreou weiter.

Die bürgerliche Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) reagierte scharf auf die Aussagen Papandreous: “Herr Papandreou ist gefährlich und muss gehen“, hieß es in einer Erklärung der Nea Dimokratia. Papandreou habe der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy präsentiert, in Griechenland gebe es angeblich ein Problem mit dem Verbleib des Landes in der EU und der Eurozone. “Ein solches Problem gibt es nicht. Das einzige Problem ist der Verbleib Papandreous im Amt des Ministerpräsidenten.“ Er wage es, die zentrale nationale strategische Wahl des europäischen Kurses des Landes infrage zu stellen, hieß es in der Erklärung der bürgerlichen Oppositionspartei weiter.

dpa

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