Papst feiert mit Hundertausenden Abschluss des Weltjugendtags

Apell: Der Papst forderte die Jugendlichen auf, "Hass zwischen den Völkern" nicht zu akzeptieren und sich einzumischen. Foto: Daniel Dal Zennaro
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Apell: Der Papst forderte die Jugendlichen auf, "Hass zwischen den Völkern" nicht zu akzeptieren und sich einzumischen. Foto: Daniel Dal Zennaro
"Sie mögen euch als Träumer beurteilen, weil ihr an eine neue Menschheit glaubt, die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt, die die Grenzen der Länder nicht als Barrieren ansieht und die eigenen Traditionen ohne Egoismen und Ressentiments hütet", sagte Papst Franziskus. Foto: Jacek Turczyk
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"Sie mögen euch als Träumer beurteilen, weil ihr an eine neue Menschheit glaubt, die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt, die die Grenzen der Länder nicht als Barrieren ansieht und die eigenen Traditionen ohne Egoismen und Ressentiments hütet", sagte Papst Franziskus. Foto: Jacek Turczyk
Pilger heißen den Papst willkommen, der mit der "Papal-Tram" zur Abschlussmesse anreist. Foto: Daniel Dal Zennaro
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Pilger heißen den Papst willkommen, der mit der "Papal-Tram" zur Abschlussmesse anreist. Foto: Daniel Dal Zennaro
Papst Franziskus fährt in einer Tram zusammen mit behinderten Jugendlichen zum Jordan Park in Krakau. Foto: Stefano Rellandini
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Papst Franziskus fährt in einer Tram zusammen mit behinderten Jugendlichen zum Jordan Park in Krakau. Foto: Stefano Rellandini
Die Pilger feierten den argentinischen Papst zum Abschluss des Weltjugendtages noch einmal wie einen Popstar. Vor der Messe fuhr Franziskus mit dem Papa-Mobil durch die Massen und grüßte sie. Foto: Daniel Dal Zennaro
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Die Pilger feierten den argentinischen Papst zum Abschluss des Weltjugendtages noch einmal wie einen Popstar. Vor der Messe fuhr Franziskus mit dem Papa-Mobil durch die Massen und grüßte sie. Foto: Daniel Dal Zennaro
Auf dem "Feld der Barmherzigkeit" vor den Toren Krakaus nahmen 1,6 Millionen Gläubige an der großen Abschlussmesse des Weltjugendtages teil. Foto: Pawel Supernak
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Auf dem "Feld der Barmherzigkeit" vor den Toren Krakaus nahmen 1,6 Millionen Gläubige an der großen Abschlussmesse des Weltjugendtages teil. Foto: Pawel Supernak
In Krakau haben junge Leute aus mehr als 180 Staaten fast eine Woche lang gemeinsam gebetet und gefeiert. Der nächste Weltjugendtag soll Panama stattfinden. Foto: Pawel Supernak
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In Krakau haben junge Leute aus mehr als 180 Staaten fast eine Woche lang gemeinsam gebetet und gefeiert. Der nächste Weltjugendtag soll Panama stattfinden. Foto: Pawel Supernak
Papst Franziskus feiert die Heilige Messe in Krakau. Foto: Leszek Szymanski
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Papst Franziskus feiert die Heilige Messe in Krakau. Foto: Leszek Szymanski

Krakau - Großes Finale beim Weltjugendtag in Krakau. Das Treffen der Katholiken geht mit einer gigantischen Messe zu Ende. Der Papst redet den Pilgern nochmals ins Gewissen und will eine "neue Menschlichkeit".

Emotionaler Ausklang des Weltjugendtages in Krakau mit Papst Franziskus: An der Messe zum Abschluss des weltgrößten Katholikentreffens nahmen mehr als eine Million Pilger teil. Die Veranstalter sprachen am Sonntag von 1,6 Millionen.

Der Papst forderte die Jugendlichen dabei auf, "Hass zwischen den Völkern" nicht zu akzeptieren und sich einzumischen. Auf das "Feld der Barmherzigkeit" vor den Toren der polnischen Stadt waren am Vorabend bei großer Hitze massenweise Gläubige zu einer Gebetswache geströmt und hatten dort die Nacht verbracht.

Am Sonntag feierten die Pilger den argentinischen Papst dann noch einmal wie einen Popstar. Vor der Messe fuhr Franziskus mit dem Papa-Mobil durch die Massen und grüßte sie. Unzählige Polizisten hatten die Orte des Katholikentreffens gesichert.

Franziskus rief die Jugendlichen wie schon mehrfach in den vergangenen Tagen auf, nicht den Mut zu verlieren. "Die Traurigkeit liebzugewinnen, ist unserer spirituellen Statur nicht würdig. Es ist vielmehr ein Virus, der alles verseucht und blockiert", sagte er. Zudem verurteilte er das "Doping des Erfolgs um jeden Preis" und ein egoistisches Denken.

"Sie mögen euch als Träumer beurteilen, weil ihr an eine neue Menschheit glaubt, die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt, die die Grenzen der Länder nicht als Barrieren ansieht und die eigenen Traditionen ohne Egoismen und Ressentiments hütet", sagte er weiter. "Bleibt nicht an der Oberfläche der Dinge stehen und misstraut den weltlichen Huldigungen des Scheins, dem Make-Up der Seele, um besser zu erscheinen."

In Krakau hatten junge Leute aus mehr als 180 Staaten fast eine Woche lang gemeinsam gebetet und gefeiert. Um den Papst zum Abschluss noch einmal zu erleben, nahmen sie große Strapazen auf sich: Auf dem Weg zum Freigelände mussten sie kilometerlange Strecken zu Fuß bewältigen, Anwohner und Helfer versorgten sie mit Getränken oder besprühten sie mit Wasser.

Viele Pilger zogen ein positives Fazit des Weltjugendtages: "Ich bin total glücklich. Es geht gar nicht so sehr um den Papst. Alle reden vom Papst. Aber es geht um die Leute, die man hier trifft. Dass man verschiedene Kulturen trifft", sagte die Polin Anna Halas (24).

"Es ist das erste Mal, dass ich von Zuhause weg bin, von meiner Familie. Man muss das einmal im Leben hier miterleben", meinte die Argentinierin Rocío Belén (20) aus Buenos Aires. "Der Papst ist wie ein Großvater, so weise. Ich finde ihn als Person super, nicht weil er aus meiner Heimat kommt."

Nach der Messe wurde bekanntgegeben, dass der nächste Weltjugendtag 2019 in Panama stattfindet und damit nach Rio de Janeiro im Jahr 2013 erneut in Lateinamerika, dem Heimatkontinent des argentinischen Papstes. Die Treffen gehen auf eine Initiative des früheren polnischen Papstes Johannes Paul II. (1920-2005) zurück. Den bislang einzigen Weltjugendtag in Deutschland gab es 2005 in Köln.

Bereits am Samstag hatte der Papst bei einer Nachtwache (Vigil) die Jugendlichen aufgerufen, Spuren in der Welt zu setzen. "Liebe junge Freunde, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um zu vegetieren, um es uns bequem zu machen, um aus dem Leben ein Sofa zu machen, das uns einschläfert", sagte er. 

Franziskus beendete am Sonntag seinen fünftägigen Polen-Besuch, der ihn unter anderem ins ehemalige deutsche Konzentrationslager Auschwitz geführt hatte.

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