Sexuelle Belästigung in Köln

Polizei: Mussten Verdächtige in Silvesternacht laufen lassen

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An Neujahr 2015 waren Hunderte Frauen unter anderem ausgeraubt und sexuell belästigt worden.  

Düsseldorf - Die Bundespolizei hatte nach Darstellung ihres Behördenleiters kaum Möglichkeiten, Straftäter in der Kölner Silvesternacht festzunehmen.

Teilweise hätten die Beamten Verdächtige stehenlassen müssen, um Opfern anderswo zu helfen, berichtete Bundespolizeipräsident Dieter Romann am Montag im Untersuchungsausschuss Silvesternacht des Düsseldorfer Landtags. „Die Abwehr unmittelbarer Gefahr hat Vorrang vor der Strafverfolgung“, sagte Romann.

Mit 67 Beamten habe die Bundespolizei Silvester 2015 bereits deutlich mehr Kräfte am Kölner Bahnhof eingesetzt als in den Jahren zuvor. Eine weitere Verstärkung sei nicht möglich gewesen, erklärte Romann. Am Kölner Hauptbahnhof waren Hunderte Frauen überwiegend von Männergruppen aus dem nordafrikanisch-arabischen Raum eingekesselt, ausgeraubt, sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt worden. Am Montag sollte auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zur Rolle der Bundespolizei in der Kölner Silvesternacht aussagen.

dpa

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