Premier Valls will Moschee-Finanzierung aus Ausland stoppen

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Frankreichs Premier Manuel Valls fordert ein entschiedenes Auftreten gegen fundamentalistische Ideologien. Foto: Christophe Petit Tesson

Paris (dpa) - Nach den islamistischen Anschlägen hat Frankreichs Premierminister Manuel Valls sich für ein Verbot der Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland ausgesprochen.

Er sei dafür, dass der Bau muslimischer Gotteshäuser in Frankreich für eine gewisse Zeit nicht mit ausländischen Mitteln finanziert werden kann, sagte Valls in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitung "Le Monde". Er will zudem eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den islamischen Institutionen im Land.

"Wir brauchen eine grundlegende Neuordnung und müssen ein neues Verhältnis mit dem Islam Frankreichs erfinden", sagte Valls. Er wünsche sich insbesondere, dass Imame in Frankreich ausgebildet werden. Der Innenminister arbeite an Vorschlägen.

Valls forderte ein entschiedenes Auftreten gegen fundamentalistische Ideologien. "Der Salafismus hat keinen Platz in Frankreich", sagte er. "Dieser Debatte darf man sich nicht entziehen. Es ist deshalb am Islam Frankreichs, zu reagieren."

Der Rektor der Großen Moschee von Paris, Dalil Boubakeur, hatte nach dem Anschlag in einer Kirche in der Normandie ebenfalls den Wunsch nach "gewissen Reformen in unseren Institutionen" geäußert. Er sprach sich ebenfalls für mehr Aufmerksamkeit bei der Ausbildung muslimischer Geistlicher aus.

Valls-Interview "Le Monde" (teilweise kostenpflichtig), Frz.

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