Im Kampf gegen Regierungstruppen

80 Dschihadisten im Kampf um Sirte getötet

Sirte - Im Kampf um die libysche Küstenstadt Sirte haben die Regierungstruppen nach eigenen Angaben am Sonntag 80 Dschihadisten getötet.

55 Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seien getötet worden, als sie versuchten, die gegnerischen Linien zu umgehen, teilten die Truppen der Regierung der Nationalen Einheit am Montag mit. Die Leichen von 25 weiteren IS-Kämpfern seien an anderer Stelle gefunden worden, während sie selbst acht Männer verloren hätten.

Für Medien waren die Zahlen nicht zu überprüfen. Seit dem 12. Mai versuchen die Regierungstruppen mit Unterstützung der US-Luftwaffe, die Geburtsstadt des einstigen Machthabers Muammar al-Gaddafi von den Dschihadisten zurückzuerobern. Die IS-Miliz hatte sich in dem Chaos, das auf den Sturz Gaddafis im Herbst 2011 folgte, in der Stadt festgesetzt. Zwar wurden die Dschihadisten inzwischen auf ein Viertel im Osten zurückgedrängt, doch leisten sie weiter erbitterten Widerstand.

Am Sonntag wurde bei den Kämpfen in Sirte auch der niederländische Journalist Jeroen Oerlemans getötet. Er arbeitete insbesondere für die belgische Zeitung "Knack". Im Juli war bereits der libysche Reporter Abdelkader Fsuk in Sirte getötet worden. Die Truppen der international anerkannten Einheitsregierung in Tripolis verloren in den Kämpfen mehr als 450 Männer, während 2500 weitere verletzt wurden. Die Zahl der Opfer auf Seiten der Dschihadisten ist unbekannt.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP (Archivbild)

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