Dank guter Beschäftigungslage

Renten steigen 2017 voraussichtlich um 1,5 bis 2,0 Prozent

Die Rentenanpassungen sind in den vergangenen Jahren höchst unterschiedlich ausgefallen - wenn es überhaupt mehr aufs Konto gab. Foto: Jens Kalaene/Archiv
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Die Rentenanpassungen sind in den vergangenen Jahren höchst unterschiedlich ausgefallen - wenn es überhaupt mehr aufs Konto gab. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Laut Sozialministerin Nahles (SPD) soll der Beitragssatz bis 2020 bei 18,7 Prozent konstant bleiben. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archiv
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Laut Sozialministerin Nahles (SPD) soll der Beitragssatz bis 2020 bei 18,7 Prozent konstant bleiben. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archiv
Babys auf der Neugeborenenstation: Welche Lasten werden sie für ihre Altersversorgung schultern müssen? Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv
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Babys auf der Neugeborenenstation: Welche Lasten werden sie für ihre Altersversorgung schultern müssen? Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv
In der Kölner Innenstadt bittet eine alte Frau um Almosen: Über das Ausmaß der Altersarmut wird derzeit gestritten. Foto: Federico Gambarini/Archiv
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In der Kölner Innenstadt bittet eine alte Frau um Almosen: Über das Ausmaß der Altersarmut wird derzeit gestritten. Foto: Federico Gambarini/Archiv
"Rente muss zum Leben reichen", meint ein Demonstrant bei einer DGB-Kundgebung. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
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"Rente muss zum Leben reichen", meint ein Demonstrant bei einer DGB-Kundgebung. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
Die CSU pocht seit langer Zeit auf Gleichbehandlung der älteren mit den jüngeren Müttern, die pro Kind drei Entgeltpunkte für die Rente bekommen - die älteren bekommen derzeit zwei. Foto: Patrick Pleul/Archiv
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Die CSU pocht seit langer Zeit auf Gleichbehandlung der älteren mit den jüngeren Müttern, die pro Kind drei Entgeltpunkte für die Rente bekommen - die älteren bekommen derzeit zwei. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Der Rentenversicherung geht es gut. Das bekommen auch die Rentner zu spüren. Doch so deutlich wie dieses Jahr fällt die Rentenerhöhung im kommenden nicht aus.

Würzburg (dpa) - Die Rentner in Deutschland können 2017 mit einem Zuschlag von bis zu 2,0 Prozent rechnen. Das gab die Deutsche Rentenversicherung Bund in Würzburg bekannt. Damit legen die Renten weitaus geringer zu als in diesem Jahr.

Mit 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten waren sie Mitte des Jahres so stark gestiegen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Allerdings waren die damaligen Erhöhungen auch auf Einmaleffekte in der Rentenentwicklung durch eine Umstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückzuführen.

Der Präsident der Rentenversicherung Bund, Axel Reimann, sagte, die genauen Anpassungssätze stünden erst im Frühjahr fest. Er gab die erwartete Spanne mit 1,5 bis 2,0 Prozent an. Das Rentenniveau wird sich nach seinen Worten 2017 voraussichtlich weiter leicht auf 48,2 Prozent erhöhen. Bereits 2016 stieg die Rate nach Angaben von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) leicht auf 48 Prozent. Davor lag sie bei 47,8 Prozent. 

Der Hauptgrund für die längerfristige günstige Rentenentwicklung ist vor allem die gute Beschäftigungslage. Wie die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach, erläuterte, sind die Anpassungen der vergangenen zehn Jahre zwar unter der Lohnentwicklung geblieben, aber höher ausgefallen als die Inflationsrate. Während die Verbraucherpreise seitdem um etwa 12,2 Prozent gestiegen seien, hätten die Renten in den alten Ländern um 15,9 Prozent und in den neuen sogar um mehr als 24 Prozent zugelegt.

Nach den Worten Reimanns wird für 2017 ein Anstieg der Pro-Kopf-Löhne von 2,5 Prozent unterstellt und für 2018 einer von 2,4 Prozent. In den Folgejahren liegt er demnach dann bei jeweils plus 2,9 Prozent.

Sozialministerin Nahles hatte schon zuvor unter Bezug auf neueste Zahlen aus dem Rentenversicherungsbericht darauf hingewiesen, dass man bei der Prognose des Rentenniveaus 2020 bei 47,9 Prozent und 2030 bei 44,5 Prozent liege und damit deutlich über den gesetzlich festgeschriebenen Sicherungszielen. Dank der guten Arbeitsmarktlage bleibe der Beitragssatz bis 2021 stabil bei 18,7 Prozent.

Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht - ausgedrückt als Prozentsatz.

Mitteilung zur Rentenerhöhung 2016

Zum Rentenversicherungsbericht 2015

Rentenrücklage

Verordnung zur Neubestimmung der Rentenwerte 2016

Die Standardrente ergibt sich aus einer 45-jährigen Beitragszahlung eines Durchschnittsverdieners ohne Abschläge. Der Durchschnittsverdienst wird aus der "Gesamtheit der abhängig Beschäftigten" errechnet. Das heißt, in diese Größe fließen auch die Verdienste über der Beitragsbemessungsgrenze sowie nicht versicherungspflichtige Einkommen wie die der Beamten ein. Zudem werden die Verdienste sowohl von Vollzeit- als auch von Teilzeitbeschäftigten berücksichtigt.

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