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Horror in Syrien: Wir dürfen uns nicht an dieses Leid gewöhnen

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tz-Redakteur Klaus Rimpel.

Das Foto eine Fünfjährigen Jungen, der nach einem Bombenanschlags gerettet wird, geht um die Welt. Der leere, hoffnungslose Blick des fünfjährigen Omran zeigt was Krieg wirklich bedeutet.

Seit fünfeinhalb Jahren tobt der Krieg in Syrien schon, ohne Hoffnung auf eine Verhandlungslösung oder auf den Sieg einer der Kriegsparteien. 1,5 Millionen Zivilisten sind im belagerten Aleppo seit Wochen eingeschlossen, ohne dass Hilfslieferungen zu ihnen durchkommen. Auch die Menschen in anderen umkämpften Regionen Syriens wie Madaja müssen laut UN schon seit 110 Tagen ohne Nahrung und Medikamente von außen auskommen. Hunger und Krankheiten wie Cholera töten längst so viele Menschen wie die Kämpfer des IS und die Bomben der Russen, der Assad-Truppen oder des Westens.

Angesichts der alltäglichen Horror-Nachrichten aus Syrien sind wir im friedlichen, satten Europa fast schon abgestumpft gegen das Ausmaß des Elends. Längst diskutieren die Stammtische darüber, ob die Lage  wirklich so schlimm ist, dass wir Flüchtlinge von dort aufnehmen müssen.

Die Bilder und Nachrichten beweisen: Die Lage ist schlimmer denn je. Der leere, hoffnungslose Blick des fünfjährigen Omran zeigt deutlicher als jede politische Analyse, was Krieg wirklich bedeutet. Und die Tatsache, dass in diesem Krieg nun auch Mitarbeiter der Münchner Orienthilfe von Christian Springer gestorben sind, lässt das sonst so anonyme Elend erschreckend nah an uns heranrücken. Nein, wir dürfen uns nicht an dieses Leid gewöhnen! Wir müssen weiter spenden, weiter helfen. Und unsere Politiker müssen weiter verhandeln – wenigstens um Schutzzonen für Zivilisten und Hilfskonvois zu schaffen.

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