Ex-CDU-Generalsekretär

Umgang mit Merkel: Geißler kritisiert CSU scharf

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Heiner Geißler redet gerne Klartext.

München  - Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hält den Verzicht auf einen Besuch von Kanzlerin Angela Merkel auf dem CSU-Parteitag für richtig - hat aber die CSU für ihr Verhalten massiv angegriffen.

„Das ist eine kluge Entscheidung. Nach alldem, was da vorgefallen ist, gab es keine andere Möglichkeit“, sagte der ehemalige Bundesfamilienminister der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Verantwortung für die Situation sieht Geißler klar bei CSU-Chef Horst Seehofer: „Mit dieser Entscheidung erspart sich Seehofer eine überaus peinliche Situation, weil er seine Parteimitglieder auf die Bäume gejagt hat, von denen sie jetzt nur noch schwer herunterkommen.“

Auseinandersetzung unter dem Niveau der CDU

„Die Auseinandersetzung entspricht nicht dem Niveau der CDU, einer großen Volkspartei mit internationalen Beziehungen, die die Kanzlerin stellt“, sagte Geißler. Merkel müsse ihr Renommee nicht auf einem Regionalparteitag in Bayern verspielen. „Das hat sie nicht nötig und die CDU auch nicht.“

Am Freitagabend hatten Merkel und Seehofer entschieden, dass die CSU-Vorsitzende erstmals in ihrer seit 2000 andauernden Amtszeit nicht den am Freitag beginnenden CSU-Parteitag besuchen wird. Grund sind die seit Monaten andauernden Spannungen in der Union über die Zuwanderungspolitik und die Einführung einer Flüchtlingsobergrenze.

dpa

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