Vor EU-Sondergipfel

Orban empfiehlt der EU Grenzzäune zur Flüchtlings-Abwehr

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Ein stacheldrahtbewehrter Grenzzaun zwischen der Türkei und Bulgarien. Ungarns Ministerpräsident Orban besichtigte den Zaun am 14. September 2016.

Budapest - Vor dem Sondergipfel der EU in Bratislava hat Ungarns Ministerpräsident Orban die Errichtung von Grenzzäunen als „Lösung“ für die Abwehr von Flüchtlingen angepriesen.

 „Handeln ist gefragt, nicht Selbstaufgabe“, erklärte der rechts-konservative Politiker Viktor Orban in seinem regelmäßigen Rundfunk-Interview. Wenn es den USA gelinge, mit einer Sperranlage Einwanderer abzuhalten, „dann sehe ich nicht ein, warum wir Europäer dazu nicht in der Lage sein sollten“, fügte Orban hinzu. 

Die - nicht näher genannten europäischen Politikern und Meinungsbildnern zugeschriebene - Haltung, dass man ohnehin nichts machen könne und über die Aufnahme von Flüchtlingen nachdenken müsse, bezeichnete Orban als „Nihilismus“.

Das Rundfunk-Interview wurde wegen Orbans Reise nach Bratislava am Donnerstagabend aufgezeichnet und am Freitagmorgen gesendet. Orban hatte im Herbst des Vorjahres stacheldrahtbewehrte Zäune an den Grenzen Ungarns zu Serbien und Kroatien errichten lassen.

dpa

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