Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten

US-Wahl-Ticker - Trump hat mit Putin telefoniert

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Suche offenbar die politische Nähe: Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) hat mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump telefoniert.

Washington - Der künftige US-Präsident Donald Trump bereitet sich auf sein Amt vor. Dazu gehört auch ein ausführliches Telefonat mit Wladimir Putin. Alle Infos zur US-Wahl in unserem Ticker.

  • Nach einem zermürbendem Wahlkampf haben sich die USA entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.
  • Am 19. Dezember wird er offiziell vom Electoral College (den Wahlmännern) gewählt und am 20. Januar 2017 vereidigt.
  • Kaum war Trump gewählt, kam es in einigen Städten Amerikas zu Protesten gegen den neuen Präsidenten.
  • Trump besuchte am Donnerstag das Weiße Haus und tauschte sich dort mit Amtsvorgänger Obama über anderthalb Stunden lang aus. Am Samstag traf er sich mit Nigel Farage.
  • Am Sonntag ernannte Trump den Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus, zum Stabschef im Weißen Haus.
  • Der britische Außenminister Boris Johnson glaubt, der zukünftige US-Präsident Donald Trump könnte „eine gute Sache für Europa sein“.

Update vom 16. November 2016: Eine Woche nach der Wahl wird unser Ticker an anderer Stelle weitergeführt. Hier geht es zum aktuellen News-Ticker zur US-Wahl 2016.

22.29 Uhr: Obama geht davon aus, dass Trump im vollen Umfang zur Nato stehen wird. Bei seinem Treffen mit dem Nachfolger in der vergangenen Woche habe Trump sein großes Interesse bekundet, an den "strategischen Beziehungen" der USA festzuhalten, versicherte Obama am Montag vor Journalisten in Washington.

Der im Januar aus dem Amt scheidende Präsident äußerte sich im Vorfeld seiner Abschiedsreise nach Europa, die ihn in den nächsten Tagen nach Griechenland und Deutschland führen wird. Aufgrund seines Gesprächs mit Trump werde er den europäischen Partnern die Botschaft überbringen, dass das Engagement der USA für eine "starke und robuste Nato" nicht nachlassen werde.

22.25 Uhr: Obama äußert sich über den Trump-Besuch im Weißen Haus. „Wir hatten eine herzliche Unterhaltung. Das hat mich zu einem gewissen Grad überrascht, denn natürlich ist er jemand, der sehr gesellig ist, der die Dinge gerne aufmischt. (...) Ich glaube nicht, dass er ideologisch ist. Ich denke, letzten Endes ist er pragmatisch“, fasst der Demokrat seine Eindrücke zusammen.

Weiter erhofft er sich eine Entwicklung beim künftigen Oberhaupt der USA. „Es gibt bestimmte Teile seines Naturells, die ihm nicht gut tun werden, solange er sie nicht anerkennt und korrigiert“, warnt Obama Trump.

Mexikaner bereiten sich auf vermehrte Hilfeersuchen in den USA vor

22.02 Uhr: Nach Trumps Wahl stellt die mexikanische Regierung ihre Diplomaten in den USA auf vermehrte Hilfeersuchen von im Land lebenden Migranten ein. Wie das mexikanische Außenministerium am Sonntag (Ortszeit) erklärte, beriet das für Nordamerika zuständige Team im Ministerium mit Ressortchefin Claudia Ruíz Massieu über die Folgen der US-Wahl für die beiderseitigen Beziehungen. Die mexikanische Regierung kündigte Gespräche mit Trump an.

Massieu rief die mexikanischen Diplomaten in den USA demnach dazu auf, sich für vermehrte Anfragen zu konsularischem Beistand zu wappnen. Dabei gehe es auch darum, sich "gegen Betrug zu schützen", erklärte das Ministerium mit Bezug auf kriminelle Banden, die Einwanderer ohne gültige Papiere mit gefälschten Pässen versorgen könnten.

21.50 Uhr: Der russische Staatschef Wladimir Putin und der künftige US-Präsident Donald Trump haben sich in einem ersten Telefonat für bessere Beziehungen zwischen ihren Ländern ausgesprochen. Beide seien sich einig gewesen, dass das gegenwärtige Verhältnis äußerst unzufriedenstellend sei. Das teilte der Kreml nach dem Gespräch vom Montag in Moskau mit. Den Angaben nach vereinbarten Trump und Putin, ihre Telefonkontakte fortzusetzen, und fassten auch ein persönliches Treffen ins Auge.

Putin erklärte sich bereit, mit der neuen US-Administration einen partnerschaftlichen Dialog zu führen auf Grundlage „von Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten“. Der Kremlchef hatte als einer der ersten ausländischen Politiker Trump am vergangenen Dienstag zum Wahlsieg gratuliert. Bei dem Gespräch sei es auch um Syrien gegangen als Teil gemeinsamer Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, teilte der Kreml mit.

21.09 Uhr: Die Rockband Trumps aus dem westfranzösischen Poitiers ist auf der Suche nach einem neuen Namen. 2014, zu Beginn ihrer musikalischen Karriere, fand die Gruppe den Namen Spitze, aber seit dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl bereitet er ihr zunehmend Kopfschmerzen. Auf Facebook erklärte die Band jetzt, sie wolle nicht in Verbindung mit Trump gesehen werden. Ihre Fans forderte sie auf, Vorschläge für einen alternativen Namen zu unterbreiten.

Der Leadsänger Jim sagte AFP am Montag: "Wir wollen mit dem Typen nicht in Zusammenhang gebracht werden, und es soll nicht so aussehen, als würden wir für irgendetwas Politisches werben". Unter den Vorschlägen im Internet war "The Hillarys" nach der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und "The LePens" nach der rechtsextremen französischen Politikerfamilie Le Pen. Der örtliche Radiosender France Bleu Poitou berichtete unterdessen, kommenden Monat werde die Band als Odd Zoo wiedergeboren.

20.40 Uhr: Zwischen Trumps Team und dem amerikanischen Verteidigungsministerium herrscht nach wie vor Funkstille. Es habe bislang keinen Kontakt gegeben, erklärte der Sprecher des Pentagons, Gordon Trowbridge, am Montag auf Anfrage. Schon in der vergangenen Woche hatte ein Vertreter des Ministeriums erklärt, man warte auf eine Kontaktaufnahme durch Trumps Leute.

Das Team des künftigen Präsidenten arbeitet während der Phase des Machtwechsels mit dem Weißen Haus und den einzelnen Ministerien zusammen, um die Übergabe der Regierungsgeschäfte vorzubereiten. Bis zum 20. Januar muss ein Großteil des Apparats ausgetauscht, übergeben oder neu aufgestellt werden - Weißes Haus, Pentagon, Außenministerium, viele Chefs von Geheimdiensten, Behörden und etliches mehr.

18.35 Uhr: Obama wird seinen Nachfolger Trump nach einem Bericht des Wall Street Journal wohl umfangreicher beraten als zunächst geplant. Das Blatt schreibt unter Berufung auf ungenannte Quellen im Weißen Haus, Obama habe beim bisher ersten Treffen mit Trump am vergangenen Donnerstag erkannt, dass der Republikaner mehr Orientierung brauche als gedacht.

Den Angaben zufolge schien der künftige US-Präsident überrascht von der Breite des Aufgabenspektrums. Gleiches habe für sein Team gegolten. So seien sie sich nicht bewusst gewesen, dass der gesamte Stab des Präsidenten im West Wing mit dem Ende der Amtszeit Obamas ausgetauscht werden müsse.

17.33 Uhr: Der designierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert im Bild-Interview an Trump: „Wir können jetzt jedenfalls nur hoffen, dass sich nach einem polarisierenden und schmutzigen Wahlkampf der gewählte Präsident nicht so verhalten wird wie der Wahlkämpfer Donald Trump.“

17.02 Uhr: Bekanntlich wurde der Parteichef der Republikaner, Reince Priebus, von dem designierten US-Präsidenten Donald Trump zum Stabschef ernannt. Priebus soll hinter Trump die Strippen ziehen und auch als deeskalierender Faktor agieren. Doch wer ist dieser Priebus überhaupt? Die Antwort gibt es hier. 

Tschechischer Präsident Zeman kann sich Ivana Trump als US-Botschafterin in Prag vorstellen

16.14 Uhr:

Der tschechische Präsident Milos Zeman kann sich Ivana Trump als US-Botschafterin in Prag vorstellen. „Das wäre eine hervorragende Wahl“, erklärte sein Sprecher nach Medienberichten vom Montag. Die Ex-Frau des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hatte sich in einem Interview der Zeitung „New York Post“ selbst für den Posten ins Gespräch gebracht.

„Ich komme von dort, es ist meine Sprache, und jeder kennt mich dort“, sagte die 67-Jährige. Die Unternehmerin, die einst Skifahrerin und Model war, stammt aus dem heutigen Zlin. Den amtierenden US-Botschafter Andrew Schapiro, einen Vertrauten Barack Obamas, hatte Zeman zuletzt persönlich angegriffen.

15.38 Uhr: Auch beim schweizerischen Nachrichtenportal 20min.ch begegnet man der Wahl Trumps zum zukünftigen US-Präsidenten mit Humor. So kann man sich auf der Website die berühmte Trump-Frisur herunterladen. Wer sich ein wenig mit Photoshop auskennt, kann testen, wie man mit der Trumpschen Haarpracht aussehen würde oder einem Freund einen Streich spielen, sofern dieser damit einverstanden ist. 

15.07 Uhr: Der Iran ist nach offiziellen Angaben in Teheran auf alle möglichen Szenarien nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump vorbereitet. „Auch auf das schlimmste Szenario“, sagte der Sprecher der iranischen Atomorganisation, Behrus Kamalwandi, am Montag. Trump hatte im Wahlkampf das Wiener Atomabkommen von 2015 zwischen dem Westen und dem Iran scharf kritisiert.

Laut Kamalwandi ist der Iran technisch in der Lage, die mit dem Abkommen beschränkte Urananreicherung schnell wieder hochzufahren. „In einem Jahr hätten wir den Anreicherungslevel von vor dem Abkommen, sogar darüber hinaus“, sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur ISNA. Aber für solche Überlegungen sei es noch zu früh. Die würde Teheran erst anstellen, wenn die neue US-Regierung im Amt ist, sagte Kamalwandi.

Hochangereichertes Uran ist eine Voraussetzung für den Bau von Atombomben. Das Atomabkommen von Wien soll dem Iran diese Möglichkeit nehmen. Im Gegenzug war dem Iran die Aufhebung lähmender Sanktionen zugesagt worden.

14.42 Uhr: Für rund elf Millionen Migranten, die ohne geklärten Aufenthaltsstatus in den USA leben, ist mit dem Wahl-Erfolg von Donald Trump ein Alptraum wahr geworden. Während des Wahlkampfs wurden vor allem die Latinos immer wieder von Trump beleidigt. Nun fürchten viele die Abschiebung. An Resignation wollen viele der betroffenen Lateinamerikaner aber nicht denken - im Gegenteil. Sie wollen sich nicht unterkriegen lassen. 

13.03 Uhr: Der Wahl-Erfolg von Donald Trump wird überall auf der Welt kontrovers diskutiert. Im englischen Clerkwell bewies nun ein Café-Besitzer Humor und stellte ein Schild vor seinem Laden auf, mit dem er sich über die Wahlentscheidung der Amerikaner lustig macht. Das Bild ist im Netz ein Hit und wurde mittlerweile 24.000 mal retweeted, 30.000 Menschen drückten „Gefällt mir“.

Boko Haram: "Für uns hat der Krieg gerade erst begonnen"

12.43 Uhr: Der Anführer der nigerianischen Extremistengruppe Boko Haram hat auf die Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten mit einer Warnung an den Westen reagiert. "Lasst Euch nicht von Leuten wie Donald Trump oder der Militärkoalition täuschen, die unsere Brüder im Irak, in Syrien, in Afghanistan und anderswo bekämpfen", sagte Abubakar Shekau in einer Audiobotschaft an seine Anhänger. "Für uns hat der Krieg gerade erst begonnen."

Die rund einstündige Botschaft des Extremisten wurde am späten Sonntagabend im Internetportal YouTube veröffentlicht. Darin nimmt Shekau auch Bezug auf den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama: "Wir sind mit Obama fertig, jetzt fangen wir mit Trump an", sagt der Anführer von Boko Haram. "Wir sind weiterhin von unserem Glauben überzeugt und wir werden nicht aufhören."

Boko Haram kämpft seit mehreren Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Gottesstaat. In dem Konflikt wurden schon mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen weitere zur Flucht gezwungen. Im vergangenen Jahr hatte Boko Haram der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen, die derzeit im Irak und in Syrien von einer internationalen Militärallianz bekämpft wird. Daraufhin entbrannte in der nigerianischen Extremistengruppe ein Führungsstreit.

12.33 Uhr: Nach der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten stellt die mexikanische Regierung ihre Diplomaten in den USA auf vermehrte Hilfeersuchen von im Land lebenden Migranten ein. Wie das mexikanische Außenministerium am Sonntag (Ortszeit) erklärte, beriet das für Nordamerika zuständige Team im Ministerium mit Ressortchefin Claudia Ruíz Massieu über die Folgen der US-Wahl für die bilateralen Beziehungen.

Massieu rief die mexikanischen Diplomaten in den USA demnach dazu auf, sich für vermehrte Anfragen zu konsularischem Beistand zu wappnen. Dabei gehe es auch darum, sich "gegen Betrug zu schützen", erklärte das Ministerium mit Bezug auf kriminelle Banden, die Einwanderer ohne gültige Papiere mit gefälschten Pässen versorgen könnten.

Trump hatte sich im Wahlkampf immer wieder abfällig über mexikanische Einwanderer geäußert und die Abschiebung von Millionen Menschen sowie den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Er will außerdem das Handelsabkommen Nafta neu verhandeln, das die USA unter anderem mit Mexiko geschlossen haben. Das mexikanische Außenministerium erklärte, die Rechte von Mexikanern, "innerhalb und außerhalb ihres Landes" seien "nicht verhandelbar".

Kreml hat noch keinen Kontakt zu Trumps neuer Mannschaft

12.06 Uhr: Die russische Führung hat nach eigenen Angaben noch keinen Kontakt zum Übergangsteam des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gehabt. „Seine Mannschaft wird erst zusammengestellt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Deshalb lasse sich vorerst nichts zur Zusammenarbeit mit der nächsten US-Administration sagen. Die Kooperation werde von „Entscheidungen, bestimmten Schritten, Signalen“ der künftigen Führung in Washington abhängen.

Peskow sagte, ihm sei nichts bekannt von einem möglichen Treffen von Präsident Wladimir Putin mit Trump noch vor dessen Amtsantritt am 20. Januar. „Die USA haben einen amtierenden Präsidenten, und mit dessen Regierung arbeitet Russland zusammen“, sagte der Sprecher der Agentur Interfax zufolge. Vorher hatte der Kreml berichtet, es habe Kontakte zu Trumps Wahlkampfmannschaft gegeben - genauso wie zum Team der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton.

11.57 Uhr: Bereits vergangenen Mittwoch gratulierte CSU-Chef Horst Seehofer dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump zum Wahl-Erfolg. Nun warnte er davor, bei Trump vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Er wolle zunächst die „praktischen Handlungen“ Trumps abwarten und fordert von all seinen Kollegen Zurückhaltung. 

11.30 Uhr: Großbritanniens Außenminister Boris Johnson hat die Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten als Chance für Europa bezeichnet. „Es ist wichtig, den designierten Präsidenten oder seine Regierung nicht im Voraus zu verurteilen“, sagte der als Brexit-Wortführer bekannte Politiker. Donald Trump sei ein „Dealmaker“, was „eine gute Sache für Großbritannien, aber auch eine gute Sache für Europa“ sein könnte. „Ich denke, wir sollten es als Chance sehen“, sagte Johnson.

10.44 Uhr: Bekanntlich ist der kommende US-Präsident Donald Trump auf Twitter sehr aktiv. In der Vergangenheit nutzte er den Kurznachrichtendienst wiederholt, um zum verbalen Rundumschlag auszuholen. Auch nach seinem Wahl-Erfolg sorgt sich Trump um seine 15 Millionen Follower und hält sie auf dem Laufenden. Zuletzt äußerte sich Trump via Twitter zu den Gründen, warum er und sein Team die Wahl am Ende für sich entscheiden konnten. Seiner Meinung waren vor allem die zweite und dritte TV-Debatte verantwortlich für den späteren Sieg über Hillary Clinton. 

9.51 Uhr: Das Verhältnis zwischen dem zukünftigen Präsidenten Donald Trump und den Vereinten Nationen galt bereits vor der Wahl als angespannt. Trump selbst gab sich noch nie als als Fan internationaler Organisationen. Folglich fielen auch die Reaktionen der UN-Botschafter auf den Erfolg des Unternehmers eher verhalten aus. Scheinbar hatte man auch bei der UN nicht mit einem Sieg des Republikaners gerechnet. Was kommt nun auf die Vereinten Nationen zu?

Trump und Xi Jinping einigen sich auf Treffen

07.15 Uhr: Der gewählte US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping haben sich auf ein persönliches Treffen in naher Zukunft geeinigt. Die beiden Politiker hätten miteinander telefoniert und vereinbart, sich "bald" zu treffen, um über die bilateralen Beziehungen zu beraten, berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Montag. Eine "Kooperation" zwischen den beiden Wirtschaftsriesen sei nötig und es gebe auch viele Bereiche der Zusammenarbeit, sagte Xi demnach. Trump hatte im Wahlkampf die chinesische Handelspolitik kritisiert und diese für den Verlust von Arbeitsplätzen in den USA mitverantwortlich gemacht. Der Republikaner hat zudem angekündigt, hohe Einfuhrzölle auf chinesische Waren zu verhängen.

06.41 Uhr: US-Wahlsieger Donald Trump will als Präsident nicht das übliche Salär für dieses Amt in Anspruch nehmen. Er werde bloß einen Dollar pro Jahr akzeptieren, sagte der Multimilliardär in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders CBS. Nach dessen Angaben liegt das übliche jährliche Einkommen eines US-Präsidenten bei 400.000 Dollar (ungefähr 370.000 Euro).

06.15 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich mit versöhnlichen Worten an seine Kritiker gewandt. Den Menschen, die in den vergangenen Tagen in vielen Städten gegen ihn demonstrierten, wolle er sagen: "Habt keine Angst", sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem TV-Sender CBS. Seine Kritiker forderte er auf, ihm "ein bisschen Zeit" zu geben. Der Rechtspopulist verurteilte jegliche Übergriffe gegen Angehörige von Minderheiten; mehrere solcher verbalen und körperlichen Attacken waren nach Trumps Wahlsieg gemeldet worden. "Ich hasse es, so etwas zu hören, und es macht mich traurig, so etwas zu hören", sagte er. "Wenn es hilft, werde ich folgendes sagen, und ich werde es direkt in die Kameras sagen: Hört auf damit!"

Trump stelle zudem klar, dass er nicht an der Legalisierung der Homo-Ehe durch das Oberste Gericht der USA rütteln werde. "Diese Frage ist entschieden, das ist jetzt das Recht", sagte er. Er persönlich habe nichts gegen gleichgeschlechtliche Ehen: "Für mich ist das okay", sagte Trump.

Die Nachrichten vom Sonntag zum Nachlesen

22.51 Uhr: Donald Trump hat den Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus, zum Stabschef im Weißen Haus ernannt. Sein Wahlkampfmanager Steve Bannon werde sein Chefstratege und Berater, teilte Trump am Sonntag weiter mit. "Steve und Reince sind hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten, die gut in unserer Kampagne zusammengearbeitet und uns zu einem historischen Sieg geführt haben", erklärte Trump.

20.56 Uhr:

Donald Trump legt sich mit einer der renommiertesten Zeitungen der Welt an. „Die New York Times verliert Tausende Abonnenten aufgrund ihrer unzureichenden und höchst ungenauen Berichterstattung über das „Phänomen Trump““, schrieb der Republikaner am Sonntag in einer Twitter-Nachricht.

Er bezog sich auf einen Brief von „New York Times“-Herausgeber Arthur O. Sulzberger Jr., den das Blatt am Samstag per E-Mail an seine Abonnenten verschickt hatte. Mit der gleichen Versicherung, unparteiisch und fair über den künftigen US-Präsidenten zu berichten, wandte sich Sulzberger am Sonntag auch in der Zeitung an die Leser.

19.34 Uhr: Trump wird aus Sicht eines Beraters auf die bei der Wahl unterlegenen Demokraten zugehen. Eine Zusammenarbeit sei beispielsweise bei der Steuerreform und dem Infrastrukturprogramm möglich, sagte Newt Gingrich, Mitglied des Übergangsteams von Trump, am Sonntag dem Sender CBS.

17.37 Uhr: Zum ersten Mal seit seiner Wahl hat Donald Trump dem Sender CBS ein ausführliches Interview gegeben. Darin kündigt er ein deutliches Durchgreifen gegen illegale Einwanderer an. 

16.30 Uhr:

Der gewählte US-Präsident Donald Trump wird nach den Worten einer engen Beraterin einen anderen Regierungsstil verfolgen. Dies sei eine Regierung für die „vergessenen Männer und Frauen“ im Land, sagte Kellyanne Conway am Sonntag dem Sender Fox News. Allerdings könnten nicht nur Anfänger ernannt werden.

Conway wollte nicht sagen, ob Republikaner-Chef Reince Priebus oder der Leiter von Trumps Wahlkampfteam, Steve Bannon, Stabschef im Weißen Haus werden soll. Beide würden eine führende Rolle spielen in der Regierung, sagte sie.

Die Schlüsselposition des Stabschefs will Trump zuerst vergeben. Laut Conway steht eine Entscheidung unmittelbar bevor. Der Stabschef ist der zweitwichtigste Mann im Weißen Haus. Er leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt.

15.41 Uhr: Welche Auswirkungen hat die Wahl von Donald Trump als US-Präsident auf unseren Kontinent? Diese Frage stellt sich ganz Europa.

14.08 Uhr: Donald Trump will sich als US-Präsident „sehr zurückhalten“ mit dem Twittern. Er finde den Kurznachrichtendienst zwar „riesig“, sagte der Republikaner in einem Interview des Senders CBS. „Es ist eine moderne Form der Kommunikation. Es sollte nichts sein, dessen man sich schämen muss.“ Aber wenn er die Plattform überhaupt weiter benutzen werde, dann sehr zurückhaltend.

Trump hatte im Wahlkampf derart häufig getwittert, oft auch nachts, dass er damit teilweise Spott erntete. Wiederholt brachte er sich mit seinen spontanen Tweets in Schwierigkeiten, und seine Berater überredeten ihn schließlich, in den letzten Tagen des Wahlkampfes auf Twitter zu verzichten. Er hat dort derzeit rund 14,8 Millionen Follower.

In dem Interview äußerte sich Trump indes überzeugt davon, dass die Sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Instagram ihm geholfen hätten, die Demokratin Hillary Clinton am 8. November zu schlagen. Die Sozialen Medien hätten mehr Macht, „als das Geld, dass sie ausgegeben haben“, sagte der Multimilliardär mit Blick auf die vielen Millionen, die das Clinton-Lager im Wahlkampf in TV-Werbespots gesteckt hat.

Stephen King.

12.02 Uhr: Horror-Autor Stephen King (69) ist wegen des Wahlsiegs von Donald Trump in den Social-Media-Streik getreten und scheint es ernst zu meinen. In sozialen Netzwerken werde er sich in absehbarer Zeit nicht mehr äußern, hatte der sonst sehr mitteilsame US-Schriftsteller („Es“) in der Wahlnacht auf Twitter und Facebook geschrieben: „Auf absehbare Zeit keine Buchempfehlungen mehr, keine Politik, keine amüsanten Hundebilder. Ich fahre herunter.“ King hatte im Wahlkampf deutlich gegen den Präsidentschaftsbewerber Trump Stellung bezogen. Am Sonntag herrschte weiterhin Schweigen bei seinen Web-Auftritten.

10.29 Uhr:

Melania Trump, zukünftige First Lady in den USA, hat nach dem Wahlsieg ihres Mannes mit Sara Netanjahu telefoniert. Das Gespräch zwischen den beiden Frauen am Samstagabend sei „herzlich und warm“ gewesen, teilte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu auf seiner Facebook-Seite mit.

„Frau Trump sagte, sie freue sich auf unseren Besuch bei erster Gelegenheit und dass wunderbare Beziehungen zwischen unseren Ländern und unseren Familien herrschen werden“, schrieb Netanjahu. Donald Trump hatte den rechtsorientierten israelischen Regierungschef direkt nach seinem Wahlsieg zu einem US-Besuch in naher Zukunft eingeladen.

Eine Gemeinsamkeit von Sara Netanjahu und Melania Trump ist es, dass sie beide die dritte Ehefrau ihrer Männer sind. Die Beziehung Netanjahus zu US-Präsident Barack Obama galt als angespannt, Trump hat angekündigt, dies zu ändern.

Sara Netanjahu ist in Israel immer wieder in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, auf personelle und politische Entscheidungen ihres Mannes übertrieben Einfluss zu nehmen. Sie hat auch mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen.

9.49 Uhr: In den Tagen nach der Wahl zeigt sich in den USA offener Rassismus. Regenbogenflaggen brennen, an Wänden prangen Hakenkreuze. Und manche fürchten, dass das erst der Anfang ist.

9.25 Uhr: Wie geht‘s mit dem designierten US-Präsidenten privat weiter? Donald Trump beschreibt sich oft und gern als häuslichen Menschen. Seiner Abneigung gegen „den Morast“ Washington hat er reichlich Ausdruck verliehen. Wo wird also der nächste US-Präsident seine freien Stunden verbringen, sich vom Stress des hohen Amtes entspannen? Daheim im New Yorker Trump Tower an der Fifth Avenue oder in den noch fremden Privaträumen des Weißen Hauses? Und was geschieht mit Barron, dem Sohn der Trumps, der gerade ein neues Schuljahr in Manhattan begonnen hat? Die „New York Times“ glaubt, dass der Zehnjährige, genau wie zuvor die Obama-Töchter, am Tag der Amtsübernahme an eine Privatschule der Hauptstadt wechseln wird. Dass der milliardenschwere Immobilienmogul sein mit viel Gold und Marmor im Stil des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. eingerichtetes Penthouse in New York über alles schätzt, ist durch den Biografen Michael D'Antonio bekannt. Seinen Beratern soll Trump gesagt haben, dass er so weit wie möglich an der vertrauten Umgebung festhalten wolle. Schon während des Wahlkampfes hatte er lange Heimflüge in Kauf genommen, um im eigenen Bett schlafen zu können. Außer in der Heimatstadt New York hält sich Trump gern in der Nähe seines Golfplatzes im Nachbarstaat New Jersey sowie in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) auf.

8.12 Uhr: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) fordert einen Neustart zwischen Europa und dem gewählten US-Präsidenten Donald Trump: "Beide Seiten sollten nun auf Null schalten und sich eine Chance geben", sagte Schulz der "Bild am Sonntag". Auch er habe zu denen gehört, die Trump als gefährlich bezeichnet hätten, sagte Schulz. "Trump ist jetzt aber der gewählte Präsident der USA und verdient den Respekt, der sich mit diesem Amt verbindet." "Der Präsident Trump wird ein anderer sein als der Wahlkämpfer Trump", zeigte sich Schulz überzeugt. Er hoffe, dass Trump seine jüngsten Äußerungen ernst meine und nun versuche, Gräben zuschütten. "Ich glaube ohnehin daran, dass die amerikanische Demokratie stark genug ist, um auch Donald Trump einzuhegen. Die Verfassung der USA ist eine der freiheitlichsten und wunderbarsten der Welt. Auf diese Verfassung ist der Präsident vereidigt, die kann er nicht außer Kraft setzen."

6.10 Uhr: Eine Frau, die im Oktober Sex-Vorwürfe gegen den damaligen Kandidaten und inzwischen zum US-Präsidenten gewählten Donald Trump erhoben hatte, will nach eigenen Worten weiter „die Wahrheit“ ans Licht bringen und sich nicht einschüchtern lassen. Dies sagte Summer Zervos, eine frühere Teilnehmerin an Trumps Fernsehshow „The Apprentice“, am Freitag an der Seite ihrer Anwältin Gloria Allred in Los Angeles. Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Zervos: „Auch wenn es schwer und schmerzhaft ist, gegen den mächtigsten Mann der Welt anzugehen, so werde ich weiterhin die Wahrheit sagen und mich nicht zum Schweigen bringen lassen.“ Sie forderte Trump auf, er möge seine früheren Bemerkungen, dass sie und andere Frauen „Lügnerinnen“ seien, zurücknehmen. Zahlreiche Frauen hatten in den Wochen vor der Präsidentschaftswahl Vorwürfe erhoben, sie seien von Trump sexuell belästigt worden. Zervos erklärte zuvor, er habe sie mit sexuellen Absichten in einen Bungalow gelockt - sie habe ihn nur mit Mühe von sich fernhalten können, er habe sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. Der Republikaner bestreitet dies vehement. Die Vorwürfe der Frauen seien Lügen, betonte Trump wiederholt.

3.51 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump hingegen hat seinen Wahlsieg unter anderem auf die sozialen Netzwerke zurückgeführt. Dass er über Facebook, Twitter, Instagram und andere Online-Netzwerke ein so großes Publikum erreiche, habe ihm beim Stimmenfang in den umkämpften Bundesstaaten geholfen, sagte der Milliardär dem Fernsehsender CBS in einem Interview, das am Sonntag vollständig ausgestrahlt werden sollte.

1.10 Uhr: Die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat den Direktor der US-Bundespolizei FBI, James Comey, für ihre Wahlniederlage gegen Donald Trump verantwortlich gemacht. Die Bekanntgabe neuer FBI-Ermittlungen zur Nutzung ihres privaten E-Mail-Kontos weniger als zwei Wochen vor der Wahl hätten ihr geschadet, sagte Clinton am Samstag in einer Telefonkonferenz mit Wahlkampfunterstützern, wie US-Medien berichteten.

0.45 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich in New York mit dem britischen Brexit-Wortführer Nigel Farage getroffen. Das Gespräch am Samstag sei sehr produktiv gewesen, sagte Kellyanne Conway aus Trumps Team zu Reportern. „Sie haben über die Freiheit und das Gewinnen gesprochen und darüber, was das alles für die Welt bedeutet.“ Farage war beim EU-Referendum einer der entscheidenden Kämpfer für den EU-Austritt Großbritanniens. Er hatte Trump im Wahlkampf in den USA besucht und ihn unterstützt.

Die Nachrichten vom Samstag zum Nachlesen

20.56 Uhr: Bei einer der größten Demonstrationen seit der Wahl des Republikaners Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten haben nach Schätzung des Nachrichtensenders CNN Tausende Menschen in New York gegen den umstrittenen Populisten protestiert. Ein Sprecher der Polizei (NYPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Protestmarsch zu Trumps Wohn- und Geschäftshaus, dem Trump Tower an der Fifth Avenue in Manhattan, am Samstag gegen 1300 Ortszeit (1900 MEZ) am Union Square begann. „Bisher gibt es keine Festnahmen“, sagte der Sprecher. 

20.41 Uhr: Hillary Clinton macht das Vorgehen von FBI-Direktor James Comey in der E-Mail-Affäre kurz vor der Wahl zumindest zum Teil für ihre Niederlage verantwortlich. Dem Sender CNN zufolge sagte sie in einer Telefonkonferenz mit Wahlkampfspendern, der Chef der Bundespolizei habe ihr einen „Doppelschlag“ verpasst, indem er am 29. Oktober die Einleitung neuer Untersuchungen publik gemacht und dann am Sonntag vor der Wahl plötzlich bekanntgegeben habe, dass nichts Belastendes gefunden worden sei.

20.11 Uhr:

Die „New York Times“ hat ihre Leser angeschrieben und versichert, unparteiisch und fair über den nächsten US-Präsidenten Donald Trump zu berichten. Das von Herausgeber Arthur O. Sulzberger Jr. unterzeichnete Schreiben wurde am späten Freitag per E-Mail an die Abonnenten der größten US-Zeitung versandt.

Die „Times“ hatte sich schon während der Vorwahlen hinter Hillary Clinton gestellt und die Demokratin auch beim Duell mit dem Republikaner Trump zur Favoritin erklärt. Die konservative „New York Post“ erklärte Sulzbergers Mail am Samstag zu einem „Schuldbekenntnis“ einseitiger und parteiischer Berichterstattung.

19.19 Uhr:

Der britische Außenminister Boris Johnson nimmt nicht am EU-Sondertreffen am Sonntag teil, bei dem die Lage nach den US-Wahlen beraten werden soll. Johnson, einer der Brexit-Wortführer in London, werde zum regulären Außenministertreffen am Montag kommen, sagte ein Außenamtssprecher. „Wir sehen keinen Grund für ein zusätzliches Treffen am Sonntag“, meinte der Sprecher am Samstag in London.

Mit Blick auf die Wahl Trumps fügte er hinzu, es handele sich um „einen Akt der Demokratie“. London werde mit der neuen Regierung zusammenarbeiten, um das Beste für Großbritannien zu erreichen.

17.26 Uhr: Ob Donald Trump sein geliebtes New York verlassen wird, wenn er Präsident ist? Seinen Beratern soll er gesagt haben, dass er so weit wie möglich an der vertrauten Umgebung festhalten wolle. Schon während des Wahlkampfes hatte er lange Heimflüge in Kauf genommen, um im eigenen Bett schlafen zu können. Außer in der Heimatstadt New York hält sich Trump gern in der Nähe seines Golfplatzes im Nachbarstaat New Jersey sowie in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) auf.

Auch den gewohnten Tagesrhythmus möchte der 70-Jährige nach Angaben seiner Berater beibehalten. Gegen 5.00 Uhr, noch vor Sonnenaufgang, liest Trump Zeitung, meldet sich gelegentlich über Twitter und sieht die Morgenshows im Fernsehen.

17.01 Uhr: Am Freitagabend waren unter anderem in New York, Miami, Atlanta und Los Angeles Trump-Gegner auf die Straße gegangen. In Portland (US-Staat Oregon) wurde ein Mann bei einem Protestmarsch angeschossen. Nach Polizeiangaben war er auf einer Brücke mit einem Autofahrer in Streit geraten, der dann ausstieg und mehrfach feuerte.

15.29 Uhr: Die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat eingeräumt, dass die vergangenen Tage „sehr, sehr hart“ waren“. In einer Telefonkonferenz mit Wahlkampfhelfern am Freitag rief die Demokratin zugleich dazu auf, „wieder rauszugehen“ und weiter „für die Anliegen zu kämpfen, die wir unterstützen“.

15.13 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Berlin nach Polizeiangaben gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump protestiert. Auf Pappschildern hieß es unter anderem „No More Walls“ (Keine Mauern mehr) und „Berlin against Trump“ (Berlin gegen Trump). Eine weitere Protestaktion gegen Trump war für den Nachmittag vor dem Brandenburger Tor neben der US-Botschaft angekündigt. Nach dem Wahlerfolg Trumps hatte die Initiative „Trump Protest Berlin“ über das Internet zu einer Kundgebung aufgerufen. 

14.24 Uhr: Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sieht durch den Wahlsieg von Donald Trump in den USA das westliche Wertesystem infrage gestellt. „Trumps Wahlkampf ist Warnung und Weckruf zugleich“, schreibt der Vizekanzler in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“. „Der eigentliche „Clash of Civilizations“ (Kampf der Kulturen) ist nicht Christentum gegen Islam, sondern die Selbstbehauptung der liberalen und sozialen Demokratien gegen die Neuvermessung unserer Gesellschaften durch autoritäre, nationalistische und chauvinistische Bewegungen.“

13.56 Uhr:

Der einstige italienische Ministerpräsident und Unternehmer Silvio Berlusconi sieht "einige offensichtliche Ähnlichkeiten" zwischen sich und dem US-Milliardär Donald Trump, der am Dienstag - ebenfalls ohne politische Erfahrung - zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Allerdings unterscheide sich seine "Geschichte als Unternehmer" stark von derjenigen Trumps, sagte Berlusconi dem "Corriere della Sera".

Trump sei von denjenigen gewählt worden, die der "alten Politik" und ihrer "Unfähigkeit zu hören und zu verstehen" überdrüssig gewesen seien. Diese alte Politik habe den "für alle Linken weltweit typischen Fehler" begangen zu glauben, "politisch korrekt" bedeute, nahe bei den Leuten zu sein. Dabei seien die "wirklich Schwachen" die "vom Staat, von den Steuern, der Bürokratie, der unkontrollierten Einwanderung, der Arbeitslosigkeit, der Terrorgefahr Niedergedrückten". Das gelte für die USA wie für Italien und Europa.

13.52 Uhr: Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sieht für Deutschland nicht die Gefahr einer Spaltung wie in den USA - warnt aber eindringlich vor Demagogie und Populismus. „Die politische Kultur verwildert“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Wenn im Land über Politik geredet wird, geht es immer häufiger gar nicht mehr um die harten Fakten. (...) Die gefühlte Wirklichkeit ist wichtiger.“ Vor allem im Internet werde gehetzt und an der Wirklichkeit vorbei argumentiert.

Die Nachrichten vom Freitag zum Nachlesen

22.56 Uhr: Trump hätte es ohnehin schwer, die Gesundheitsreform in Gänze zu kippen. Die Republikaner konnten im Kongress zwar ihre Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen, und Obamas Gesundheitsvorsorge ist ihnen seit langem ein Dorn im Auge. Sie haben im Senat aber nicht die notwendige Zahl von 60 Sitzen, um eine Blockade durch die Demokraten zu verhindern. Diese können durch Dauerreden erreichen, dass wichtige Gesetzesvorhaben nicht zur Abstimmung kommen.

22.48 Uhr: Aus Respekt für Obama wolle er darüber nachdenken, die Reform nicht vollends rückgängig zu machen, sagte Trump. Der Meinungsumschwung des Republikaners kam nach Einschätzung der Zeitung wohl durch den Einfluss Obamas bei einem Gespräch am Donnerstag zustande. Trump will wohl auch die Regelung aufrechterhalten, dass Kinder für bestimmte Zeit bei ihren Eltern mitversichert bleiben können. „Diese beiden gefallen mir sehr gut“, sagte er.

22.44 Uhr: Donald Trump will anscheinend zumindest Teile der von US-Präsident Barack Obama durchgesetzten Gesundheitsreform aufrechterhalten, die unter dem Namen „Obamacare“ bekanntgeworden ist. Die Regelung, dass Versicherer Patienten nicht wegen Vorerkrankungen ablehnen können, halte er für richtig, sagte Trump dem „Wall Street Journal“ in seinem ersten Interview seit der Präsidentschaftswahl.

22.16 Uhr:

Der rassistische Ku Klux Klan will mit einem Marsch den Wahlsieg des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zelebrieren. Die Unterorganisation des Klans im Bundesstaat North Carolina kündigte die Demonstration für den 3. Dezember an. Nähere Einzelheiten zu dem Marsch wurden auf der Website der "Treuen Weißen Ritter" nicht genannt. Dort prangt ein großes Bild des rechtspopulistischen Immobilienmilliardärs, das ihn in stolz-aufrechter Haltung vor Wolkenkratzern zeigt. In einem Ring um das Bild steht "Präsident der Vereinigten Staaten". Die rassistische Organisation hatte Trumps Präsidentschaftskandidatur formell unterstützt.

22.07 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini rechnet damit, dass sich die Kooperation mit Trump schwieriger gestalten könnte als mit Amtsinhaber Barack Obama. „Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, weiterhin zusammenzuarbeiten“, sagte sie der Deutschen Welle. „Aber es könnte sein, dass einige seiner politischen Prioritäten Amerika weit weg führen werden von manchen europäischen Grundprinzipien.“

„Müssen Trump beibringen, was Europa ist“

22.00 Uhr: Spitzenpolitiker der Europäischen Union sehen im Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen ein Risiko für die Beziehungen der Weltmacht mit der EU. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker deutete am Freitag in Luxemburg Wissenslücken aufseiten des politischen Quereinsteigers an. „Wir müssen dem neuen US-Präsidenten beibringen, was Europa ist, und wie es funktioniert.“

21.53 Uhr:

Nach der Wahl von Donald Trump will Barack Obama bei seinem letzten Staatsbesuch in Europa ein Zeichen setzen. Obama werde an der Wiege der Demokratie in Athen eine Grundsatzrede halten und zum Erhalt demokratischer Errungenschaften aufrufen, kündigte das Weiße Haus am Freitag in Washington an.

Der Auftritt vor historischer Kulisse der Akropolis wird die einzige Rede Obamas während seines einwöchigen Trips nach Griechenland, Deutschland und Peru bleiben. In Berlin ist am 17. November eine Pressekonferenz im Anschluss an ein Gespräch mit Angela Merkel geplant. Am Folgetag trifft sich Obama zunächst mit Merkel, Frankreichs Präsident Hollande, Großbritanniens Premierministerin May und Italiens Ministerpräsident Renzi im Kanzleramt, bevor er Berlin in Richtung Peru verlässt.

21.45 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist überzeugt davon, dass Trump das Pariser Klimaschutzabkommen nicht zu kippen versuchen wird. In einem Interview der Nachrichtenagentur AFP nannte Ban die Aussagen des Republikaners zum Klimaschutz zwar "Besorgnis erregend". Gleichwohl sei er sich sicher, dass Trump die "ganze Bedeutung, Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit" des Themas verstehen werde.

Der UN-Generalsekretär, der zum Jahresende aus dem Amt scheidet, äußerte zugleich die Hoffnung, dass er noch vorher mit Trump zusammentreffen werde. Der künftige US-Präsident hatte im Wahlkampf den Klimawandel als Humbug abgetan und und für den Fall seines Wahlsiegs den Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen angekündigt.

21.35 Uhr: Mit Trumps Vereidigung und seinem Umzug in die Hauptstadt Washington am 20. Januar dürfte sich die Lage in Manhattan wieder entspannen. Rund um die Feiertage von Thanksgiving, Weihnachten und dem Jahreswechsel herrsche in der Gegend ohnehin viel Verkehr, sagte Bürgermeister Bill de Blasio.

21.20 Uhr: Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen am Wohnsitz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump behindern den Verkehr und Passanten im New Yorker Stadtteil Manhattan. Unmittelbar nach dem Wahlsieg des Unternehmers hatte die Polizei den Haupteingang zum Trump Tower mit Betonbarrikaden und Zäunen abgesperrt, Polizisten postierten sich teils schwer bewaffnet auf dem Gehweg. Die Flugaufsichtsbehörde FAA sperrte zudem den Luftraum über dem Gebäude an der 5th Avenue.

21.08 Uhr: 

Trumps Team benannte am Freitag in New York auch eine Reihe anderer Mitstreiter, die den Wechsel der Regierungen vorbereiten sollen. Darunter sind seine drei Kinder Ivanka, Donald Jr. und Eric, Schwiegersohn Jared Kushner, der Ex-Banker Steven Mnuchin, PayPal-Gründer Peter Thiel, Republikaner-Chef Reince Priebus und sein Wahlkampfleiter Stephen Bannon.

20.55 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump macht seinen künftigen Vize Mike Pence zum Chef seines Übergangsteams. Pence löst Chris Christie ab, der diese Funktion bisher innehatte. Ebenfalls in führender Funktion sollen im Übergangsteam eine Reihe enger Mitstreiter tätig sein: General Michael Flynn, der frühere Sprecher des Abgeordnetenhauses Newt Gingrich, Ex-Präsidentschaftsbewerber Ben Carson, New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani und Alabamas Senator Jeff Sessions.

Proteste gegen Sportartikel-Hersteller

20.28 Uhr: Mit offener Unterstützung für den designierten US-Präsidenten Donald Trump hat der US-Sportartikelhersteller New Balance Kunden gegen sich aufgebracht - nun rechtfertigt sich das Unternehmen und rudert etwas zurück. Man habe in Sachen Handelspolitik auch die Positionen von Trumps demokratischen Rivalen Hillary Clinton und Bernie Sanders öffentlich im Wahlkampf unterstützt, erklärte eine Sprecherin am Freitag auf Nachfrage.

Zuvor hatte ein PR-Manager von New Balance Trumps Wahlsieg gegenüber dem „Wall Street Journal“ begrüßt und gesagt, dass sich die Dinge nun „in die richtige Richtung“ bewegen dürften. Damit entfachte die Firma aus Boston im US-Bundesstaat Massachusetts einen Sturm der Empörung. In den sozialen Medien hagelte es Kritik von Trump-Gegnern. Bei einigen Kunden ging der Ärger soweit, dass sie ihre Sportschuhe wegwarfen oder anzündeten und Videos davon ins Internet stellten.

17.32 Uhr: Nach Angela Merkel ist nun auch Frankreichs Staatschef François Hollande nicht mehr auf absolutem Konfrontationskurs mit dem designierten US-Präsident Donald Trump. Beide telefonierten und bekräftigten ihren Willen zur Zusammenarbeit. Das verlautete aus dem Élyséepalast, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag berichtete.

Das Gespräch habe sieben bis acht Minuten gedauert und sei unter guten Bedingungen verlaufen. Wer die Initiative ergriff, blieb zunächst offen. Hollande und Trump wollten weiter über den Anti-Terror-Kampf, die Krisen in der Ukraine, Syrien und Irak sowie die Klimavereinbarung von Paris sprechen. 

Der Sozialist Hollande hatte sich nach der Wahl Trumps kritisch gezeigt und gesagt, es beginne nun eine Periode der Unsicherheit.

17.29 Uhr: Immer mehr kristallisiert sich heraus was Trump vorhat. So hat er sich für einen "gerechten, dauerhaften Frieden" im Nahen Osten ausgesprochen. Er sei der Ansicht, dass seine Regierung dabei eine "bedeutende Rolle" spielen könne, erklärte er am Freitag in einer ersten Stellungnahme zum Thema seit seiner Wahl. Jegliches Friedensabkommen müssten die "Konfliktparteien untereinander aushandeln", es dürfe ihnen "nicht von anderen aufgezwungen" werden.

17.24 Uhr: Nach der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten legt die EU das Freihandelsabkommen TTIP auf Eis. Es werde "für einige Zeit" eine "Pause" in den Verhandlungen geben, sagte die zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström am Freitag nach einem Treffen der Handelsminister in Brüssel. Unter dem künftigen Präsidenten Trump sei völlig unklar, "was passieren wird". Frankreich erklärte die Verhandlungen bereits für "tot".

Der Republikaner Trump hatte im Wahlkampf Freihandelsverträge kritisiert und für die Vernichtung von Arbeitsplätzen in der US-Industrie verantwortlich gemacht.

17.15 Uhr: „Wir müssen dem neuen US-Präsidenten beibringen, was Europa ist, und wie es funktioniert“, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bei einer Diskussionsveranstaltung im Europäischen Gerichtshof in Luxemburg mit Blick auf das Verhältnis zwischen Europa und dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

16.22 Uhr:

 Trump will schon bald die ersten

Besetzungen von Kabinettsposten

bekanntgeben. Er werde "bald einige wichtige Entscheidungen über die Leute treffen, die die Regierung bilden werden", kündigte Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter an. Für seine Personalplanungen wollte er demnach den Freitag nutzen: "Arbeitsreicher Tag in New York", schrieb der Republikaner.

Als mögliche Regierungsmitglieder waren in den vergangenen Tagen in den US-Medien mehrere Trump-Vertraute gehandelt worden. So wird als möglicher künftiger Außenminister der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, genannt. Er gilt aber auch als denkbare Wahl für das Amt des Stabschefs im Weißen Haus.

Für den Posten des Justizministers wiederum gelten der Gouverneur des Bundesstaates New Jersey, Chris Christie, und der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, als mögliche Anwärter. Auch der republikanische Parteichef Reince Priebus, Trumps Wahlkampfmangerin Kellyanne Conway, der Finanzchef der Kampagne, Steven Mnuchin, und der frühere Chef des Militärgeheimdienstes DIA, Michael Flynn, wurden in den Spekulationen über die Kabinettsbesetzungen genannt.

Nach Trump-Wahl: Snowden hat keine Angst vor Auslieferung

16.11 Uhr: 

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter

Edward Snowden

hat die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten als einen "dunklen Moment" in der Geschichte der USA bezeichnet. Nötig sei aber jetzt nicht Furcht, sondern Handeln, sagte Snowden am Donnerstagabend in einem Live-Video-Chat mit einem Kinopublikum in den Niederlanden. In dem Kino in Amsterdam wurde der neue Film "Snowden" von US-Regisseur Oliver Stone gezeigt.

"Wenn wir eine bessere Welt haben möchten, dann dürfen wir nicht auf jemanden wie Obama hoffen, und wir sollten einen Donald Trump nicht fürchten", sagte Snowden. "Vielmehr sollten wir sie selbst bauen." Die wichtigste Frage sei, "wie wir die Rechte eines jeden verteidigen können, überall, ohne Rücksicht auf Grenzen", sagte der 33-Jährige. "Wenn wir zusammenarbeiten, können wir etwas Besseres erschaffen und eine freiere und liberalere Gesellschaft genießen, von der jeder profitiert."

Snowden wird von den USA wegen Spionage gesucht. Er hatte im Jahr 2013 tausende als geheim eingestufte Dokumente zu den weltweiten Überwachungsprogrammen des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht und damit eine globale Debatte über die Zulässigkeit staatlicher Eingriffe in die Privatsphäre ausgelöst.

Er lebt seitdem in Russland im Exil. Einen Deal zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin, dem Trump in den vergangenen Monaten Respekt gezollt hat, zu seiner Überstellung in die USA fürchtet Snowden nicht. "Es geht nicht um mich, es geht um uns", sagte er.

14.41 Uhr: Eine kuriose Kehrtwende: Trump hat die

Erst kritisierte er die Proteste, nun lobt er sie: Donald Trump, künftiger US-Präsident.

Proteste gegen seine Präsidentschaft gelobt nur Stunden, nachdem er sie als unfair bezeichnet hatte. „Ich liebe die Tatsache, dass kleine Gruppen von Protestlern in der vergangenen Nacht große Leidenschaft für unser großartiges Land gezeigt haben. Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein“, twitterte Trump am

Freitag.

Nur neun Stunden zuvor hatte sich der neue US-Präsident über die Demonstranten und Medien beschwert. „Ich hatte gerade eine sehr offene und erfolgreiche Präsidentenwahl. Jetzt protestieren professionelle Demonstranten, die von Medien angestiftet werden. Sehr unfair!“

Tausende Menschen hatten in der zweiten Nacht in Folge gegen Trump protestiert.

13.55 Uhr: Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten als einen "dunklen Moment" in der Geschichte der USA bezeichnet. Nötig sei aber jetzt nicht Furcht, sondern Handeln, sagte Snowden am Donnerstagabend in einem Live-Video-Chat mit einem Kinopublikum in den Niederlanden. In dem Kino in Amsterdam wurde der neue Film "Snowden" von US-Regisseur Oliver Stone gezeigt.

Ivanka Trump - Die schönste First Daughter der USA

"Wenn wir eine bessere Welt haben möchten, dann dürfen wir nicht auf jemanden wie Obama hoffen, und wir sollten einen Donald Trump nicht fürchten", sagte Snowden. "Vielmehr sollten wir sie selbst bauen." Die wichtigste Frage sei, "wie wir die Rechte eines jeden verteidigen können, überall, ohne Rücksicht auf Grenzen", sagte der 33-Jährige. "Wenn wir zusammenarbeiten, können wir etwas Besseres erschaffen und eine freiere und liberalere Gesellschaft genießen, von der jeder profitiert."

Trump und Merkel verabreden erstes Treffen

13.50 Uhr: Eins kann Donald Trump wie kaum ein anderer: Provokante Sprüche klopfen. Eine Auswahl seiner „besten“ politisch-inkorrekten Kommentare hat unsere Redaktion hier zusammengestellt.

Karnevalsauftakt in Köln

13.45 Uhr: Der neue US-Präsident wird heuer ein beliebtes Thema im Fasching sein - das wurde schon beim Karnevalsauftakt am 11.11. deutlich, bei dem manche Jecken sich in Trump-Kostüme geworfen haben.  Der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly bezeichnete US-Wahlsieger Donald Trump als „Göttergeschenk für Karikaturisten“. Allerdings fügte er hinzu: „Ich glaube, man wäre ziemlich verantwortungslos, wenn man sich darüber freuen würde.“ Er sehe Trump als Teil einer weltweiten Rückkehr des autoritären Denkens. Ohne Zweifel werde der künftige US-Präsident überall im Karneval eine wichtige Rolle spielen, sagte Tilly in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

13.26 Uhr: Der deutsche Maschinenbau erwartet nach der Wahl des neuen US-Präsidenten Donald Trump keinen Einbruch beim Export in die Vereinigten Staaten. „Ich bin sicher, dass wir in den USA weiterhin gute Geschäfte machen werden“, sagte der scheidende Verbandspräsident Reinhold Festge am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung müsse nicht nur mit Blick auf die USA Nationalismus und Protektionismus energisch bekämpfen, fügte er hinzu. Mehr als 1000 Unternehmen des deutschen Maschinenbaus seien direkt in den USA tätig. „Das puffert das Problem ein bisschen ab.“

13.08 Uhr: Bundeskanzlerin  Angela Merkel hat am Donnerstag mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump telefoniert. Das teilte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin mit. Merkel habe dem Republikaner zu seiner Wahl gratuliert und ihm mitgeteilt, dass sie sich darauf freue, ihn „spätestens zum G20-Gipfel in Deutschland begrüßen zu können“.

Das Treffen der 19 wichtigen Industriestaaten und Schwellenländern sowie der EU ist Anfang Juli 2017 in Hamburg. Merkel habe erneut betont, dass Deutschland und Amerika durch gemeinsame Werte eng verbunden seien und sie auf dieser Basis mit Trump zusammenarbeiten wolle, sagte der Sprecher.

Attacken auf Minderheiten mehren sich

12.36 Uhr: Schon vor der Wahl hatten Minderheiten in den USA - wie Immigranten, Schwarze und Homosexuelle - Angst, was passiert, wenn Donald Trump Präsident wird. Denn im Wahlkampf ließ er kaum eine Gelegenheit aus, gegen sie zu hetzen. Ihre Ängste sind möglicherweise berechtigt: Laut New York Times mehren sich schon jetzt Berichte über Attacken gegen Minderheiten. 

An einer Universität in Texas seien Flyer verteilt worden, die dazu aufrufen, nach Trumps Sieg eine Art Bürgerwehr gegen den Universitätsleiter zu gründen, der sich für vielfältige Lebensentwürfe stark macht. In Durham wurde eine Mauer an einer belebten Kreuzung mit den Worten beschmiert: “Black lives don’t matter and neither does your votes“ (Schwarzes Leben zählt nicht, und genauso wenig zählen eure Stimmen“). An einer Schule kursiert ein Video von Schülern, die Trump-Schilder tragen und „white power“ grölen. Auch auf Twitter seien viele beängstigende Kommentare gegen Minderheiten aufgetaucht. 

12.35 Uhr: Sie ist das schöne Gesicht in einem Wahlkampf, der sich fast nur einer hässlichen Seite zeigte: Donald Trumps Tochter Ivanka Trump. Hier sehen Sie die schönsten Bilder des ehemaligen Models.

12.30 Uhr: Trumps Großeltern stammen aus Bayern - das ist nur eines der Details aus dem Leben des neuen US-Präsidenten, die die tz bei ihrer Spurensuche über seine Kindheit und Jugend erfahren hat. Für den Geschäftsmann Trump zählte in den vergangenen 40 Jahren immer nur eines: der Beste zu sein, im Wettbewerb immer die Nase vorne zu haben.

12.10 Uhr:  Oscar-Preisträger Christoph Waltz sieht in den sozialen Netzwerken eine Ursache für den Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl. „Diese sogenannten sozialen Netzwerke haben ja auch eine sehr, sehr hohe antidemokratische und undemokratische Energie“, sagte der Schauspieler in einem Gespräch der österreichischen Nachrichtensendung „ZiB24“. „Und ich wage zu bezweifeln, dass dieser brunzdumme Irrsinn ohne sogenannte soziale Netzwerke so schnell zu verbreiten gewesen wäre.“ Er sei nach dem Sieg des Republikaners sehr besorgt. „Wenn Trump mit dem Erfolg hat, was er im Wahlkampf angekündigt hat, dann ist das Ende erreicht“, sagte der 60-jährige gebürtige Wiener.

Hollande will mit Trump telefonieren

12.03 Uhr: Frankreichs Staatschef François Hollande will noch am Freitag mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump telefonieren. Das sagte er dem französischen TV-Sender France 2, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Hollande nahm in Paris an einer Zeremonie teil, die an den Waffenstillstand nach dem Ersten Weltkrieg am 11. November 1918 erinnert. Der Sozialist hatte sich kritisch über die Wahl Trumps geäußert: Es beginne nun eine Periode der Unsicherheit.

11.10 Uhr: Die Etiketteberaterin Susanne Hellbach-Grosser hat der künftigen First Lady Melania Trump weniger Laszivität empfohlen. "Wenn ich mir ihr sexy Image so angucke, dann sind auch Gestik und Mimik ein ganz wichtiger Aspekt", sagte die Präsidentin des Netzwerks "Etikette Training International" am Freitag im Südwestrundfunk. "Wer sich die Fotos von ihr betrachtet, sieht, dass sich Gesichtsausdruck und Pose meist gleichen - einen weniger lasziven Gesichtsausdruck wird sie sich angewöhnen müssen."

Hellbach-Grosser sagte, niemand könne es sich leisten, grob gegen internationale Gepflogenheiten zu verstoßen. Sie glaube aber, dass Melania Trump nicht beratungsresistent sein werde. Außerdem sehe sie auch positive Vorzeichen für die ersten Auftritte auf internationalem Parkett. "Angeblich spricht ja Frau Trump neben ihrer Muttersprache auch noch Italienisch, Französisch, Englisch und Deutsch - und ich finde, Sprachkenntnisse sind eine ganz gute Basis für Staatsbesuche."

Blinde Wahrsagerin sagt nichts Gutes voraus

11.02 Uhr: Donald Trump wird es nie zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika schaffen - jedenfalls nicht, wenn es nach der blinden Wahrsagerin Baba Wanga geht. Sie lag schon hunderte Mal richtig, sagte unter anderem 9/11 und die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten voraus.

10.17 Uhr: Nach der Wahl von Donald Trump erwartet die EU-Kommission vorerst keine weiteren Verhandlungen mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP. Es gebe nach der US-Wahl "starke Gründe anzunehmen, dass es bei TTIP eine Pause geben wird", sagte EU-Außenhandelskommissarin Cecilia Malmström am Freitag in Brüssel. Unter dem künftigen Präsidenten Trump sei unklar, "was passieren wird". Der Republikaner Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er TTIP stoppen will, weil er die Vernichtung von Arbeitsplätzen in den USA fürchtet.

9.20 Uhr: Die Proteste gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump reißen nicht ab. Der Trump Tower in New York, wo der Milliardär Trump wohnt, wird nun sogar mit Barrikaden geschützt: Mit Sand beladene Lastwagen der Stadtreinigung stehen in Reih in Glied vor dem Eingangsbereich, um Demonstranten daran zu hindern,  einzudringen. 

8.36 Uhr: Wer hat nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten Aussichten auf einen wichtigen Posten in der Politik? Die tz stellt in einem Überblick vor, wer die besten Chancen hat.

Auf Klebezetteln in der U-Bahn lassen New Yorker, die Trump nicht als Präsident wollen, Dampf ab.

8.27 Uhr: "Bin ich der Einzige, der hier Angst hat?" und "Ich brauche eine Umarmung" - das steht auf kleinen bunten Zetteln, die frustrierte Wähler in diesen Tagen nach Donald Trumps Wahlsieg in der New Yorker U-Bahn an die Wand kleben. Die Idee für die Kollektivtherapie in einem Tunnel an der Haltestelle Union Square hatte der New Yorker Künstler Matthew Chavez.

Chavez stellte ein Schild mit der Aufschrift "U-Bahn-Therapie" auf und legte Zettel und Stifte für die Menschen bereit. Bis Donnerstagnachmittag klebten schon rund 3000 bunte Zettel an der gekachelten weißen Wand. "Ich denke, die Menschen sind im Moment viel zu wütend, um richtige Gespräche zu führen", sagt Chavez. "Hier können sie sich ausdrücken und vielleicht geht es ihnen danach besser."

8.12 Uhr: Was macht eigentlich Wahl-Verliererin Hillary Clinton nach ihrer Schlappe? Sie geht spazieren! Eine junge Mutter traf sie am Tag nach der Wahl bei einem Waldspaziergang und schoss ein Foto mit ihr, das sie auf Facebook postete. Hillary Clinton war mit ihrem Mann Bill und ihren beiden Hunden unterwegs, schreibt die junge Frau dazu. Sie habe nicht anders gekonnt, als Clinton zu umarmen und ihr zu sagen, dass es ein stolzer Moment für sie war, mit ihrer kleinen Tochter ins Wahllokal zu gehen und für sie zu stimmen. Hillary Clinton habe sie daraufhin ebenfalls umarmt und sich bedankt. Auf dem Foto macht die gescheiterte Kandidatin der Demokraten auch schon wieder einen recht entspannten Eindruck.

7.29 Uhr: Chefin des US-Getränkeriesen Pepsi hat von erheblichen Ängsten in der Belegschaft nach dem Wahlsieg des Rechtspopulisten Donald Trump berichtet. "Unsere Angestellten fragen sich: 'Sind wir hier noch sicher?'", sagte Pepsi-Chefin Indra Nooyi am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Podiumsdiskussion in New York. Dies betreffe "insbesondere jene Angestellten, die nicht weiß sind oder die schwul, lesbisch oder transsexuell sind", sagte die Konzernchefin. 

Von dem designierten Präsidenten verlangte Nooyi, "als erstes klarzustellen, dass in den Vereinigten Staaten jeder sicher ist". Sie könne nur hoffen, dass Trumps Ausfälle gegen Einwanderer, Muslime und andere Minderheiten "lediglich Wahlkampfrhetorik" gewesen seien. 

Pepsi-Chefin Nooyi ist selbst indischer Abstammung. Im Wahlkampf hatte sie Trumps Gegnerin Hillary Clinton unterstützt. Pepsi legt nach eigenen Angaben großen Wert auf Diversität in der Konzernbelegschaft.

7.05 Uhr: Donald Trump hat sich bei seinem ersten Besuch in Washington nach der Wahl dazu geäußert, welche politischen Vorhaben er als erstes umsetzen will. Nur über ein Thema lässt er plötzlich nichts mehr verlauten: Das Einreiseverbot für Muslime.

6.52 Uhr: Das US-Außenministerium hat sich besorgt über die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran unter der künftigen US-Regierung gezeigt. Es sei "im Interesse der Welt", dass sich alle Vertragsparteien auch in Zukunft "an die Vereinbarung halten", mahnte Außenamtssprecher Mark Toner am Donnerstag in Washington. Auf die Frage, ob der Iran nach einem Ausstieg der USA aus dem Abkommen ein Atomwaffenprogramm starten könnte, sagte Toner: "Ja, das ist die Realität der Lage."

Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen im Wahlkampf als "katastrophal" bezeichnet und einen Ausstieg unter seiner Regierung angekündigt. Er warf der gegenwärtigen US-Regierung vor, dem Iran zu viele Zugeständnisse gemacht zu haben.

Ein Ausstieg aus dem Abkommen wäre nach Einschätzung des US-Außenministeriums zwar nicht wünschenswert, aber rechtlich möglich. Es handle sich um ein Abkommen, "von dem sich jede Vertragspartei abwenden kann", sagte Außenamtssprecher Toner. "Dies hätte weitreichende Folgen für die Integrität des Abkommens".

Trump: Medien stacheln die Proteste an

6.32 Uhr: Wahlsieger Donald Trump hat den Medien die Schuld an Protesten gegen ihn gegeben. Gerade sei eine sehr offene und erfolgreiche Präsidentenwahl zu Ende gegangen, twitterte Trump. „Jetzt protestieren professionelle Demonstranten, angestachelt von den Medien. Sehr unfair!“

Twitter

Am Mittwoch und Donnerstag gingen Tausende Menschen in Städten im ganzen Land auf die Straße und machten ihrem Unmut über den Ausgang der Präsidentenwahlen Luft. Demonstranten versammelten sich auch vor dem Trump-Tower in New York, wo der Milliardär wohnt.

Am Donnerstag empfing Präsident Barack Obama seinen Nachfolger im Weißen Haus. Das Treffen sei sehr gut verlaufen, die Chemie habe gestimmt, so Trump. Seine Frau Melania habe sich mit First Lady Michelle Obama ebenfalls gut verstanden. „Melania mochte Mrs O. sehr!“

Die Nachrichten vom Donnerstag zum Nachlesen

22:52 Uhr: Viele Italiener erleben wegen Trump ein Déjà-vu: Sie fühlen sich an ihren langjährigen Regierungschef Silvio Berlusconi und dessen Populismus erinnert. Unter dem Stichwort „Trumpusconi“ kursieren im Netz zahlreiche Vergleiche der beiden umstrittenen Politiker und Milliardäre. „Trump ist Berlusconi unter einer anderen Perücke“, schreibt ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer: „Er nennt sich Trump, aber in Wirklichkeit ist es immer noch er.“ Zu sehen ist daneben eine Fotomontage von Berlusconi mit einer blonden Perücke.

Auch die seriösen Zeitungen sind voll mit Vergleichen. Egal, was Trump als Präsident tun werde, es sei in Amerika die Ära des „Berlusconismus“ angebrochen, schreibt die Zeitung La Repubblica am Donnerstag, „eine niveaulose Zeit mit nicht eingehaltenen Versprechen.“

22.08 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ermahnt Trump zur Nato-Bündnistreue. Die Militärallianz sei kein Unternehmen, bei dem geguckt werde, "wieviel Geld ich hinten rauskriege und ob ich einen guten Deal machen kann", sagte von der Leyen am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "So regiert man kein Land, und das ist auch nicht der Grundsatz der Nato."

Die Nato sei eine Wertgemeinschaft, "die Werte verkörpert und verteidigt, die den Amerikanern genauso wichtig sind wie den Europäern", sagte die CDU-Politikerin. Trumps überraschender Sieg hat die Befürchtung geweckt, dass die USA ihr militärisches Engagement in Europa und der Welt zurückfahren könnten. Der politikunerfahrene US-Milliardär hatte während des Wahlkampfes auch die Beistandsgarantie innerhalb der Nato für die Länder in Frage gestellt, die nicht genug in Militär und Rüstung investieren.

21.14 Uhr: Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence ruft nach dem Wahlsieg von Trump zu Aktionen auf. „Lasst euch davon nicht unterkriegen, sondern erzürnt euch!“, schreibt die Schauspielerin am Donnerstag in einem Beitrag bei dem digitalen Frauenkanal Broadly. Mit dem Appell „Habt keine Angst, seid laut!“ wendet sie sich speziell an Frauen, Einwanderer, Menschen anderer Hautfarbe und an die Gemeinde der Homosexuellen.

Donald Trump.

20.30 Uhr: Nach Trumps Wahl sieht Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew „eine gute Gelegenheit“, sich der westlichen Sanktionen zu entledigen. „Wir sind bereit, alles dafür zu tun, diese Möglichkeit zu nutzen“, sagte Uljukajew in einem Interview mit der Welt. „Russland hat auf niemanden gesetzt und auch niemanden bevorzugt“, sagte der 60-Jährige mit Blick auf den Wahlausgang. „Aber es besteht die Möglichkeit, dass Trump frei ist von jenen Verpflichtungen, die Hillary Clinton auf sich genommen hat, weil sie ins jetzige Entscheidungssystem eingebettet war.“

Trump dagegen sei „freier von diesem System“. Mit Blick auf die von den USA und Europäern gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen könne er „nur sagen, dass sich ein „window of opportunity“ öffnet“ - eine gute Gelegenheit. „Wie wir es nutzen“, so Uljukajew, „hängt von uns und von unseren Partnern ab. Aber wir sind bereit, alles dafür zu tun, diese Möglichkeit zu nutzen.“

20.13 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) fordert von Trump rasche Klarheit über dessen weltpolitische Ziele. „Es ist dringend, dass die neue Administration sich nun schnell sortiert und Positionen der neuen US-Regierung entwickelt“, betonte Steinmeier am Donnerstag in einem Interview mit dem Spiegel. „Wir werden jedenfalls unsere Sicht der Dinge und unsere Haltung dazu anlanden. Ich weiß aus zahlreichen Gesprächen mit europäischen Nachbarn, wie irritiert sie über abschätzige Äußerungen über die Nato und Nato-Partner sind.“

19.52 Uhr: Anderthalb Stunden haben sich Trump und Obama im Weißen Haus ausgetauscht. Wir haben das Wichtigste vom Treffen zusammengefasst.

19.41 Uhr: Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rät zu „etwas Besonnenheit und Gelassenheit“. Trump sollte mit dem beim Wort genommen werden, was er nach seinem Wahlsieg erklärt habe, sagte Weidmann am Donnerstagabend in Berlin laut Redemanuskript beim Festakt zu 100 Jahre Bundesverband Öffentlicher Banken.

Trump habe gesagt, mit allen Menschen und allen anderen Nationen fair umzugehen sowie Gemeinsamkeit und Partnerschaft zu suchen statt Feindschaft sowie Konflikt. Eine faire Partnerschaft sei von jeher Grundlage der internationalen Beziehungen und im Besonderen Grundlage des transatlantischen Verhältnisses, sagte Weidmann. „Und so sollte es bleiben.“

19.18 Uhr: Nach Trumps Wahlsieg muss Europa nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun seine Widerstandkraft stärken. Die Europäer müssten künftig noch mehr in der Lage sein, selbst einigermaßen ihre Aufgaben zu erfüllen, und ihre Widerstandfähigkeit erhöhen, sagte Schäuble am Donnerstagabend in Berlin beim Festakt zum 100 Jubiläum des Bundesverbandes Öffentlicher Banken. Dies sei nach dem Wahlergebnis in den USA nicht weniger wichtig geworden. Diese Schlussfolgerung könne schon jetzt gezogen werden.

Barack Obama (r.) empfängt Donald Trump im Weißen Haus.

19.10 Uhr: Bei dem Gespräch im Weißen Haus hat Obama Trump einen Tipp für Auftritte vor der Presse gegeben. Der Demokrat sagte: „Hier ist eine gute Regel. Beantworte keine Fragen, wenn sie anfangen zu brüllen.“

19.08 Uhr: Obama hat Trump bei dem Treffen im Weißen Haus seine Unterstützung zugesagt. Seine Regierung werde ihr "Möglichstes" tun, um dem neu gewählten Staatschef zu helfen, sagte Obama nach dem Gespräch mit dem rechtspopulistischen Immobilienmilliardär. "Denn wenn Sie Erfolg haben, dann hat das Land Erfolg." Er habe ein "ausgezeichnetes Gespräch" mit Trump geführt.

19.00 Uhr: Mit der Wahl von Trump zum US-Präsidenten ist eine neue Diskussion um die Auslieferung des türkischen Predigers Fethullah Gülen entbrannt. Michael Flynn, Armee-General in Ruhestand und Militärberater Trumps, schrieb in einem Gastbeitrag für das Magazin „The Hill“: „Gülen (...) ist ein zwielichtiger islamischer Mullah, der in Pennsylvania residiert.“ Er nannte ihn den „Osama bin Laden der Türkei“. Gülen stelle sich gern als moderate Kraft dar. „In Wahrheit ist er ein Islamist“, sagte Flynn.

Fethullah Gülen wird von der Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als Staatsfeind Nummer eins betrachtet. Erdogan hält Gülen für den Drahtzieher des jüngsten Putschversuchs in der Türkei und verlangt von den USA die Auslieferung. Gülen hingegen ist sich sicher, dass Erdogan den Putschversuch selbst inszeniert hat, um eine Rechtfertigung dafür zu haben, sich missliebiger Kritiker zu entledigen.

18.49 Uhr: Wir haben uns einmal bei unseren Kollegen umgeschaut. Wie kommentieren FAZ, SZ oder Welt den Wahl-Sieg von Trump?

18.33 Uhr: Während des US-Wahlkampfs hat Russland nach eigener Darstellung Kontakte zum Trump-Team gehabt. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow sagte der Agentur Interfax am Donnerstag in Moskau, dies seien Verbindungen zu Mitarbeitern aus dem Trump-Lager gewesen. „Wir werden diese Arbeit selbstverständlich auch nach den Wahlen fortsetzen“, sagte Rjabkow. Details nannte er nicht.

Trump hatte im Wahlkampf mit positiven Äußerungen über Kremlchef Wladimir Putin Aufsehen erregt. Zudem besteht der Verdacht, dass russische Hacker mit dem Segen des Kremls E-Mail-Konten der Demokraten angegriffen und die Stimmung gegen Trumps Konkurrentin Hillary Clinton angeheizt hatten. Russland weist dies zurück.

18.19 Uhr: Während sich Trump und Obama im Weißen Haus austauschen schauen wir einmal zurück auf die Fehden zwischen den beiden Politik-Größen. Freunde werden die beiden Herren sicher nicht mehr.

17.51 Uhr: In Kalifornien wurde die Wahl von Trump mit besonderer Bestürzung aufgenommen. Die Gegner des Republikaners denken nun offenbar sogar über eine Abspaltung von den USA nach.

17.47 Uhr: Trump lädt die britische Premierministerin Theresa May zu einem Besuch nach Washington ein. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise nach einem Telefonat zwischen May und Trump am Donnerstag. May solle „so bald wie möglich“ nach Washington kommen, hieß es. Die beiden hätten zudem die „besondere Beziehung“ zwischen den beiden Ländern bekräftigt und darüber gesprochen, die Handelsverbindungen zu stärken.

17.35 Uhr: Rudy Giuliani, Vertrauter von Trump, hat die Teilnehmer von Studentenprotesten gegen den republikanischen Wahlsieger als wehleidig beschimpft. "Sie sind ein Haufen verwöhnter Heulsusen", sagte der Ex-Bürgermeister von New York am Donnerstag im Fernsehsender Fox News.

Giuliani empfahl den Demonstranten, erst einmal abzuwarten, wie sich die USA unter Trump entwickeln. In einem Jahr würden sie "in einem viel besseren Land leben als jetzt", sagte Giuliani. "Falls nicht, könnt ihr dann weinen."

17.17 Uhr: Auch die First Ladys Michelle Obama und Melania Trump treffen sich aktuell. In den USA stehen auch die besseren Hälften der Präsidenten im Rampenlicht.

17.13 Uhr: Ein Mann hat aus Cornwall hat 100.000 Britische Pfund (umgerechnet etwa 115.000 Euro) mit Wetten auf einen Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Das teilte der Wettanbieter William Hill mit. John Mappin hat nach eigenen Angaben 5000 Pfund (umgerechnet 5700 Euro) in etwa 30 verschiedenen Wetteinsätzen platziert. Entschlossen habe er sich dazu, nachdem er mit einem speziellen Analyseprogramm die Chancen Trumps auf einen Wahlsieg ermittelt habe. „Ich war innerhalb von drei Tagen überzeugt, dass er gewinnen würde“, sagte Mappin dem US-Nachrichtensender CNN am Mittwoch.

Umfrageinstitute und Medien dagegen lagen mit ihren Prognosen falsch. Noch am Abend vor der Wahl hatten Buchmacher die Chancen Trumps auf einen Sieg als gering eingeschätzt. Der irische Wettanbieter Paddy Power hatte sogar bereits zwei Wochen vor dem Wahltag Gewinne auf einen Sieg Hillary Clintons ausgezahlt.

17.02 Uhr: Trump hat das Weiße Haus erreicht und bespricht sich nun mit Obama. Bei dem Treffen in Washington soll eine reibungslose Amtsübergabe vorbereitet werden. Obama will auch darüber sprechen, wie das Land nach dem erbitterten Wahlkampf wieder geeint werden kann.

16.55 Uhr: Der kubanische Präsident Raúl Castro hat dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu dessen Wahlsieg gratuliert. Castro sende Trump seine Glückwünsche, hieß es am Donnerstag in einem Bericht der kubanischen Parteizeitung „Granma“. Direkt nach der Wahl in den USA hatte Kuba ein großes Militärmanöver angekündigt, um die Streitkräfte und die Bevölkerung auf feindliche Aktionen vorzubereiten.

Zuletzt hatten sich die einstigen Erzfeinde USA und Kuba vorsichtig angenähert und nach jahrzehntelanger Eiszeit wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Außerdem dürfen US-Firmen teilweise wieder Geschäfte mit Kuba machen. Das US-Handelsembargo gegen die sozialistische Karibikinsel ist allerdings weiterhin in Kraft.

16.43 Uhr: Nimmt Trump auch seine Tochter Ivanka in sein Kabinett auf? Das Zeug zur rechten Hand ihres mächtigen Vaters hätte das Ex-Model auf jeden Fall.

16.27 Uhr: Die Maschine mit Trump an Bord ist gerade auf dem Flughafen in Washington gelandet. Um 17 Uhr soll der künftige US-Präsident im Weißen Haus von seinem Vorgänger Barack Obama empfangen werden.

16.12 Uhr: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist der

Die US-Börse.

US-Aktienindex Dow Jones am Donnerstag bei Handelsbeginn auf ein neues Rekordhoch geklettert. Der Index stieg in den ersten Handelsminuten um 0,53 Prozent auf 18.687,86 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq ging ebenfalls nach oben, und zwar um 0,55 Prozent auf 5279,84 Punkte.

Die Kurse an den Börsen in Asien und Europa waren am Mittwoch nach dem überraschenden Wahlsieg Trumps in einem ersten Schock nach unten gesackt; in Europa erholten sie sich aber schnell. Der Deutsche Aktienindex etwa schloss am Mittwoch im Plus. In New York kletterte der Dow Jones bereits am Mittwoch.

16.00 Uhr: Dinge falsch verstehen oder nicht ganz korrekt wiedergeben war in diesem Wahlkampf ein Problem, das des Öfteren auftrat. Um dem im Falle von Angela Merkels Reaktion entgegen zu steuern postete die Bundesregierung auf Facebook folgenden Post:

15.42 Uhr: Das Verhältnis der Deutschen zu den US-Präsidenten ist nicht erst seit Donald Trump hochemotional. Die ZDF-History-Doku „Geliebt, gehasst, gefürchtet“ widmet sich am Sonntagabend (23.25 Uhr) diesem Phänomen, wie der Sender am Donnerstag mitteilte. Das ZDF hat dafür das Programm geändert, die ursprünglich geplante Dokumentation „Stalin - Der rote Zar“ entfällt. Stattdessen geht es um die Frage, warum die US-Präsidenten, anders als die meisten übrigen Regierungschefs, auch in Deutschland die Massen bewegen - und dabei wahlweise Begeisterung oder heftigen Protest auslösen.

Die Dokumentation schlägt den Bogen von Kennedy zu Obama, denen die Herzen der Deutschen zuflogen und von Reagan zu Bush, den in Deutschland während ihrer Amtszeit bisher wohl unbeliebtesten US-Präsidenten.

15.25 Uhr: Knapp 32 Stunden sind vergangen seit der 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Doch noch immer stehen in einigen Bundesstaaten die Ergebnisse nicht fest. Zwar würde Hillary Clinton durch die fehlenden 31 Wahlleute immer noch nicht die notwendigen Stimmen erreichen, doch stellt sich dennoch die Frage: Warum sind noch nicht alle Stimmen ausgezählt?

15.01 Uhr: Der Überraschungssieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl ist auch ein Triumph für den deutschstämmigen Internet-Milliardär Peter Thiel. Der 49-Jährige hatte trotz der überwältigenden Ablehnung Trumps im kalifornischen Silicon Valley für den Immobilienunternehmer geworben. Thiel spendete 1,25 Millionen Dollar (1,13 Millionen Euro) für Trumps Wahlkampf und sprach als erster offen Schwuler auf einer Wahlveranstaltung der Republikaner. Er sei stolz, schwul, Republikaner und Amerikaner zu sein, sagte er - und erhielt dafür Applaus.

Trumps abfällige Äußerungen über Frauen, die der Immobilienmilliardär selbst als Umkleide-Sprüche bezeichnet hatte, verurteilte Thiel als "abstoßend und unangemessen". Doch seine Unterstützung entzog Thiel dem Republikaner nicht. Vor Journalisten in Washington sagte Thiel im Oktober, er halte viel von Wählern, "die für Trump stimmen, die seine Äußerungen ernst nehmen, aber nicht wörtlich". Er habe sich für den Rechtspopulisten entschieden, weil "die Führung dieses Landes versagt hat".

14.40 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sieht im Wahlsieg von Donald Trump die „Rückkehr zur wahren Demokratie“ und Befreiung aus der „Gefangenschaft“ der politisch korrekten Redeweise. „Wir erleben große Tage und Zeiten“, sagte der rechtskonservative Politiker am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Budapest mit Blick auf Trumps Triumph in den USA.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat hatte im Wahlkampf mit sexistischen und rassistischen Äußerungen für Aufregung gesorgt. Für Orban scheinen dies aber eher Merkmale einer „wahren Demokratie“ gewesen zu sein. „Wir können zu der vom lähmenden Zwang der politischen Korrektheit befreiten, direkten, ehrlichen Rede zurückkehren“, meinte er. Darüber hinaus begrüßte er auch den Brexit als den „Versuch eines großen Volkes, auf andere Weise erfolgreich zu werden“.

14.20 Uhr: Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten leistete sich ein Sonnenbrillen-Hersteller einen ordentlichen Twitter-Fehltritt - und wurde von Formel-1-Fahrer Sergio Perez prompt dafür abgestraft.

14.01 Uhr: Angesichts der US-Wahl hat der österreichische Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen vor einem Siegeszug der Rechtspopulisten bei der Bundespräsidentenwahl Anfang Dezember und darüber hinaus gewarnt. "Ich möchte nicht, das Österreich das erste westeuropäische Land ist, in dem Rechtsdemagogen die Macht übernehmen", sagte Van der Bellen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Er hoffe, dass der Sieg Donald Trumps als "Weckruf" in Österreich empfunden werde. Die Stichwahl zwischen Van der Bellen und dem Rechtspopulisten Norbert Hofer ist für den 4. Dezember angesetzt. Hofer tritt für die FPÖ an, er wäre der erste Rechtspopulist als Staatschef eines EU-Landes.

13.55 Uhr:  Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit der USA nach dem Wahlsieg des Republikaners Donald Trump bestätigt. Die Bonitätsnote liege weiterhin bei „AA+“, teilte S&P am Donnerstag in New York mit. Dies ist die zweitbeste Note bei S&P. Der Ausblick für das Rating bleibt „stabil“. S&P erwartet also in nächster Zeit keine Veränderung der Note. Die Ratingagentur verweist zwar auf die politische Unerfahrenheit von Trump. Daraus resultiere eine gestiegene Unsicherheit. Dem stünden jedoch die institutionellen Stärken des politischen Systems gegenüber.

13.45 Uhr: Nach dem Sieg von Donald Trump fürchten die Parteien der großen Koalition einen Auftrieb für die Rechtspopulisten auch in Deutschland und Europa. "Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas", schrieb Finanzminister Wolfgang Schäuble in der "Bild"-Zeitung. "Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem Besorgnis erregenden Zustand", schrieb er. 

Eine der Ursachen des zunehmenden Populismus sei, "dass die Eliten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht immer ein gutes Bild" abgäben. Zudem seien Entscheidungsprozesse häufig kaum noch nachvollziehbar. Hinzu komme die meinungsbildende Wirkung des Internet. Dort sei inzwischen "völlig egal, ob Behauptungen wahr sind - Hauptsache, der Empörungsgrad stimmt", kritisierte Schäuble.  SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte: "Sicherlich werden Rechtspopulisten versuchen, den Wahlsieg von Trump zu nutzen."

13.07 Uhr: Nach der US-Wahl grassiert die Populismus-Angst: Die AfD besitze eine vergleichbare Wählerschaft - und ähnlich gute Voraussetzungen wie Trump, ist bei „Maischberger“ im TV-Talk zu hören.

12.45 Uhr: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach seinem Wahlsieg zur Vertragstreue beim Klimaschutz gemahnt. "Wir gehen davon aus, dass völkerrechtliche Verpflichtungen gelten", sagte Hendricks am Donnerstag im Bundestag mit Blick auf Ankündigungen Trumps im Wahlkampf, er wolle das Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigen. Dieses haben die USA auf Grundlage einer Entscheidung des amtierenden Präsidenten Barack Obama ratifiziert.

Hendricks verwies auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit den USA beim Klimaschutz und äußerte die Hoffnung, "dass das so bleibt". Trump hält allerdings die weltweite Erwärmung für eine Erfindung - entgegen der Überzeugung fast aller damit befassten Wissenschaftler und ungeachtet immer eindeutigerer Daten zum Temperaturanstieg.

12.24 Uhr: Höchst positiv fielen natürlich auch die Reaktionen in der Trump-Familie auf den Einzug ins Weiße Haus aus. Nur einer konnte sich nicht so recht begeistern. Der zehnjährige Sohn von Donald Trump, Barron.

12.00 Uhr: Zwei Drittel der Deutschen erwarten ein schlechteres Verhältnis Deutschlands zu den Vereinigten Staaten unter dem neuen Präsidenten Donald Trump. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer hervor. Demnach glauben nur 3 Prozent an eine Verbesserung. Die derzeitigen Beziehungen bewerten vier von fünf als sehr gut oder gut (81 Prozent).

US-Wahl 2016: Tausende Menschen gehen auf die Straße

Donald Trump wird Barack Obama zwar offiziell erst im Januar ablösen. Trotzdem schaut er am Donnerstag nach der Wahl schon einmal im Weißen Haus beim aktuellen Präsidenten vorbei. Barack Obama hat seinen Nachfolger ins Oval Office eingeladen und will ihn dort um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) treffen. Danach sei eine kurze Begegnung der beiden Politiker mit der Presse geplant. Trumps Frau Melania soll sich derweil mit First Lady Michelle Obama treffen.

Bei dem Treffen im Oval Office soll nicht nur eine reibungslose Amtsübergabe vorbereitet werden. Obama will auch darüber sprechen, wie das Land nach dem harten Wahlkampf wieder geeint werden kann. Der in Regierungsdingen unerfahrene Immobilienmilliardär hatte einen äußerst aggressiven Wahlkampf geführt.

Linke und liberale Gruppierungen machten derweil mit Kundgebungen in zahlreichen Städten ihre Abscheu gegenüber Trump deutlich. In New York bewegte sich ein Demonstrationszug mit tausenden Teilnehmern vom Union-Square-Platz in Manhattan zum Trump Tower, dem Wohn- und Firmensitz des designierten Präsidenten.

In Sprechchören und auf Plakaten warfen sie ihm Fremdenhass, Rassismus und Frauenfeindlichkeit vor. "Liebe besiegt den Hass", skandierten die Menschen in New York. Kundgebungsteilnehmer forderten eine Reform des Wahlmänner-Systems zur indirekten Wahl des Präsidenten. In der Hauptstadt Washington kamen in winterlicher Kälte hunderte Menschen zu einer Mahnwache mit Kerzen vor dem Weißen Haus zusammen. "Die Menschen haben einfach Angst", sagte einer der Organisatoren, Ben Wikler von der linksliberalen Basisgruppe MoveOn.org. "Wir sind hier, um in den dunkelsten Momenten nicht alleine zu sein."

US-Wahl 2016: „Er ist nicht mein Präsident“

In Los Angeles zogen hunderte zumeist junger Demonstranten vor das Rathaus und skandierten: "Er ist nicht mein Präsident." In der Stadt Portland im Westküstenstaat Oregon blockierten rund 300 Demonstranten zeitweise den Auto- und Straßenbahnverkehr in der Innenstadt.

Im Bundesstaat Pennsylvania zogen hunderte Studenten der University of Pennsylvania durch die Straßen. In Sprechchören übten sie Kritik an Trump, riefen aber auch zu Einheit auf. Weitere Kundgebungen gab es in Städten wie Chicago, Philadelphia, Pittsburgh und Seattle.

Eine der Galionsfiguren der Linken in den USA, Senator Bernie Sanders aus Vermont, bot Trump unterdessen die Zusammenarbeit an. Der selbsternannte Sozialist erinnerte daran, dass Trump im Wahlkampf eine Verbesserung der Lebensumstände einfacher Bürger gefordert habe. Daran müsse sich Trump nun messen lassen, forderte Sanders, der im Vorwahlkampf gegen Clinton unterlegen war.

Wenn Trump es mit diesem Versprechen ernst meine, "dann bin ich mit anderen Progressiven zur Zusammenarbeit bereit", kündigte Sanders an. "Wenn er aber eine rassistische, sexistische, fremdenfeindliche und anti-ökologische Politik verfolgt, dann werden wir ihm mit aller Kraft entgegentreten."

afp/bix/pak/dpa

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