Weltsicherheitsrat berät über Aufruf an beide Koreas

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Weltsicherheitsrat.

New York - Angesichts der zunehmenden Spannung zwischen beiden koreanischen Staaten ist der Weltsicherheitsrat in New York zu Krisenberatungen zusammengekommen.

Es war das dritte Korea- Krisentreffen im laufenden Jahr. Auf Antrag von Russland diskutierte das mächtige UN-Gremium am Sonntag zunächst hinter verschlossenen Türen darüber, wie Seoul und Pjöngjang offiziell zu Ruhe und Besonnenheit ermahnt werden sollen. Ob sich die 15 Länder auf einen von Moskau vorgelegten Text einigen würden, war zunächst nicht abzusehen. In Diplomatenkreisen hieß es, der russische Entwurf sei eine so genannte Präsidentenerklärung. Darin würden beide Seiten zur Zurückhaltung im Zusammenhang mit Südkoreas geplanten Schießübungen nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer ermahnt.

Pjöngjang hatte Seoul gewarnt, dass sein Militär “gnadenlos“ zurückschlagen werde, sollte die Grenze zu seinem Hoheitsgewässer verletzt werden. Eine Präsidentenerklärung braucht die Zustimmung aller 15 Länder. Russland hatte das Krisentreffen bereits am Samstagmorgen beantragt und sich danach schriftlich beklagt, dass die USA seinem Antrag nicht umgehend gefolgt waren.

Washington hat im Monat Dezember den Ratsvorsitz. Zuletzt hatte sich der Rat nach Nordkoreas zweitem Atomwaffentest am 25. Mai zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengesetzt. Bald danach einigte er sich auch auf verschärfte Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang. Keine zwei Monate zuvor, Anfang April 2010, hatte der Start einer mehrstufigen nordkoreanischen Rakete eine Sondersitzung des Rates notwendig gemacht.

dpa

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