Anschlagspläne auf Flughafen

Justiz: Keine konkreten Hinweise auf IS-Bezug Al-Bakrs

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Absperrband vor dem Ort der Festnahme. In diesem Haus in Leipzig wurde der terrorverdächtige Syrer gefasst.

Berlin - Die Ermittlungsbehörden gehen zwar weiter davon aus, dass der mutmaßliche Terrorist Jaber A. IS-Kontakte hatte, haben dafür aber noch keine unumstößlichen Beweise gefunden.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", im Fall Al-Bakrs, der sich am Mittwoch in der Haft das Leben genommen hatte, gebe es bisher keine "ausreichenden gerichtsverwertbaren Bezüge zum IS". An seinen Absichten gebe es aber keine Zweifel. Ende August sei Al-Bakr von der Türkei kommend auf dem Flughafen Leipzig gelandet und habe dabei seinen Anschlagsplan bereits "in der Tasche" gehabt, zitierte die Zeitung Ermittler.

Dass es der Syrer auf einen der Berliner Flughäfen abgesehen haben könnte, wurde aus einer Reise Al-Bakrs im September in die Hauptstadt geschlossen. Die Ermittler seien dieser Berlin-Reise durch Bahnfahrkarten in Al-Bakrs Sachen auf die Spur gekommen, schrieb die Zeitung weiter.

Die Bundesanwaltschaft geht unterdessen weiter von einem dringenden Tatverdacht gegen den 33 Jahre Syrer Khalil A. aus. Sie wirft ihm Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Khalil A. war Mieter der Wohnung in Chemnitz, in der Al-Bakr eineinhalb Kilogramm hochwirksamen Sprengstoffs lagerte. Er sitzt in Untersuchungshaft.

dpa

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