Rentner wendet sich an die tz

Mieterhöhung: Wie viel ist erlaubt?

München - Renter Walter R. wendet sich an das Team des tz-Mietertags. Nach einem Preisschock in seiner Wohnung fragt er sich, was erlaubt ist und was nicht.

Unser Vermieter hat am 1. Januar 2013 die Miete von 574,88 Euro um 66,48 Euro erhöht. Somit entsteht eine Kaltmiete von 641,36 Euro. Ich frage mich: Wann darf die Miete das nächste Mal erhöht werden?

Walter R., Rentner, München

Antwort: Der Vermieter darf die Miete innerhalb von drei Jahren um bis zu 15 Prozent erhöhen, erklärt Mietrechtsexpertin Anja Franz. Diese 15-prozentige Kappungsgrenze gilt aber nicht in ganz Deutschland, sondern nur in extra von der Landesregierung ausgewiesenen Gemeinden. München und das Umland mit den extrem hohen Mietpreisen gehören zu diesen Bereichen. Man sollte sich allerdings bei seiner Gemeinde erkundigen, ob die sogenannte Kappungsgrenzenverordnung gilt oder nicht, rät Anja Franz. Wenn nicht, dann darf die Miete innerhalb von drei Jahren um bis zu 20 Prozent erhöht werden. Das gilt allerdings nur dann, wenn die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ noch nicht erreicht ist. Diese Vergleichsmiete muss anhand des Mietspiegels errechnet werden. In Gemeinden, in denen es keinen Mietspiegel gibt, muss der Vermieter vor einer Erhöhung drei konkrete Vergleichswohnungen nennen oder ein Gutachten vorlegen.

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