"Er hat uns den Mut zurückgegeben"

TSV 1860 feiert Trainer Bierofka

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Nach zwei Siegen aus zwei Spielen und der bevorstehenden Rettung winkt Trainer Daniel Bierofka bei seinem TSV 1860 München der Status des Retters.

Hamburg - 1860 München ist der große Gewinner des 32. Zweitliga-Spieltags. Dank Trainer Bierofka sind die „Löwen“ im Abstiegskampf in einer komfortablen Lage. Vor allem auf seine Joker kann der Coach bauen.

Nach zwei Siegen aus zwei Spielen und der bevorstehenden Rettung winkt Trainer Daniel Bierofka bei seinem TSV 1860 München der Status des Retters. „Biero macht das sehr gut. Er hat uns den Mut zurückgegeben“, lobte Mittelfeldspieler Daniel Adlung nach dem 2:0-Erfolg des Fußball-Zweitligisten beim FC St. Pauli.

Der Trainerwechsel von Routinier Benno Möhlmann hin zu Ex-Profi Bierofka hat sich innerhalb von nur zehn Tagen ausgezahlt. „Wir hatten ein gutes Konzept, das hat man gemerkt. Das gab uns die nötige Sicherheit“, urteilte Kapitän Christopher Schindler.

Bierofka stellt Team in den Mittelpunkt

Bierofka selbst hob nicht sich, sondern seine Spieler in den Vordergrund: „Auf und neben dem Platz sind sie ein Team. Das hat man letzte und diese Woche gesehen“, sagte der 37-Jährige. Vor allem auf seine Joker konnte er sich in beiden Spielen absolut verlassen.

Sicherte das österreichische Duo Michael Liendl und Rubin Okotie den Sieg gegen Braunschweig, war es dieses Mal der eingewechselte Levent Aycicek. Er erzielte in der Schlussphase das 2:0 (88. Minute). „Auch die Jungs, die reingekommen sind, haben Vollgas gegeben“, lobte Bierofka. Das Führungstor schoss Daylon Claasen (9.).

In kürzester Zeit hat Bierofka bei Sechzig eine erstaunliche Wende vollbracht. Nachdem Möhlmann in seinen letzten fünf Partien nur noch einen Zähler geholt hatte, standen die Münchner sogar auf einem direkten Abstiegsplatz. „Vor zwei Wochen waren wir tot, jetzt leben wir wieder“, sagte Bierofka. Die Warnung an sein Team schob er allerdings gleich hinterher: „Noch haben wir nichts erreicht.

Löwenstark! Sechzig siegt bei St. Pauli - Vier 2er und dreimal die 4

Immerhin haben die „Löwen“ Rang 14 erobert. So gut war der Verein in der Tabelle seit dem 3. Spieltag nicht mehr platziert. „Der Sieg war sehr wichtig“, sagte Spielführer Schindler. Doch vor den wegweisenden Wochen nimmt auch der Verteidiger sich und seine Teamkameraden noch einmal in die Pflicht: „Letztendlich haben wir noch nichts erreicht. Jetzt müssen wir auch den letzten Schritt gehen.“

Der Weg zur Rettung führt für Sechzig über zwei direkte Duelle mit Gegnern im Abstiegskampf. Bereits in der kommenden Woche können die Münchner mit einem Heimsieg gegen den SC Paderborn (8. Mai) einen riesigen Schritt machen. Am letzten Spieltag (15. Mai) wartet ein Gastspiel beim FSV Frankfurt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns eine gute Ausgangslage für die beiden letzten Endspiele erarbeitet“, erklärte Adlung.

dpa

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