Innenverteidiger gesucht

Einen wie IHN hätte Eichin gerne für die Abwehr

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Luca Caldirola hat auch auf dem Rasen seine Umgebung immer genau im Visier.

München - Zwei Tage noch bis zum ersten Saison-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld - und die Sorgen beim TSV 1860 werden nicht kleiner. Sport-Geschäftsführer Eichin will dagegen ankämpfen.

Nach Goran Sukalo (34), der wegen einer Knöchelverletzung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen wird, müssen die Löwen nun auch um Jan Mauersbeger (31) bangen. Der Abwehrchef hatte im Training am späten Mittwochnachmittag einen Schlag auf die rechte Wade abbekommen und war am Donnerstag bei Teamarzt Samuel Bonorden in dessen Praxis im Tal. Statt um 16 Uhr mit der Mannschaft zu trainieren, absolvierte Mauersberger eine gesonderte Einheit. 

Thomas Eichin.

Sollte der Vizekapitän nicht fit für die Startelf gegen Bielefeld werden, hätten die Löwen ein echtes Problem. Ersatzmann Rodnei (30) war Runjaic zuletzt nicht gut genug für eine Kadernominierung, Talent Felix Udoukhai (18) soll eigentlich behutsam an die raue Zweitliga-Welt herangeführt werden. Und mit dem Bielefelder Sturmduo Andreas Voglsammer/Fabian Klos kommt am Sonntag bestimmt nicht das schlechteste Angriffspaar der Liga in die Arena. „Wir müssen die richtige Mischung aus Zweikampfstärke und unserer fußballerischen Qualität finden“, sagt Sport-Geschäftsführer Thomas Eichin (49), der seit Wochen nach einem flexibel einsetzbaren Innenverteidiger sucht. 

Ein Typ wie Luca Caldirola schwebt dem Manager vor. Den 25-jährigen Italiener holte Eichin 2013 von Inter Mailand zu Werder Bremen, vergangene Saison war er an Darmstadt 98 ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr soll der Glatzkopf nun Abwehrchef bei Werder werden. Eine Ausleihe von Bremens Offensivmann Lazlo Kleinheisler kommt für Eichin derweil nicht mehr in Frage. Der ungarische EM-Star wäre nur dann eine Option gewesen, wenn der Transfer von Stefan Aigner gescheitert wäre, ließ Eichin gegenüber der tz durchblicken. In der Offensive hätten die Löwen einstweilen keinen Bedarf mehr. 

Dem Bielefeld-Spiel blickt Eichin mit „normaler Anspannung“ entgegen. „Natürlich wollen wir unseren Fans einem Heimsieg schenken“, sagt er. Doch das Wichtigste sei, dass man eine „Entwicklung“ sehe. Eine Entwicklung, die so schnell nicht abgeschlossen sein wird. „Normalerweise“, so Eichin, dauere es „anderthalb Jahre, eine Mannschaft neu aufzubauen. Wir sind überzeugt von dem, was wir tun. Es gibt keine Alternative zur Geduld.“

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