Größter Moment der Freude für Cassalette

Bierofka jubelt über Sieg: "Das war Emotion pur!"

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Daniel Bierofka war emotional bei der Sache.

München - Na also: Mit Daniel Bierofka kam beim TSV 1860 das Glück zurück! Das 1:0 (0:0) am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig war Gold wert im Abstiegskampf, in dem sich der TSV 1860 jetzt wieder auf den Relegationsplatz vorgeschoben hat – nur noch einen Punkt hinter dem FSV Frankfurt und Fortuna Düsseldorf.

Zwei eingewechselte Österreicher sorgten für das Tor zum Sieg. Ecke Liendl – Kopfball Okotie, und die Allianz Arena stand in der 87. Minute kopf.

„Der Rubin ist halt einfach immer für ein Tor gut”, strahlte Präsident Peter Cassalette, war sich dann aber auch schnell wieder dem Ernst der Lage bewusst: „Damit ist noch lange nichts entschieden. Mitte der zweiten Halbzeit habe ich eine Zeit lang auch gar nicht mehr dran geglaubt, dass wir das hier noch gewinnen. Eher Angst gehabt, dass die Braunschweiger uns noch einen reinhauen. Wir waren einfach nicht mehr so gut wie in der ersten Halbzeit.“ In die waren die Löwen – wie von Daniel Bierofka vor seiner Cheftrainer-Premiere versprochen – überaus furios gestartet. Vor allem, weil Valdet Rama aufdrehte wie schon lange nicht mehr.

Rama bester Löwe! Bilder und Noten vom Krimi gegen Braunschweig

5. Minute: Fehler Schönfeld, Rama schnappt sich den Ball, bekommt ihn dann aber nicht an Torhüter Gikiewicz vorbei.

19. Minute: Rama dringt nach schönem Solo in den Strafraum ein, wird aber von Braunschweigs Keeper im letzten Moment gestoppt.

27. Minute: Rama schießt am langen Eck vorbei.

Längst wäre die Führung für die Löwen verdient gewesen, spätestens dann in der 34. Minute als Schindler nach einem Tohuwabohu im Strafraum die Unterkante der Latte traf. Und draußen litt Daniel Bierofka mit. Er tigerte in der Coaching-Zone auf und ab, gestikulierte, zeigte den Spielern an, wo der Ball hin sollte, am liebsten wäre der 37-Jährige wahrscheinlich aufs Spielfeld gelaufen und hätte mitgemacht.

Aufregung nach 40 Minuten, als Mölders von Decarli im Strafraum niedergerissen wurde – kein Elfmeterpfiff. Und Glück wenig später, als Schönfeld nach einem Fehler von Wittek nur den Pfosten traf.

Bis dahin hatten die Braunschweiger eher die Hosen voll gehabt. Besonders ihr Trainer Torsten Lieberknecht. Der verbrachte die Partie wegen einer Magen-Darm-Erkrankung in den Katakomben der Arena, immer nur wenige Meter von der Toilette entfernt.

„Nach der Pause haben wir dann unserem hohen Aufwand in den ersten 45 Minuten Tribut gezollt“, sagte Bierofka, „aber als dann das Tor gefallen ist, das waren Emotionen pur bei mir.“ Auch, weil die Mannschaft sich belohnt hat. Bierofka: „Wir hatten Biss und Aggressivität und haben Laufbereitschaft gezeigt. Das gleich zu erkennen, hat mir schnell die Nervosität genommen.“

Am Freitag geht’s schon weiter auf St. Pauli. „Da fahren wir nach dem Sieg jetzt noch viel selbstbewusster hin“, sagte der Löwen-Coach. Erst mal also alles wieder in Butter bei den Blauen. Und für Peter Cassalette war es nach rund halbjähriger Amtszeit „der größte Moment der Freude, seit ich Präsident bin”. Der Präsident grinsend: „Die Braunschweiger haben wir so was von locker weggehauen…“ 

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