Papa Willi über die weiteren Pläne des Sohnes

Bierofka fixer Löwen-Trainer? So geht's weiter

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Daniel Bierofka (l.) neben Papa Willi.

München - Wir streiten zu Hause viel über Fußball“, hat Willi Bierofka vor einigen Jahren gesagt, als sein Sohn Daniel noch Spieler bei den Löwen war. Seit zwei Wochen ist Bierofka jr. Trainer des TSV 1860, und seitdem ist alles anders.

Zwei Spiele, sechs Punkte seit dem Amtsantritt, die Löwen erst mal aus dem Gröbsten im Abstiegskampf raus – da gibt’s für den Willi, einst selbst Spieler und Trainer bei den Blauen, natürlich überhaupt nichts zu meckern. Und er lässt Daniel auch weitgehend in Ruhe.

„Ich war am Freitag beim Spiel auf St. Pauli, und Daniel und ich haben uns weder im Stadion gesehen, noch hinterher miteinander gesprochen. Nur meine Frau, die ebenfalls dabei war, hat mit ihm auf der Heimreise telefoniert.“

Willi Bierofka genießt und schweigt – und kann auch bestens damit leben, dass für den Sohn in Kürze die Zeit als Cheftrainer wieder der Vergangenheit angehört. „Es geht ja eh nicht anders“, sagt er. „Weil Daniel die Trainerscheine noch fehlen. Aber das ist schon in Ordnung so. Wenn er den Klassenerhalt schafft, dann wäre doch alles super gelaufen. Im Sommer wird Daniel den A-Schein machen, dazu muss er dreimal für eine Woche in die Sportschule nach Hennef und anschließend übernimmt er wieder die U 21.“ Aber das soll’s beileibe nicht gewesen sein. ­Willi Bierofka: „Natürlich will Daniel sich irgendwann für den Lehrgang zur Bundesliga-Lizenz anmelden.“ Könnte also durchaus sein, dass der derzeitige Aushilfs­coach in absehbarer Zeit den Posten des Cheftrainers an der Grünwalder Straße ganz offiziell übernimmt.“

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Dass er’s kann, hat Daniel ­Bierofka bewiesen. „Ich habe es ihm ohnehin zugetraut“, sagt der Vater. „Schon vor der ersten Partie habe ich gesagt, dass drei Siege zur Rettung reichen und dass ich Daniel die auch zutraue.“

Am Sonntag gegen Paderborn soll die Rechnung endgültig aufgehen, Willi Bierofka wird natürlich auf der Tribüne in der Allianz Arena sitzen und diesmal nach dem Spiel bestimmt den Kontakt zu seinem Sohn aufnehmen. Allein schon deshalb, um ihm zum Klassenerhalt zu gratulieren.

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