Minimalziel erreicht

1860 beendet Schwarze Serie - Runjaic: "An Grenze gegangen"

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Trotz der Beendigung der Schwarzen Serie gegen den Karlsruher SC waren die „Löwen“ nicht restlos zufrieden.

München - Nach sechs Liganiederlagen gegen den KSC holt 1860 München wieder einen Punkt. Die Schwarze Serie hat damit ein Ende. Der TSV hätte aber angesichts einer langen Überzahl mehr erreichen können.

Trotz der Beendigung der Schwarzen Serie gegen den Karlsruher SC waren die „Löwen“ nicht restlos zufrieden. Mehr als 30 Minuten spielte der TSV 1860 München in Überzahl, das Tor des Tages gelang der Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic aber nicht. „Ich denke, beide Teams sind heute an ihre Grenzen gegangen. Für diese Umstände haben wir noch ein ganz ordentliches Spiel gesehen“, meinte der 45-Jährige nach dem torlosen Remis am Samstag, wodurch die Münchner erstmals nach sechs Liganiederlagen gegen den KSC wieder zumindest einen Punkt einfahren konnten.

„In der zweiten Halbzeit ist das Spiel langsamer geworden. Es war nicht einfach, die Konzentration hochzuhalten“, resümierte Runjaic eine Woche nach dem Pokalerfolg gegen den KSC. „Nach der Gelb-Roten Karte muss man natürlich die ein oder andere Situation besser ausspielen.“ Rückkehrer Stefan Aigner sah das genauso. „Wir hatten genügend Chancen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben es phasenweise auch wirklich gut rausgespielt. Leider hat es trotzdem nur zu einem Punkt gereicht“, sagte der Kapitän. „Das war unser Minimalziel.“

Es wäre aber mehr drin gewesen nach dem Platzverweis gegen Manuel Torres in der 57. Minute. Die Münchner erhöhten danach zwar den Druck, eine zündende Idee vor 13 246 Zuschauern im Wildparkstadion hatten sie bei hochsommerlichen Temperaturen aber nicht. „Mit einem Sieg stünden wir natürlich ein bisschen besser da, aber wir arbeiten weiter“, sagte der ehemalige Karlsruher Jan Mauersberger. „Wir bleiben ruhig. Wir wissen, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Viele 3er: Bilder und Noten von den Löwen beim KSC

Eine Woche nach dem Duell im DFB-Pokal hatte Runjaic der siegreichen Startelf vertraut. Ein Freistoß von Daniel Adlung nach 53 Minuten war dann noch eine der besseren Torchancen für die Münchner. „Wir waren darauf eingestellt, dass der Gegner etwas kompakter stehen will und dass er nicht versucht, das Zepter in die Hand zu nehmen“, erklärte KSC-Coach Tomas Oral. „Wir haben versucht, ihm nicht zu viel Räume zu geben.“

Das gelang durchaus. Mit vier Punkten nach drei Partien sind die Krisen-„Löwen“ der vergangenen Jahre nun Durchschnitt in der 2. Liga. Nach der Länderspielpause müssen die Münchner am 12. September beim 1. FC Nürnberg beweisen, ob sie mehr oder weniger sind als Mittelmaß.

dpa

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