Bayer-Manager freut sich für Ex-Schützling

Ex-Löwe Völler: "Boenisch hat einen Top-Klub gefunden"

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Sebastian Boenisch.

München - Die Erwartungen in Neuzugang Sebastian Boenisch sind groß bei den Löwen. Sein ehemaliger Manager glaubt, dass der Abwehrspieler bei der Wahl seines neuen Vereins das große Los gezogen hat.

Eine Woche noch bis zum brisanten Spiel der Löwen gegen Fortuna Düsseldorf. Verlieren verboten heißt es vor allem für Trainer Kosta Runjaic, der nach drei Niederlagen aus den jüngsten vier Spielen dringend Punkte braucht, um Druck vom Kessel zu nehmen.

Hilfe bei der Stabilisierung des Trainerstuhls erhoffen sich die Sechziger von ihrer Notverpflichtung Sebastian Boenisch. Der 29-jährige Defensiv-Allrounder, nach seinem Vertragsende bei Bayer Leverkusen zuletzt drei Monate arbeitslos, unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag bis 2018 bei den Löwen und soll am Sonntag (16 Uhr, Livestream bei tz.de) beim Benefizspiel gegen eine Regionalauswahl in Burghausen zum Ersteinsatz kommen. „Ich werde versuchen, mich schnell einzuleben“, sagte Boenisch am Freitag bei seiner offiziellen Vorstellung. „Ich denke, es ist der Plan, dass ich schon gegen Düsseldorf helfen kann.“

Fragt sich nur auf welcher Position. In Leverkusen spielte Boenisch meist linker Verteidiger, doch grundsätzlich, so Runjaic, könne der (ehemalige) Nationalspieler Polens sämtliche Positionen in der Viererkette bekleiden. Sein bislang letztes Pflichtspiel bestritt Boenisch beim 3:3 der Leverkusener in Augsburg am 5. März, zuletzt hielt er sich privat fit. „Ich bin seit elf Jahren Bundesliga-Profi und weiß, wie wichtig es ist, eine gute Basis zu haben“, sagte er am Freitag, ehe er die Zuhörer im Pressecontainer mit einem Scherz erheiterte: „Lars Bender hat mir gestern gratuliert und gesagt, ich soll ihm für die nächsten Jahre einen Platz frei halten. Mal sehen, wie wir das realisieren.“

Im Ernst dürfte ihm Bender eher von der volatilen Stimmung bei 1860 berichtet haben. „Man weiß natürlich, dass es hier erst mal ungemütlich werden kann“, erklärte Boenisch. „Aber vielmehr kann ich dazu nicht sagen. Wir glauben, dass wir hier eine gewisse Ruhe reinbringen und punkten können.“

Freude verspürt auch Rudi Völler. Der Manager von Bayer Leverkusen sagte der Bild: "Ich freue mich, dass Sebastian jetzt einen Top-Klub gefunden hat, nachdem er etwas Geduld aufbringen musste. Ich bin mir sicher, dass er den Löwen mit seiner Erfahrung und Abgeklärtheit helfen wird - wenn er denn fit bleibt." Warme Worte von einem, der es von beiden Seiten betrachtet wissen muss: Völler ist ja bekanntlich Manager von Boenischs Ex-Klub Bayer Leverkusen - und er hat eine Vergangenheit als Löwen-Spieler, auch wenn das schon eine ganze Weile her ist ... (1980 bis 1982). Unter diesen Umständen kann man getreu dem Motto "Einmal Löwe, immer Löwe"  auch in traurigen Zweitliga-Zeiten von den Sechzgern durchaus als "Top-Klub" sprechen.

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