"Richtig kuschelig ist es hier"

Die Löwen sind gerüstet für den Glutofen Wildpark

München – Die Löwen erwarten beim Wiedersehen mit Karlsruhe eine in jeder Hinsicht hitzige Partie. Am Donnerstag gab es einen Vorgeschmack.

Es war ein Test unter Realbedingungen, den der TSV 1860 für die Münchner Presse vorbereitet hatte. „Richtig kuschelig ist es hier“, sagte Sprecherin Lil Zercher, als sie den blechernen Mediencontainer betrat, der sich in der Sonne auf gefühlt 50 Grad erwärmt hatte. Kosta Runjaic an ihrer Seite stand schon nach kürzester Zeit der Schweiß auf der Stirn, und Zercher fuhr fort: „So ähnlich werden die Temperaturen auch am Samstag sein – beim Rückspiel gegen den KSC, wie ich das mal nenne.“

Rückspiel, weil sich beide Teams bereits am Samstag begegnet waren – bei angenehmen Abendtemperaturen in der Münchner Arena. Klimatisch und wohl auch sportlich dürfte das beim Wiedersehen morgen im Wildparkstadion etwas anders werden. „Ich denke, dass es im wahrsten Sinne des Wortes eine hitzige Partie wird“, sagte Runjaic und erinnerte an das Pokal-Duell, das sein Team glücklich mit 2:1 gewonnen hatte: „Karlsruhe ist auf Wiedergutmachung aus, und wir wollen natürlich versuchen, dort etwas mitzunehmen.“ Der Trainer stellt ein paar freie Tage in Aussicht, wenn ihn „Leistung und Ergebnis“ bei erwarteten 36 Grad zufrieden stimmen. Die anstehende Länderspielpause ist schließlich extra lang, weil die Löwen erst am 12. September wieder ran müssen – im Montagabendspiel beim 1. FC Nürnberg.

Wie gewohnt hat der akribische Runjaic nichts unversucht gelassen, um sein Team auf die Hitzeschlacht in Karlsruhe vorzubereiten. „Wir haben zweimal vormittags trainiert“, sagte er: „Und wir haben sehr viel Wert auf Nachbehandlung gelegt. Dass die Jungs viel trinken, sich pflegen lassen. Ich denke, es wird ein Spiel, das am Ende auch über die Mentalität entschieden wird.“ Sprich: „Wie man als Team zusammenarbeitet und wie sehr jeder einzelne bereit ist, für den anderen mitzulaufen und wirklich bis zum Ende Gas zu geben.“

Der Respekt vor dem Glutofen Wildparkstadion scheint hoch zu sein. Da trifft es sich gut, dass zumindest personell alles soweit zum Besten steht. Filip Stojkovic fällt zwar weiterhin aus, doch Fanol Perdedaj war zuletzt ein guter Aushilfs-Rechtsverteidiger. Auch dass Sascha Mölders gestern krank war, wird Runjaic verschmerzen können. Der kantige Mittelstürmer spielte zuletzt nicht mal eine Nebenrolle. Runajic scheint nicht viel mit dem früheren Augsburger anfangen zu können, der nebenbei noch einem Job als Landesligatrainer in seinem Wohnort Mering nachgeht.

Über das gemeinsame Ziel für morgen sagte er: „Wir haben den Anspruch, unsere Leistung aus den letzten beiden Spielen zu bestätigen – oder sogar noch besser dazustehen.“ Schon nach handgestoppten 4:34 Minuten beendete er seine Ausführungen in der Hitzebox. Seine Löwen werden das morgen über 90 Minuten aushalten müssen.

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