Ex-Löwe über den neuen 1860-Trainer

Halfar schwärmt von Runjaic: "Glückwunsch, Sechzig!"

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Daniel Halfar (l.) kann nur Gutes über Kosta Runjaic sagen.

München - Die Nachricht erreichte Daniel Halfar (28) auf dem Weg in den Kreta-Urlaub. „Ich kann 1860 und die Fans nur beglückwünschen, dass Kosta Runjaic neuer Trainer wird“, sagte der Ex-Löwe im Interview.

Warum der Lautern-Spielmacher so viel von Runjaic hält und auf welche Spielweise sich die Sechziger freuen dürfen, verrät Halfar im Exklusiv-Interview.

Daniel, was war Ihr erster Gedanke, als Sie von der Einigung zwischen 1860 und Kosta Runjaic erfahren haben?

Halfar: Ich habe mich einfach nur gefreut. Für 1860, dass sie einen so guten neuen Trainer bekommen – und für Kosta Runjaic selbst, dass er wieder arbeiten und angreifen kann.

Dabei haben Sie Runjaic in Lautern nur für acht Ligaspiele plus eine Pokalpartie erlebt, bevor er hinschmiss.

Halfar: Das stimmt. Wir haben leider nicht die Ergebnisse geliefert, die er gebraucht hätte. Aber dafür konnte er nichts. Es waren krasse individuelle Fehler dabei, wir waren in den meisten Spielen die dominierende Mannschaft. Aber am Ende ist Fußball eben Ergebnissport, da zählt nur, was auf der Tabelle steht.

Stimmt es, dass sie auch wegen Runjaic von Köln nach Lautern gewechselt sind?

Halfar: Ja, der Trainer war der entscheidende Faktor. Mir hat seine Art des Fußballs gefallen. Das ist genau die Spielweise, die mir auch zusagt.

Kurze Stilbeschreibung?

Halfar: Viel Ballbesitz, den Gegner mit Pass-Stafetten dominieren, offensiv verteidigen.

Klingt nach Guardiola-Fußball.

Halfar: Ich will jetzt keine Vergleiche anstellen, das Ganze hängt natürlich auch immer von den Spielern ab, die dir zur Verfügung stehen. Aber seine Grundidee ist offensiv, mehr agieren als reagieren. Blöderweise haben wir zu viele Spiele hergeschenkt. Ich kann nicht für alle sprechen, aber der Großteil der Mannschaft war enttäuscht, als er gegangen ist.

Wie war Runjaic in der täglichen Arbeit?

Halfar: Ich kann wirklich nur Positives berichten. Er ist ein umgänglicher Typ und fachlich sehr kompetent. Das Training ist akribisch und abwechslungsreich gestaltet. Und auf dem Platz weiß jeder Spieler im Detail, was er zu tun hat.

Als Motivator…

Halfar: …ist er top! Er weiß, wie er die Mannschaft anstacheln muss, aber er bleibt immer sachlich. Ich würde schon sagen, dass er ein Kumpeltyp ist, aber bei den Entscheidungen steht das Leistungsprinzip immer an oberster Stelle.

Servus! Der neue Trainer ist da - Bilder

Bei 1860 kann eine gewisse Härte nicht schaden.

Halfar: Ja, der Verein ist nicht ganz einfach (lacht). Die Erwartungen sind hoch, es herrscht immer Aufregung, damit musst du umgehen können. Aber ich denke, dass Kosta Runjaic weiß, worauf er sich in München einlässt. Er ist durchsetzungsstark und kann auch dazwischenhauen. Ein guter Fang für Sechzig!

Sie klingen, als würden Sie am liebsten morgen wieder zu 1860 wechseln.

Halfar: Weil ich einen guten Draht zum Trainer habe? Nein, mein Vertrag in Kaiserslautern läuft noch zwei Jahre, ich fühle mich auch wohl hier. Aber man soll bekanntlich niemals nie sagen.

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Interview: Ludwig Krammer

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