"Endlich werden die Dinge angepackt"

Bülow: Ismaik geht es richtig an

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Nach den Abgängen von Schindler und Stahl ist -Bülow der dienstälteste Löwe.

Bad Waltersdorf - Kai Bülow will auch in der kommenden Saiso Druck spüren - aber durchweg positiven. Den von Hasan Ismaik eingeschlagenen Kurs begrüßt der nun dienstälteste Löwe.

Nach den Abgängen von Christopher Schindler und Dominik Stahl ist Kai Bülow nun der mit Abstand dienstälteste Spieler beim TSV 1860. Das drückt sich natürlich auch in Zahlen aus. 150 Zweitligapartien im blauen Trikot – damit kann kein anderer Löwe aus dem derzeitigen Kader auch nur annähernd mithalten. Elf Tore gelangen dem Abwehrspieler in Liga zwei zudem, doch ausgerechnet in der Saison (2014/15), in der ihm sein wichtigster Treffer glückte, war Bülow zuvor die gesamte Spielzeit lang leer ausgegangen. Wir sprechen vom Last-Minute-Treffer in der Relegation gegen Holstein Kiel. Seitdem gilt Kai Bülow bei den Löwen-Fans als Held und Retter.

Trotzdem würde der 30-Jährige gern auf eine Wiederholung verzichten. Und auch auf eine Saison wie die vergangene. „Gegen den Abstieg zu spielen, ist einfach eine schwierige Sache“, spricht Bülow aus reichlich Erfahrung. „So toll das Gefühl auch sein mag, wenn du es dann am Ende doch geschafft hast, ich wünsche mir endlich eine Saison mit positivem Druck.“

Bilder: Hanteln und Seile statt Fußbälle für die Löwen

Wenn das sportliche Geschehen auf dem Rasen zu wünschen übrig lässt, laufen parallel zwangsläufig auch immer personelle Wechsel einher. Bülow: „Ich habe die Trainer wirklich nicht gezählt, die ich in den sechs Jahren hier hatte, auch nicht die Sportchefs und Geschäftsführer. Ich lass das alles gar nicht an mich ran, sondern versuche meinen Job zu machen. Den Sport in den Zeitungen lese ich nicht, und in den sozialen Netzwerken bin ich, was den Fußball betrifft, ebenfalls nicht unterwegs. Allein die unqualifizierten Kommentare, die es dort gibt. Jeder darf ungefiltert seine Meinung kundtun.“

Bülow sieht positive Ansätze

Ist nicht sein Ding. Was beim TSV 1860 passiert, allerdings schon. Und da glaubt Bülow durchaus positive Ansätze zu erkennen. „Es gibt einen Unterschied zu früheren Zeiten“, sagt er, „nämlich dass Hasan Ismaik beschlossen hat, das Thema Fußball richtig anzugehen. Dazu gehören die Renovierung der Trainingsplätze und des Kraftraums, aber auch die Installation eines professionellen Trainerstabs. Über diese Themen wurde zwar in den vergangenen Jahren auch immer geredet, aber jetzt werden die Dinge endlich angepackt.“

Was sich geändert hat unter Trainer Kosta Runjaic und seinen Assistenten? „Die Trainingsumfänge sind erhöht worden“, sagt Bülow. „Selbst eine Regenerationseinheit dauert zwei Stunden.“ Alles durchaus sehr anstrengend. Aber war das bei Ricardo Moniz nicht ganz genauso? Bülow verneint: „Bei Moniz war es anders anstrengend. Da waren die Einheiten aber nicht so aufeinander abgestimmt. Seine Philosophie sah so aus, dass er sechs Wochen lang durchgepowert hat und der Puls bei uns allen immer auf 100 war.“

Was die neue Saison unter Trainer Runjaic bringen wird, wagt Bülow nicht zu prophezeien: „Der Kader ist ja noch lange nicht komplett, wie man hört. Da gibt es wirklich noch überhaupt kein Gefühl dafür, was wird.“

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