Löwen baggern außerdem an Stoppelkamp

Trainersuche: 1860 will Slomka - doch es gibt ein Problem

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Mirko Slomka kennt Löwen-Sportchef Oliver Kreuzer aus gemeinsamen Zeiten beim HSV.

München - Die Trainersuche beim TSV 1860 darf als beendet angesehen werden. Nach tz-Informationen ist die Wahl auf Mirko Slomka gefallen – was aber noch nicht bedeutet, dass der 48-Jährige es auch wird.

Denn noch fehlt die Zustimmung von Hasan Ismaik, der an sein Okay gewisse Bedingungen geknüpft haben soll. Es heißt, dass der Investor und Gesellschafter personelle Veränderungen im Verwaltungsrat fordet – und zwar mindestens drei –, ebenso wie die sofortige Ablösung von Geschäftsführer Markus Rejek. Diesen hatte Ismaik ja bereits auf der Fanversammlung in Rudelzhausen Anfang des Jahres zum Abschuss freigegeben. Und nur wenn Ismaiks Wünsche zu dessen Zufriedenheit ausfallen, soll er auch bereit sein, weiteres Geld zur Verfügung zu stellen, das für die Verstärkung des Kaders verwendet werden kann.

Entscheidung soll Ende der Woche fallen

„Natürlich benötigen wir die Zustimmung der Gesellschafter, was die Trainerfrage betrifft“, erklärte Sportchef Oliver Kreuzer am Sonntag, ohne zu bestätigen, dass Slomka, mit dem er bereits beim Hamburger SV zusammengearbeitet hat, derjenige ist, welcher. Bereits nach der Trennung von Benno Möhlmann sei Slomka von Kreuzer als „Retter“ eingeplant gewesen, dann aber entschied man sich doch für die kostengünstigere Lösung mit Daniel Bierofka.

Ende dieser Woche, so hofft Kreuzer, könne er den Namen des neuen Trainers öffentlich machen. Die Zeit drängt. Kreuzer: „Die neuen Spieler, die wir im Auge haben, wollen ja auch wissen, wer Trainer wird, bevor sie uns zusagen.“

Kehrt Stoppelkamp zu den Löwen zurück?

Unter den Kandidaten befindet sich nach tz-Informationen auch Moritz Stoppelkamp, der am Sonntag mit dem SC Paderborn in die 3. Liga abgestiegen ist. Der 29-jährige Offensivmann stand ja bereits von 2012 bis 2014 beim TSV 1860 unter Vertrag, wurde aber vom damaligen Sportchef Gerhard Poschner als nicht länger verwendungsfähig eingeschätzt.

Stoppelkamp sei „zu eigensinnig“, urteilte ­Poschner vor zwei Jahren, dabei war der Außenstürmer damals mit 13 Torvorlagen bester Assist­geber bei den Löwen. Oliver Kreuzer hat eine andere Meinung von Stoppelkamp, der ablösefrei zu haben wäre. „Das ist ein guter Spieler, klar, dass man da hinguckt“, sagte er. Und es soll auch bereits eine Kontaktaufnahme zu „Stoppel“ in Sachen möglicher Rückkehr gegeben haben. Vor gut einer Woche nach der Partie gegen den SC Paderborn, als die Löwen den Klassenerhalt über die Bühne gebracht hatten.

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Am Sonntag nach der 1:2-Niederlage beim FSV Frankfurt bat Kreuzer die Mannschaft noch zu einem kurzen Gespräch. „Es gab noch ein paar Dinge anzusprechen“, sagte er. „Zum Beispiel, dass es schon eine miserable Saison war.“ Trotz des Klassenerhalts. „Aber wenn man fünf Trainer in einer Saison beschäftigt, dann hat man schon was falsch gemacht.“ Auch die Pleite zum Abschluss beim Absteiger sah der Sportchef als „ärgerlich“ an: „Nachdem wir in Führung gegangen sind, haben die Spieler offenbar geglaubt, dass sie auch mit einer mäßigen Leistung noch gewinnen können…“

Einer, der in dieser Saison 17 Tore für Union Berlin geschossen hat und bei den Löwen vor eineinhalb Jahren in die U 21 abgeschoben worden war, wechselt jetzt für dreieinhalb Millionen Euro zum Hamburger SV: Bobby Wood. 800 000 Euro hat der TSV 1860 vor einem Jahr für den US-Stürmer erhalten, und es heißt, dass die Löwen zum Teil auch an dem jetzigen Transfer nach Hamburg noch partizipieren. „Ich glaube, ja“, sagte Kreuzer, wollte aber eine exakte Summe nicht verraten.

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tz

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