Volle Konzentration gilt der Trainersuche

Kreuzer: Ende der Woche soll der Neue feststehen

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Oliver Kreuzer.

München - Mit einer Niederlage verabschieden sich die „Löwen“ in die Sommerpause. Oberste Priorität hat die Trainersuche, die möglichst bis zum Ende dieser Woche abgeschossen sein soll.

Nach dem letzten Spiel der Saison können sich die „Löwen“ ganz der wichtigsten Personalie für die neue Saison widmen. Bis Ende der Woche, so kündigte es Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem 1:2 beim FSV Frankfurt an, soll die Suche beim TSV 1860 München nach einem neuen Trainer abgeschlossen werden. Endlich soll der Mann gefunden werden, mit dem der Fußball-Zweitligist einmal nicht zittern muss. Benno Möhlmann, der erst im Oktober für Torsten Fröhling ins Amt gehoben worden war, wurde im April wieder freigestellt.

Kandidaten für die Trainer-Nachfolge beim Traditionsclub wurden in den vergangenen Wochen einige gehandelt. Über Mirko Slomka, früherer Coach des FC Schalke, von Hannover 96 und des Hamburger SV, wurde schon spekuliert, ebenso über den aktuellen Grazer Trainer Franco Foda. Auch der Name von Jos Luhukay, einst Aufsteiger mit Augsburg, Gladbach und Hertha, fiel schon. Eine zeitnahe Entscheidung in der Königspersonalie ist mit Blick auf die Kaderplanung notwendig.

Sechzig unterliegt Frankfurt - nur einmal Note drei

Beim letzten Spiel der nächsten Zittersaison, in der die Münchner ein Jahr nach dem Relegations-Krimi wenigstens vorzeitig die Rettung feiern durften, coachte Denis Buschujew als Cheftrainer das Team. „Wir waren von Anfang an nicht im Spiel und viel zu passiv. Die paar guten Aktionen, die wir in der 2. Halbzeit hatten, wurden nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Insofern war der Sieg für Frankfurt heute verdient“, haderte der Trainer, der anstelle von Daniel Bierofka den Posten inne hatte. Die Ausnahmeregelung für Retter Bierofka war ausgelaufen.

Vor 12 542 Zuschauern am ausverkauften Bornheimer Hang brachte Valdet Rama die Gäste am Sonntag in der 48. Minute in Führung, aber Edmond Kapllani (56./88.) drehte die Partie mit zwei verwandelten Foulelfmetern. Die „Löwen“ beendeten die Partie nach Gelb-Rot für Maximilian Wittek (82.) zu zehnt. Die Saison beenden die Münchner auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Liga. Frankfurt stieg trotz des Erfolges in die 3. Liga ab.

„Das ist bitter, dass es trotz des Sieges nicht gereicht hat. Wir wünschen dem FSV auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg alles Gute“, sagte Buschujew. Als 17-Jähriger war der gebürtige Russe Buschujew ausgerechnet vom FSV-Coach Falko Götze nach Deutschland geholt worden.

Die rund 6000 „Löwen“-Fans feierten in Frankfurt überschwänglich den Klassenverbleib und brannten dabei auch Feierwerkskörper ab. Dem Verein droht nun eine Geldstrafe, er hatte schon wiederholt für Fan-Verfehlungen zahlen müssen.

dpa

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