Vor dem Derby am Montag

Nürnberg-Coach: Ansage in Richtung Löwen

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Nürnberg-Coach Alois Schwarz steht jetzt schon unter Druck.

München - Alois Schwartz steht beim 1. FC Nürnberg schon am 4. Spieltag vor einem Schlüsselspiel. Gegen die besser gestarteten Münchner „Löwen“ fordert der neue Trainer Wiedergutmachung und den ersten Saisonsieg.

Alois Schwartz weiß, dass er mit dem 1. FC Nürnberg im brisanten Derby gegen den TSV 1860 München unbedingt liefern muss. Zwei Wochen schleppten die „Club“-Profis und ihr neuer Trainer die heftige Klatsche von Braunschweig mit sich herum. „Nach einem 1:6 kann man natürlich nicht einfach so zum Alltag übergehen“, berichtete Schwartz. der 49-Jährige formulierte für das Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Montag (20.15 Uhr/Sport1 und Sky) ein klares Ziel: „Wir wollen nach dem Spiel vor 1860 stehen.“

Das kann nur mit einem Sieg gelingen. Denn mit zwei Punkten aus drei sieglosen Partien rangieren die Franken in der Tabelle hinter den mit vier Zählern ordentlich gestarteten „Löwen“. Die runderneuernten Sechziger mit ihrem neuen Coach Kosta Runjaic wollen aber gleichfalls im Frankenstadion nachlegen. „Wir müssen auch mal auswärts gewinnen, am besten gleich in Nürnberg“, erklärte Kapitän Stefan Aigner.

Dann hätten die „Löwen“, die an den ersten vier Spieltagen gleich dreimal auswärts antreten müssen, einen Topstart hingelegt, wie Aigner betonte. 1860 brennt auf die Prüfung vor rund 30 000 Zuschauern, die erwartet werden. „Die Spiele am Montagabend sind immer geil“, meinte Mittelfeldspieler Daniel Adlung, der als gebürtiger Fürther besonders heiß auf die Dienstreise nach Franken ist.

Schwartz will derweil ein „Club“-Team auf dem Rasen sehen, dass ganz anders agiert als beim Untergang in Braunschweig. Es soll „kompakt stehen, als Einheit auftreten und aggressiv agieren“, forderte der schon früh unter Druck stehende Coach. In der Abwehr muss er Georg Margreitter ersetzen. Der Innenverteidiger aus Österreich zog sich eine Syndesmosebandverletzung zu und ist bereits operiert worden. Der Eingriff am Fuß sei „erfolgreich verlaufen“, berichtete Schwartz.

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„Wir haben gute Alternativen“, sagte der 49-Jährige. Allerdings mochte er nicht verraten, wen er ins Abwehrzentrum stellt. Die Kandidaten sind der 27 Jahre alte norwegische Nationalspieler Even Hovland und die erst 19 Jahre alte Nachwuchskraft Lukas Mühl.

Im Angriff dürfte Schwartz neben Guido Burgstaller auf Neuzugang Tim Matavz vom FC Augsburg setzen. „Ich freue mich darauf, regelmäßig zu spielen und wieder in den Rhythmus zu kommen“, sagte Matavz. Der Slowene hatte immerhin beim gewonnenen Test gegen den FC Ingolstadt auf Anhieb getroffen. „Tim ist einfach noch ein Spielertyp, den wir vorne gebraucht haben, weil wir mit vielen langen Bällen agieren“, sagte Tim Leibold, der wieder mal ein „brisantes Derby“ erwartet.

Mittelfeldspieler Enis Alushi kennt 1860-Coach Runjaic noch gut aus der gemeinsamen Lauterer Zeit und warnte: „Er will vieles spielerisch lösen. 1860 hat große Individualisten. Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel.“ Die „Löwen“ reisen entschlossen ins Frankenland. „Wir haben sehr intensiv gearbeitet“, berichtete Adlung über die Länderspielpause. „Wir sind sehr gut vorbereitet. Wir müssen konzentriert unseren Plan umsetzen“, sagte der Franke. „Dann sehe ich gute Chancen, dass wir in Nürnberg punkten.“

dpa

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