Sieg ließe Kasse klingeln

Sechzig im Pokal gegen Bochum: Tore für Ismaik

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Rotiert wieder in die Startelf: Torhüter Stefan Ortega darf absprachegemäß im DFB-Pokal ran.

München - Die Chance auf das Pokal-Viertelfinale ist da für die Löwen! Mit einem Erfolg über Bochum könnte das Geld für Winter-Einkäufe eingenommen werden.

Benno Möhlmann setzt ganz auf den sportlichen Ehrgeiz seiner Mannschaft. "Im DFB-Pokal unter die besten Acht zu kommen, ist etwas Außergewöhnliches. Die Chance ist da - und die Spieler sehen das. Die Jungs wollen weiterkommen", sagt der Trainer des TSV 1860 vor dem Achtelfinalspiel gegen den VfL Bochum am Mittwoch (20.30 Uhr, Allianz Arena/ hier im Live-Ticker).

Normalerweise ist es ja eine Selbstverständlichkeit, im Pokal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Nur stecken die Sechziger bereits tief drin im Abstiegskampf und damit auch in einem Dilemma. Vier Tage vor der letzten Partie dieses Jahres (Sonntag bei Tabellenführer SC Freiburg) kommt somit solch ein Pokal-Duell - vorsichtig ausgedrückt - eher ungelegen. Möhlmann sagt dennoch: "Ich glaube, dass man sich davon frei machen kann und dass die Jungs nicht an die Situation denken, die in den Monaten nach der Winterpause auf uns zukommt."

Alle Konzentration also auf den DFB-Pokal. Den Löwen ist das in dieser Saison zweimal bereits bestens gelungen: Gegen die Erstligisten TSG Hoffenheim (2:0) und FSV Mainz (2:1). Die Aussichten für das Duell gegen den Zweitligisten VfL Bochum schätzt Möhlmann so ein: "Es wird eine verdammt schwere Aufgabe, sie ist aber trotzdem machbar."

Zwei bis drei Neue sollen kommen

Ein weiteres Erfolgserlebnis wäre allein schon insofern erstrebenswert, als eine hübsche Summe auf dem Spiel steht. Eine Million Euro gibt es für das Weiterkommen, hinzu kommen ein Teil der Zuschauereinnahmen; erwartet werden rund 20.000 Besucher. Die nicht einkalkulierte finanzielle Zugabe würde es auch erleichtern, Möhlmanns Weihnachtswünsche zu verwirklichen. "Die ganze Mannschaft hat das Gefühl, dass wir noch zwei, drei gute Leute gebrauchen könnten", betont der Coach.

Denkbar wäre hierbei auch, dass 1860-Gesellschafter Hasan Ismaik sich für Transfer-Präsente erwärmen kann. Der Jordanier wird am Mittwoch höchstpersönlich in der Allianz Arena erwartet. Insofern wäre es für die Sechziger doppelt wichtig, Eigenwerbung zu betreiben und damit den Geldgeber freundlich zu stimmen.

Mlapa kehrt zurück nach München

Auf einen alten Bekannten treffen die Löwen zudem auf dem Spielfeld. Mit acht Jahren kam Peniel Mlapa einst zum TSV 1860, profilierte sich als Ausnahmetalent, bestritt insgesamt 31 Junioren-Länderspiele. Mit 19 Jahren wechselte der Stürmer in die Bundesliga - doch weder in Hoffenheim noch in Mönchengladbach gelang es ihm, Fuß zu fassen, auch sein Engagement beim 1. FC Nürnberg verlief glanzlos.

Beim VfL Bochum scheint der Ex-Löwe nach langer Durststrecke wieder in Schwung zu kommen. Zwei seiner bislang fünf Saisontore erzielte er zuletzt beim 4:0-Sieg über Paderborn. Sein Gastspiel in München verbindet Mlapa auch mit nostalgischen Gefühlen: "Es ist schön, wenn man gegen seinen alten Verein spielen darf", wird er im Löwenmagazin "Sechzig" zitiert. Die Wiedersehensfreude hat für den Profi allerdings ihre Grenzen. Sein Weihnachtswunsch lautet: "Ich will gegen die Löwen gewinnen."

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