Weltweites Ranking

Real, Barca und 1860: Löwen in der Nachwuchsarbeit top

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Einst jubelte er im Löwenrudel - heute mischt er mit Dortmund die Champions League auf: Julian Weigl (li.)

München - Einmal im Jahr kürt das „CIES Football Observatory“ diejenigen Vereine, die die beste Jugendarbeit machen. Dieses Jahr überrascht das Ranking: Die Löwen sind nämlich der drittbeste in Deutschland.

Riesen-Auszeichnung für die Jugendarbeit der Löwen: Die Giesinger arbeiten hervorragend im Nachwuchs - um das zu erkennen, reicht Wochenende für Wochenende ein Blick auf die Aufstellungen der Bundesligisten. Jetzt hat 1860 den Status als Top-Nachwuchsschmiede auch schriftlich. Denn: In einem internationalen Ranking schneiden die Blauen großartig ab.

Julian Weigl ist zweifelsohne der ehemalige Jung-Löwe, der momentan am meisten für Furore sorgt. Mit Borussia Dortmund machte er am Mittwoch den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale perfekt - und trumpft auch in der Bundesliga auf. Das Beispiel Weigl zeigt: Die Löwen-Nachwuchsarbeit funktioniert.

In den vergangenen Jahren brachte sie immer wieder Talente hervor, die national und international erfolgreich wurden. Die Bender-Zwillinge, Fabian Johnson, Julian Baumgartlinger, Kevin Volland, Bobby Wood, der angesprochene Weigl und viele andere durchliefen die Löwen-Talentschmiede. Die starke Jugendarbeit der Blauen zahlt sich jetzt aus: Beim diesjährigen weltweiten Ranking der besten Nachwuchsakademien schnitt 1860 als 30. - und damit drittbester deutscher Verein ab. Nur die Bayern (20.) und Bayer Leverkusen (25.) stehen noch besser da.

Löwen-Nachwuchs als Vorbild für Top-Klubs

Beim „CIES Football Observatory“ wird ermittelt, wie viele aktuelle Spieler aus den fünf besten europäischen Ligen in ihren jungen Jahren bei den jeweiligen Vereinen spielten. Die Löwen kommen auf eine Zahl von insgesamt 15. Spitzenreiter im Ranking ist Real Madrid (41), gefolgt vom FC Barcelona (37) und Manchester United (34). Etwas verfälscht wird das Ranking, weil auch Spieler zählen, die erst im Laufe ihrer Entwicklung vom Verein verpflichtet wurden. Wichtig ist hierbei nur, dass sie im Alter zwischen 15 und 21 für mindestens drei Spielzeiten im Verein gespielt haben. Das heißt: Die Topteams haben viele Spieler, die ihren Wert nach oben treiben, erst später geholt. Außerdem wird unterschieden, ob ein Spieler noch im Verein ist oder mittlerweile woanders spielt.

Fakt ist: Viele Vereine weltweit sollten sich eine Scheibe von der Löwen-Nachwuchsarbeit abschneiden. 1860 ist der einzige Zweitligist in den Top-30 - und dem FC Bayern dicht auf den Fersen. Die brachten in den vergangenen Jahren „nur“ 18 Talente hervor. Das freut die Blauen - und ärgert die Roten.

mae

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