1860-Keeper mahnt zur Geduld

Zimmermann: "Wir müssen an diesem Mangel arbeiten"

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Jan Zimmermann kam im Sommer aus Heidenheim zu 1860.

München - Jan Zimmermann, Keeper des TSV 1860, mahnt trotz der unbefriedigenden Lage der Löwen zur Geduld. Die Stimmung sei gut, die Arbeit konzentriert. Nur eine Sache müsse sich zeitnah ändern.

Es ist ein Problem, das den TSV 1860 seit Jahren begleitet und schon von unterschiedlichen Personen angemerkt und bemängelt wurde. Die Löwen sind zu leise! Das bemerkt auch Torhüter Jan Zimmermann, der selbst eher zur energischeren Sorte Spieler gehört.

"Grundsätzlich ist das eine Typfrage", gibt der 31-Jährige im Interview mit dieblaue24.de zu bedenken: "Der eine Spieler ist introvertiert, der andere extrovertiert. Wir müssen an diesem Mangel arbeiten - und es ist richtig, dass der Trainer das anspricht. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Wenn wir uns in drei, vier Wochen nochmal unterhalten, sollten wir schon lauter geworden sein - weil wir uns damit selbst helfen. Es geht nicht darum, seinen Kollegen anzuschnauzen, sondern mit Kommandos zu helfen."

Die Unruhe, die rund um die Löwen nach vier sieglosen Spielen in Serie aufgekommen ist, merkt Zimmermann Trainer Kosta Runjaic überhaupt nicht an. Auch die Stimmung im Team sei nicht so schlecht, wie man vermuten könnte. "Es herrscht alles andere als eine frostige Kälte in der Kabine. Zwischen uns und den Trainer passt kein Blatt Papier. Wir sind eine Einheit - auch in schlechteren Phasen wie aktuell." Man sei von dem eingeschlagenen Weg überzeugt.

Zimmermann mahnt, dass es ein langfristiges Projekt sei, das bei 1860 verfolgt werde. "Ich denke, dass es noch keiner geschafft hat, etwas in zwei oder drei Monaten zu formen. Wer uns im Training sieht, mit welcher Intensität wir trainieren, sollte dem Projekt Zeit geben."

Dann werden auch die Automatismen im Team besser funktionieren. Diesen Vorteil sieht der Torhüter bei seinem Ex-Verein, der vor dem TSV 1860 in der Tabelle steht und mit wenig Mitteln immens viel geschaffen hat. "Der große Vorteil des FC Heidenheim ist die Eingespieltheit", erklärt er. "Die Mannschaft ist seit dem Aufstieg quasi im Kern die gleiche. Das kann man gegen nichts aufwiegen. Da sind Mechanismen und Abläufe drin, die können bei uns noch nicht funktionieren."

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