1860-Boss im tz-Interview

Mayrhofers Ziel: "Gesund in der 1. Liga!"

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Präsident Gerhard Mayrhofer (l.) und der neue Geschäftsführer Markus Rejek.

München - 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer spricht im tz-Interview über die Stimmung in der Mannschaft, den Sex-Appeal des TSV und seine Ziele mit den Löwen bis 2016.

Neuer Geschäftsführer, neue Spieler - es hat sich einiges getan beim TSV 1860 in der Winterpause. Stück für Stück will Präsident Gerhard Mayrhofer den Klub umbauen, alte Seilschaften kappen. Das tz-Interview mit dem Oberlöwen.

Herr Mayrhofer, Sie haben sich in Belek einen Eindruck von der Mannschaft gemacht. Wie fällt Ihr Urteil aus - speziell über die beiden Neuen, Yuya Osako und Markus Steinhöfer?

Gerhard Mayrhofer: Das fachliche Urteil überlasse ich gerne unserem Trainer, Friedhelm hat da ja bereits einige Dinge angesprochen. Ich hatte in Belek den Eindruck, dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist, dass unsere beiden bisherigen Neuverpflichtungen echte Verstärkungen sind. Mein Gefühl sagt mir, dass da was zusammenwächst.

Der neue Geschäftsführer Markus Rejek hat mit seiner Aussage, der TSV 1860 habe mehr Sex als der FC Bayern, eine erste Duftmarke gesetzt. Wie fanden Sie den Spruch?

Mayrhofer: Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie ein Wort aus einem langen Gespräch gerne zum Anlass genommen wird, eine Geschichte daraus zu machen. Uns geht es nicht im Entferntesten darum, uns mit dem FC Bayern zu vergleichen, das wäre völlig absurd. Wir wollen eine eigenständige Position als Verein haben, und genau darum ging es Markus bei seiner Aussage.

Auch der sportliche Bereich soll neu ausgerichtet werden. Was bedeutet das für Florian Hinterberger?

Mayrhofer: Wir sind in Gesprächen, was die neue Ausrichtung angeht. Haben Sie bitte Verständnis, aber mehr will ich dazu nicht sagen, da wir in der Öffentlichkeit keine Personaldebatten führen. (In einem SZ-Gespräch sagte Mayrhofer über Trainer Friedhelm Funkel: "Friedhelm ist ein großes Geschenk. Es ist nur logisch, dass er bei uns die sportlichen Geschicke in der Hand hält. Und dass er im sportlichen Bereich derjenige ist, der bei uns das Sagen hat.“

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Viele Fans haben für diesen Winter den ganz großen Wurf, sprich ein neues großes Investment von Hasan Ismaik erwartet. Sie sprachen davon, dass im finanziellen Sinne zunächst einmal die Blutung gestoppt werden müsse. Wie darf man diese Aussage verstehen?

Mayrhofer: Wir befinden uns auf einem Konsolidierungskurs und haben noch einige Baustellen zu bewältigen. Ich halte es für völlig falsch, von großen Investments zu sprechen, solange wir aus eigener Kraft unser operatives Geschäft noch nicht in die richtige Richtung bewegt haben. Große Investments machen erst dann Sinn, wenn sie auf fruchtbaren Boden fallen. Die Zeiger, sprich Zuschauerzahlen, Business-Seat- und Sponsoring-Einnahmen müssen zuerst nach oben gehen. Dazu braucht es natürlich auch sportlichen Erfolg.

Sollten die Umsätze tatsächlich steigen, welcher Schritt ist dann für den Sommer geplant?

Mayrhofer: Darüber sprechen wir intensiv und vertraulich mit Hasan Ismaik. Der Aufstieg wäre für beide Gesellschafter ein gutes Geschäft. Jetzt kommt ja hoffentlich erst mal der Frühling mit tollen Löwen-Spielen.

Was wollen Sie zum Ende Ihrer ersten Amtszeit 2016 geschafft haben? Wie soll 1860 dastehen?

Mayrhofer: Als ein gesunder Verein, der in der Ersten Bundesliga spielt. Das ist unser aller Ziel, für das wir all unsere Energie in die Waagschale werfen.

Interview: lk

Ludwig Krammer

Ludwig Krammer

E-Mail:Ludwig.Krammer@tz.de

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