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Mayrhofer: "Banner hatten ihre Berechtigung"

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Von: Ludwig Krammer

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Gerhard Mayrhofer hat verständnis für den Unmut der Fans, wie rechts oben im Banner ausgedrückt. © sampics/Weiß

München - Der Klassenerhalt ist geschafft - anonsten gab's nach dem Bielefeld-Spiel wenig Positives. Präsident Mayrhofer äußert Verständnis für den Unmut der Fans im Stadion.

Immerhin: Der Klassenerhalt ist dem TSV 1860 seit dem 2:1 gegen Bielefeld nicht mehr zu nehmen. Damit hatte es sich aber auch schon mit guten Oster-Nachrichten von den Löwen. „Die zweite Halbzeit war zumindest ein positiver Aspekt“, kommentierte Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner das Gesehene. „Aber ich will auch nicht wegdiskutieren, dass überall noch Luft nach oben ist.“ Kann man so sehen.

Große Löcher im Spiel und auf der Tribüne

Das Abwehrverhalten der Sechziger war einmal mehr grotesk schlecht. Was Moritz Volz (dieses Mal als Rechtsverteidiger) und Vallori-Ersatz Kai Bülow ablieferten, hatte phasenweise echte Slapstick-Qualitäten. Auf der Doppelsechs mühten sich Julian Weigl und Yannick Stark mehr schlecht als recht. Und an vorderster Front hat sich Yuya Osako dem Niveau inzwischen gut angepasst. Einzig der unermüdlich anlaufende Daniel Adlung verdiente sich am Karsamstag das Prädikat brauchbar.

„Wir wussten, dass es ein dreckiges Spiel wird, wichtig waren nur die drei Punkte“, sagte der Schütze des 1:0 und sparte trotzdem nicht mit Kritik am taktischen Verhalten: „Wir haben vorne gepresst und sind nicht nachgerückt, so sind große Löcher entstanden.“

Die sind auf den Tribünen der Arena längst die Regel. Offiziell 15 100 Zuschauer wurden gegen Bielefeld vermeldet. Anwesend waren vielleicht zwei Drittel davon.

Umso auffälliger waren die Spruchbänder.

Deutliche Worte auf 1860-Fan-Bannern: Bilder

Bei den Spielern kamen die Botschaften unterschiedlich an. Chris Schindler meinte: „Solche Aktionen machen es für uns nicht einfacher. Aber wir sind Profis genug, um sowas auch mal zu ignorieren.“ Siegtorschütze Bülow wertete die Transparente als „künstlerische Freiheit“ und sagte: „Die Fans pfeifen bei jedem Fehlpass, dadurch wird man nicht sicherer. Wir hätten uns mehr Unterstützung erwartet.“

Gabor Király wollte sich diesem Wehklagen nicht anschließen: „Manchmal braucht es so einen Schubser, wie den von den Fans“, sprach der Keeper. Und so sah’s auch Adlung: „Ich verstehe den Unmut. Was wir in Dresden abgeliefert haben, war sehr, sehr schlecht.“

Mayrhofer: "Leute haben das Recht zu pfeifen"

Präsident Gerhard Mayrhofer haben die jüngsten Darbietungen erschüttert. „Die Banner im Stadion hatten alle ihre Berechtigung, was da draufstand, ist genau des Pudels Kern“, sagte der Oberlöwe zur tz. Und weiter: „Die Leute, die ins Stadion gehen, haben auch das Recht, ihre Mannschaft auszupfeifen.“

Und auch das Recht, bald einen neuen Trainer präsentiert zu bekommen? Mayrhofer lässt sich nicht locken, sagt nur, dass „auch diese Personalie mit der nötigen Sorgfalt“ behandelt werde. Poschner wiederum entgegnete einem BR-Reporter am Samstag: „Ich sag’s Ihnen ganz ehrlich – ich weiß selbst noch nicht, wer unser Trainer wird.”

lk

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