Löwen-Coach beschwört Kampfgeist

Runjaic droht den Spielern - wer jetzt zittern muss

München - Bei den Löwen werden die Krallen ausgefahren. Trainer Kosta Runjaic kritisiert seine Spieler. Einige könnten sich dembächst in der Regionalliga wiederfinden.

Am Donnerstag um 16 Uhr werden die Löwen nach Stuttgart aufbrechen. Und je näher der Anpfiff beim großen VfB am Freitag um 18.30 Uhr rückt, desto furchtloser wagt sich der Kampfgeist aus der blauen Flasche. Speziell bei Kosta Runjaic. Der Trainer der Sechziger nutzte die Pressekonferenz am Mittwoch zu einem halbstündigen Plädoyer in eigener Sache. Und ließ dabei keinen Zweifel daran aufkommen, dass er weiß, was die Stunde geschlagen hat bei Deutschlands nervösestem Zweitligisten.

Auf was es ankommen werde am Freitag, wurde Runjaic eingangs gefragt. Und als hätte er’s eingeübt, kam die Antwort so prompt wie pointiert: „Es wird auf den Trainer ankommen! Darauf, dass er die richtigen Leute aufstellt, um das Spiel mit Leidenschaft und Kampfgeist anzugehen und möglichst zu punkten.“ Von der ersten bis zur letzten Minute müsse alles dafür getan werden, um den rund 4300 mitreisenden Fans eine angenehme Heimfahrt zu bereiten. „Auf dem Papier ist sicherlich Stuttgart Favorit“, weiß Runjaic. „Aber es geht nicht ums Papier, sondern um die Spieler auf dem Rasen. Und die müssen brennen.“ Mehr noch: „Sich verdammt nochmal den Arsch aufreißen.“ 

Busch in die U21 und Jakob zu den Profis?

Schlechte Karten dürften die gegen Düsseldorf ausgewechselten Daniel Adlung und Kai Bülow haben. Auch Karim Matmour steht nach seinem elfmeterwürdigen Trikotzupfer zur Disposition. Dem zuletzt völlig indisponierten Marnon Busch droht sogar eine Versetzung in die U21, wie Runjaic durchblicken ließ. Dafür wird Talent Kilian Jakob (18) ab sofort regelmäßig mit den Profis trainieren, auch um Maximilian Wittek links hinten Dampf zu machen. 

Außerhalb der Diskussion steht für den Trainer der Chefcoach. Ob er die volle Rückendeckung seiner Vorgesetzten spüre, wurde Runjaic gefragt. Die Antwort: „Wir wissen, wie das hier läuft - und mit welchem Erfolg. Ich stehe in der Gesamtverantwortung. Wir sind in einer Situation, die uns nicht zufrieden stellt. Wir werden da rauskommen, aber wir müssen geduldig und tolerant sein.“ Hasan Ismaik hat’s vernommen.

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lk

Rubriklistenbild: © dpa

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