Runjaic pokert beim System

Alle Fakten zum Löwen-Start in Fürth

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Das neue Mannschaftsfoto der Löwen.

München - Neuer Trainer, neuer Sportchef, eine fast neue Mannschaft – der TSV 1860 will sich mal wieder neu erfinden. Aber nicht, wie früher meistens, mit warmen Worten, sondern diesmal auch Taten.

Wer über sechs Millionen Euro an Ablösen ausgibt, scheint echt was vorzuhaben in der 2. Liga, die für die Löwen am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth startet. Am Freitag nahmen Trainer Kosta Runjaic und Sportchef Thomas Eichin noch mal Stellung zu den wichtigsten Fragen.

Das Kapitänsamt: 

Übernimmt Stefan Aigner (28), obwohl er gerade mal eine Woche bei den Löwen ist. Was normalerweise schwierig funktionieren würde, hier passt es. Weil Aigner ja auch schon früher für den TSV 1860 gespielt hat. Kosta Runjaic, der diese Personalie zusammen mit seinem Trainerteam entschieden hat, sagte: „Ich halte die Rolle des Kapitäns für extrem wichtig. Stefan ist ein Löwe durch und durch, hat einen langen Vertrag und identifiziert sich voll mit Sechzig. Außerdem bringt er viel Erfahrung mit, die auch außerhalb des Platzes von Nutzen sein wird. Eigentlich ist Stefan ja ein Bundesligaspieler. Und er steht für den Umbruch bei uns.“ Aigners Reaktion: „Ich freue mich natürlich, das ist schon was Besonderes, Kapitän bei 1860 zu sein. Der Trainer hat mich am Freitag vor dem Training gefragt, ob ich das machen würde, und ich habe gleich zugestimmt.“ Zweiter Kapitän ist Jan Mauersberger, dritter Daniel Adlung. Den von den Spielern gewählten Mannschaftsrat bilden Adlung, Mölders, Bülow, Zimmermann und Sukalo

Die Torhüterfrage: 

Dass Neuzugang Jan Zimmermann die Nummer eins ist, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Als Nummer zwei ist Stefan Ortega dabei.

Die Chancen auf einen guten Start: 

„Wir sind bisher noch nicht hundertprozentig eingespielt“, sagte Runjaic, „aber wir haben eine gute Qualität und gute Typen. Es gilt vor allem, die Zweikämpfe so zu führen wie es sich gehört für ein Team, das von Anfang an richtig mitspielen will.“

Das System: 

4-1-4-1 oder 4-2-3-1? Runjaic will noch nichts verraten. „Als wir noch einen kleineren Kader zu Beginn der Vorbereitung hatten, da haben wir oft 4-1-4-1 gespielt. Aber mal sehen, was wir in Fürth machen werden. Eins ist sowieso klar: Wenn wir zwei Systeme sicher spielen können, dann sind wir auch auf einem sicheren Weg.“

Bitte lächeln! Die Löwen beim Fotoshooting

Was in den kommenden Wochen noch zu tun ist: 

Jede Menge, glaubt Thomas Eichin: „Ich wünschte mir, der Tag hätte 48 Stunden. Jetzt geht es für mich nämlich auch an die Organisation abseits des sportlichen Bereichs. Da muss noch viel getan werden. In manchem aber auch nicht. Ich habe mich heute mit den Leuten vom Nachwuchsleistungszentrum unterhalten. Das läuft. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass wir seit Jahren so viele gute Spieler rausbringen.“

Das sagt Investor Hasan Ismaik: 

„Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich wieder losgeht mit unseren Löwen. Erstmals in meinen fünf Jahren bei 1860 habe ich ein sehr gutes Gefühl hinsichtlich der neuen Spielzeit.“

Was es zu vermeiden gilt: 

Einen neuen Negativrekord aufzustellen. In der 53-jährigen Bundesligageschichte waren die Löwen mal 13 Jahre am Stück nicht in der ersten Liga (1981 bis 1994). Sollte der Aufstieg in der kommenden Saison nicht gelingen, wäre man 14 Jahre in Folge nicht im Oberhaus. Wer will das schon? 

So., 13.30 Uhr, Sportpark Ronhof: Greuther Fürth – TSV 1860

Greuther Fürth 
Trainer; Stefan Ruthenbeck
Gut drauf: Zulj
Fehlt: Bolly
Taktik: Fürth muss sich im ersten Heimspiel gleich zeigen, „und steht deshalb mehr unter Druck“, glaubt Kosta Runjaic.

TSV 1860

Trainer: Kosta Runjaic
Gut drauf: Olic, Stojkovic
Fehlen: Wittek, Lacazette, Karger, Simon
Taktik: Die Löwen wollen stabil stehen und mit den neuen Offensivkräften nach vorne einiges wagen und immer gefährlich sein

Schiedsrichter
Zwayer (Berlin)

Karten
Das Löwenkontingent ist vergriffen

TV/Radio
Live bei Sky, Ausschnitte bei Sport1 ab 19 Uhr/live bei Sport1.fm

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