Investor stellt 33 Millionen in Aussicht - und ein eigenes Stadion?

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Bei den Löwen tut sich einiges

München - Paukenschlag beim TSV 1860: Mit dem arabischen Investor, von dem seit einigen Tagen gemunkelt wird, wird es konkret. Er schildert seine ambitionierten Pläne mit den Löwen.

Vergangene Woche durften die Löwen erst mal durchpusten! Die Zwischenfinanzierung (1,5 Millionen Euro mussten gegenüber der DFL nachgewiesen werden), die Präsident Dieter Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer mit Hilfe der NF-Bank und Investor Nicolai Schwarzer am Freitag in letzter Minute auf die Beine gebracht haben, hat den Verein vor der in dieser Woche drohenden Insolvenz gerettet.

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Doch hinter den Kulissen liefen auch nach dieser positiven Nachricht die Verhandlungen über eine längerfristige Lösung weiter auf Hochtouren. Immer wieder wurde von einem arabischen Investor gemunkelt, der beim Münchner Traditionsverein einsteigen möchte. Jetzt ist sein Name bekannt: Hasan Abdullah Ismaik, ein 34-jähriger Geschäftsmann aus Jordanien, der sich auch Hasan Abdullah Mohamed nennt, will laut SZ (Dienstagsausgabe) bei den Löwen einsteigen. “Wenn nichts Unvorhergesehenes auftaucht und alle Angaben, die der Verein genannt hat, stimmen, dann sollte dem Investment nichts im Wege stehen“, sagte Ismaik der “SZ“.

Dem Bericht zufolge will Ismaik am kommenden Samstag zum Löwen-Spiel gegen Cottbus nach München reisen, um zu beweisen, dass es ihm ernst ist. Er sei "leidenschaftlicher Fußballfan", ließ er ausrichten. Und er hat schon recht konkrete Pläne im Kopf, bei den Löwen einzusteigen.

Ismaik ist angeblich kein Milliardär, aber ein offenbar wohlhabender Geschäftsmann, der sein Vermögen vor allem Immobiliengeschäften verdankt. Den Kontakt zu Ismaik knüpfte der Finanzmanager Hamada Iraki.

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer wollte am Montagabend im Blickpunkt Sport den Namen Ismaiks nicht dementieren, aber auch nicht bestätigen: "Wir führen Gespräche, den Namen will ich jetzt nicht bestätigen", so der Löwen-Geschäftsführer.

Schon am Dienstag soll laut SZ eine Abordnung in München erscheinen, um die 1860-Bücher zu prüfen und sich einen Einblick hinter die Kulissen zu verschaffen. Schäfer im BR: "Der mögliche Investor guckt sich die Verträge genau an, dann sprechen wir auch über das Strategische." Löwen-Präsident Dieter Schneider erklärte im Blickpunkt Sport, dass eine Prüfung der Zahlen "in zwei Wochen oder auch in vier Wochen" stattfinden könne.

Dann könnte es ganz schnell gehen. Natürlich müssen noch Verhandlungen geführt, vereinsinterne Gespräche geführt, Hürden übersprungen und das Okay der DFL abgewartet werden. Doch wie aus Ismaiks Umfeld verlautet, könnte schon in drei Wochen alles perfekt sein.

Wie geht es nun weiter? Schäfer steckt ab, was hinter den Kulissen passieren wird: "Uns ist wichtig, es genau zu durchleuchten, damit beide Partner sich wohl fühlen, beide Partner wissen, wo sie hinwollen und dass es eine Perspektive gibt für 1860. Darüber werden wir in den nächsten Tagen und Wochen sprechen."

al.

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