Konzentration auf die Defensive

Bierofka-Elf fährt zu angeschlagenem Boxer

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Will von seiner Mannschaft eine Reaktion sehen: Junglöwen-Trainer Daniel Bierofka.

TSV 1860 München II - Die kleinen Löwen wollen zurück in die Erfolgsspur. Mit dem FV Illertissen wartet ein angeschlagener Gegner auf die Truppe von Daniel Bierofka.

"Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten", lautet ein altes Sportler-Sprichwort. Bewahrheitet sich dieser Spruch, sollten sich die Junglöwen am Samstag besser in Acht nehmen. Denn: Ihr Gegner, der FV Illertissen, ist seit einigen Wochen gehörig am Wanken. Die bayerischen Schwaben, in den letzten Jahren stets auf den vorderen Tabellenplätzen zu finden, spielen bislang eine Saison unter ihren Möglichkeiten. Nach zwölf Partien stehen gerade einmal 14 Punkte auf der Haben-Seite. Zuletzt setzte es sogar drei Niederlagen am Stück mit insgesamt 14 Gegentreffern. Lediglich zwei Zähler trennen den FV momentan von einem Abstiegs-Relegationsplatz.

Zu viel für Trainer Holger Bachthaler. Nach viereinhalb Jahren an der Iller verkündete der 41-Jährige im Anschluss an die letzte Pleite seinen Rücktritt. Doch die Verantwortlichen der Mittelschwaben reagierten umgehend: Mit Ilija Aracic steht bereits zum Spiel der Löwen ein Nachfolger parat. Der ehemalige Profi mit Champions-League-Erfahrung (Hertha BSC) macht keinen Hehl daraus, was er sich von der Mannschaft bei seinem Debüt erwartet: "Sie hat einiges gutzumachen. In erster Linie muß sie mutig spielen, muß den Gegner schon in dessen Hälfte beschäftigen", sagt der 45-jährige Kroate gegenüber der Südwest Presse. "Agieren statt reagieren, heißt die Devise."

Damit dieser Plan nicht aufgeht, müssen sich die kleinen Löwen im Vergleich zur Vorwoche deutlich steigern. Vor allem mit der Defensivleistung seiner Schützlinge war Trainer Daniel Bierofka bei der Niederlage gegen die Club-Reserve nicht einverstanden. "Uns hat die Bereitschaft gefehlt gegen den Ball zu arbeiten und die Wege nach hinten zu gehen", moniert der Übungsleiter. Die Mannschaft habe damit das vermissen lassen, was sie die letzten Wochen so stark gemacht habe.

Durch die unnötige Pleite ist der Spitzenreiter aus Unterhaching auf neun Punkte davon gezogen. Auch die Erzrivalen vom FC Bayern II drängten sich vorbei. Bierofka hofft auf einen Lerneffekt bei seinen Spieler: "Vielleicht war es wichtig, dass wir mal wieder einen auf den Deckel bekommen haben." Mit der nötigen Portion Konzentration sollte der taumelnde Gegner dieses Mal auch wieder zu Fall gebracht werden.

Text: Simon Nutzinger

Quelle: fussball-vorort.de

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