Nach der Lacazette-Verletzung

Cassalette: "Ganz anderer Horizont in Sachen Transfers"

Bad Walterdorf – 1860-Präsident Peter Cassalette kritisiert die weite Entfernung des Trainingslagers. Die schwere Verletzung von Lacazette bereitet ihm Dank Sportchef Eichin kaum Sorgen.

Peter Cassalette war bedient, als er nach fünfstündiger Fahrt das Trainingslager seiner Löwen in Bad Walterdorf erreichte, einem kleinen Kurort in der Steiermark, 484 km von München entfernt. „Das ist keine Kundenbindung“, kritisierte der Präsident das noch von Ex-Sportchef Oliver Kreuzer ausgewählte Domizil: „So eine Vorbereitung muss viel näher an München stattfinden. Ich denke da in erster Linie an unsere Fans. Für sie ist so etwas absolut unerfreulich.“

Am Boden: Romuald Lacazette zog sich beim 1:1 der Löwen gegen Basel eine Fraktur des Mittelfußes zu.

Für einen aus dem noch unvollständigen 1860-Kader war am Freitag bereits in Geretsried Endstation. Beim Testspiel gegen Basel (1:1), das der Fahrt ins Trainingslager vorausging, zog sich Romuald Lacazette eine schwere Verletzung zu: Fraktur des rechten Mittelfußes. Der aufstrebende Franzose wird heute in München operiert und fällt lange aus. „Geht denn die ganze Sch . . . schon wieder los“, lautete der erste Kommentar von Cassalette. Auch Kosta Runjaic reagierte bestürzt: „Romu hatte sehr gut trainiert. Ich bin zwar kein Arzt, aber zwei, drei Monate wird er uns bestimmt fehlen.“

Der Ausfall des Mittelfeldkämpfers dürfte auch Auswirkungen auf die Transferaktivitäten von Sportchef Thomas Eichin haben. Cassalette hat diesbezüglich volles Vertrauen in den früheren Bremer: „Die Connections, die er hat, sein Netzwerk, bieten uns einen ganz anderen Horizont in Sachen Transfers als bisher.“ Eine weitere Spitze gegen Ex-Manager Kreuzer.

Laut dem Oberlöwen Cassalette hatte sich der Herzens-Steirer Kreuzer für Bad Waltersdorf entschieden, weil die dortigen Tribünen mehr Platz für mitgereiste Fans bieten als der Platz in Bad Häring bei Kufstein, wo der TSV zuletzt häufig seine Sommercamps aufschlug. Klassischer Fall von gut gemeint. Stand gestern waren es 20 Fans, die in die Steiermark mitgereist sind und heute ein weiteres Testspiel zu sehen bekommen: Um 18 Uhr beim Viertligisten TSV Pöllau.

Rubriklistenbild: © MIS

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