Angriff auf Ismaik und die Vereinsbosse

Ex-Profi kritisiert 1860: „So geht man nicht mit Menschen um“

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Christian Beeck schießt gegen den TSV 1860.

München - Ex-Bundesliga-Profi Christian Beeck geht in seiner Internet-Kolumne mit dem TSV 1860 hart ins Gericht. Besonders die Vereinsbosse der Löwen bekommen ihr Fett weg.

Die Löwen lassen derzeit niemanden kalt, trotz des Medienboykotts des TSV 1860 (oder genau deswegen) finden die Blauen derzeit in ungewohnt großer Menge Platz in Zeitungen, auf Onlineportalen oder in TV-Sendungen. Während Sport1 zuletzt beim Auswärtsspiel in Braunschweig auf die Interviews verzichtete, widmet sich jetzt Ex-Bundesliga-Spieler Christian Beeck (79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele für Union Berlin, Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus) in seiner Sport1-Kolumne den Sechzigern.

Trotz seiner Distanz zum Verein findet er klare Worte. „1860 München zeigt seit fast einem Jahrzehnt, wie man Fußball nicht machen darf“, schreibt er. „Der derzeitige Höhepunkt ist, dass im Klub eine Person das Zepter in der Hand hat, welche vom Thema Fußball mal überhaupt keine Ahnung hat. Er führt den Verein wie eine Freizeitligamannschaft, wobei man hier die Freizeitkicker nicht beleidigen darf. Die Veranstaltung bei den Löwen hat mit Fußball ganz wenig zu tun.“

„Art und Weise bei 1860 erscheint sehr gefährlich“

Gemeint ist natürlich Investor und Hauptgesellschafter Hasan Ismaik. Zwar gebe es zahlreiche Menschen, die in Fußballvereine investieren. Doch „die Art und Weise bei 1860 erscheint sehr gefährlich“, so Beeck, der Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in seiner Sicht der Dinge nur Recht geben kann ("Gott behüte uns vor solchen Leuten"). Der Ex-Profi befürchtet das Aus für 1860, sollte der Geldstrom versiegen.

Den anhaltenden Medienboykott und das zwischenzeitliche Hausverbot für Journalisten der Löwen bezeichnet Beeck als „mehr als amateurhaft“. „Fußball ist Spektakel und da darf man sich niemals den Leuten verschließen“, schreibt Beeck.

„1860-Maßnahmen unwürdig gegenüber dem Fußball-Geschäft“

Übel aufgestoßen ist Beeck offensichtlich auch die Beurlaubung von Trainer Kosta Runjaic, die bereits vor seinem letzten Spiel gegen Kaiserslautern festgestanden hatte, und die Degradierung von Thomas Eichin. „Dass sich die Chefetage bei den Löwen zu solchen Mechanismen entscheidet, ist einfach unwürdig gegenüber dem Fußball-Geschäft“, kritisiert er. „Diese Leute sollten in sich gehen und darüber nachdenken, was man da eigentlich den ganzen Tag macht. So geht man nicht mit Menschen um. In keinem Unternehmen findet das so statt.“

Im Fachmagazin Kicker hatten sich am Donnerstag bereits Löwen-Legenden zur aktuellen Lage an der Grünwalder Straße geäußert und selbst deutliche Worte gefunden.

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