Vollgas gegen FSV Frankfurt, dann Hochzeit

Bräutigam Schindler: Das wäre ideal für eine bessere Saison

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Bei 1860-Kapitän Christopher Schindler und seiner Paulina läuten demnäcsht die Hochzeitsglocken.

München - "Die letzten zwei Jahre sind an die Substanz gegangen“, sagt Christopher Schindler, Kapitän des TSV 1860. Jetzt hofft er auf eine bessere Zukunft. Privat ist die schon sicher.

Die Rettung ist geschafft, jetzt läuten bei Löwen-Kapitän Christopher Schindler die Hochzeitsglocken! „Paulina und ich werden am 3. Juni kirchlich heiraten“, verriet Schindler der tz am Mittwoch. Danach geht’s zusammen mit Töchterchen Marie (neun Monate) in die Flitterwochen Richtung Süden. Erholung tut Not.

„Die letzten zwei Jahre sind an die Substanz gegangen“, sagt der 26-jährige Münchner. Permanenter Abstiegskampf begleitet von klubpolitischem Irrsinn. Schindler lächelt gequält: „Es reicht jetzt erst mal. Ich bin fertig.“

Naja, noch nicht ganz. Vor dem Urlaubsbeginn am Montag steht noch das letzte Saisonspiel beim FSV Frankfurt (So, 15.30 Uhr) auf dem Programm. „Da ist es wichtig, dass wir als Mannschaft Charakter zeigen“, sagt Schindler. „Wir wissen aus dem letzten Jahr, wie es ist, wenn du auf andere angewiesen bist.“ Heidenheim half den Löwen mit dem 2:2 gegen Aue am 34. Spieltag 2015. Ein Sieg der Erzgebirgler – und 1860 wäre als Tabellen-17. abgestiegen.

„Es ist eine Ehrensache, dass wir alles geben und nicht den Wettbewerb verzerren“, verspricht Rettungs-Trainer Daniel Bierofka. „Man sieht sich immer zweimal im Leben. Wir fahren nicht nach Frankfurt, um Larifari zu spielen.“

Ob das alle der rund 6000 (!) mitreisenden Fans so sehen? Zumindest die Kiebitze am Trainingsgelände malten sich am Mittwoch bereits aus, dass es „schon eine Gaudi“ wäre, würde sich Frankfurts Trainer Falko Götz am Sonntag ausgerechnet gegen Sechzig in die Drittklassigkeit verabschieden. Von den 1860-Protagonisten gab’s dazu erwartungsgemäß nichts zu hören. „Ich kenne den Namen und die Geschichte“, sagte Schindler. „Aber wer da auf der Bank sitzt, ist mir egal. Ich will das Spiel gewinnen und nicht gegen irgendwelche Personen.“

Löwen bleiben in 2. Liga: Zwei Zweier, ein Fünfer

Viel wichtiger ist dem Kapitän die nächste Saison. „Ich denke, es haben alle aus den letzten Jahren gelernt“, sagt er. „Bleibt zu hoffen, dass es professionell in eine Richtung weitergeht, dass wir uns gut verstärken, mit dem neuen Trainer vorne weg. Ideal wäre es, wenn wir mit einem so gut wie fertigen Kader in die Vorbereitung starten könnten.“

Dagegen hätte auch der zum Regionalliga-Team zurückkehrende Daniel Bierofka nichts einzuwenden. Durch seinen Noteinsatz bei den Profis hat er jetzt eine Woche früher Urlaub als die U21. „In der zweiten Pfingstferien-Woche fahren wir nach Rimini – zusammen mit den Eltern“, sagt „Biero“. „Ich brauche noch ein paar Wochen, um das alles zu realisieren, was in den letzten Wochen passiert ist.“ Dürfte nicht nur ihm so gehen.

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