Tag zum Vergessen für den Abwehrmann

Debakel für Schindler! So schlägt sich der Ex-Löwe in England

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Christopher Schindler.

München - Ruhig ist es geworden rund um Christopher Schindler. Nur wenige Löwen-Fans verfolgen seinen Werdegang in England. Wie geht‘s ihm da eigentlich?

So mancher Löwen-Fan konnte es nicht fassen: Mit Christopher Schindler ging im Sommer der Kapitän von Bord. Er zog weiter zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town. Für den Verein gab‘s als Trostpflaster die Rekord-Ablöse von 2,2 Millionen Euro.

Seitdem sind ziemlich genau vier Monate vergangen - das ist der erste Anlass, warum wir hier seine bisherige Bilanz beleuchten. Der zweite ist ein unrühmlicher: Er bekam mit Huddersfield Town am Samstag mit 0:5 böse auf die Mütze.

So mancher Deutsche, der für eine hochdotierte Ablöse dem Lockruf von der Insel nachgibt, bereut es. Und kehrt irgendwann kleinlaut wieder nach Deutschland zurück, nachdem er sich in England nicht durchsetzen konnte. Etwa für Rouwen Hennings (jetzt Fortuna Düsseldorf) und Philipp Wollscheid (jetzt Wolfsburg) kam es zum persönlichen „Brexit“, ihr England-Gastspiel war von kürzerer Dauer als geplant. 

Bei Schindler läuft‘s besser - zumindest ist der 26-Jährige Stammspieler beim englischen Zweitligisten. Er verpasste bisher noch keine einzige Liga-Minute, steuerte beim 1:0-Sieg über Ipswich Town am 1. Oktober sogar das Siegtor bei.

„Es geht auf jeden Fall anders zur Sache als in Deutschland. Der größte Unterschied sind die Schiedsrichter“, sagte er kürzlich im tz-Interview. Am meisten vermisse er „die Familie, Freunde. Wir hatten zwar schon Besuch hier, aber diese Länderspielpause ist die erste Gelegenheit, mal heimzufliegen. Was wir uns regelmäßig schicken lassen, ist eine Brotbackmischung. Dieses süßliche englische Brot ist nicht wirklich unser Fall.“

Dieses Wochenende dürfte er etwas neidisch zu seinem Ex-Verein schauen: Denn während die Löwen mit 6:2 in der Allianz Arena den Konkurrenten Erzgebirge Aue zerlegten, gab‘s für Huddersfield Town eine deutliche Niederlage. Beim 0:5 gab‘s viel Haue vom FC Fulham. Und Christopher Schindler (übrigens wie seine Team-Kollegen im ROTEN Trikot) war an mehreren Gegentoren nicht ganz unschuldig und verursachte den Elfmeter zum 0:4.

Der örtliche The Huddersfield Daily Examiner urteilt: „Obwohl sowohl Christopher Schindler als auch Mark Hudson angeblich für ihre Luftstärke bekannt sind, scheiterten sie bei Flügelläufen über die linke Seite bei drei der fünf Fulham-Toren.“

Immerhin: Huddersfield Town hat weiterhin gute Chancen, den Premier-League-Aufstieg zu packen, liegt in der zweitklassigen Championship auf Tabellenplatz drei.

lin

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