1860-Niederlage gegen Berlin

Höhenflug gestoppt: Darum verloren die Löwen gegen Union

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Zwar drückten die Löwen in Überzahl stark auf den Ausgleich, doch etwas Zählbares sprang nicht heraus.

München - Die Löwen kämpften engagiert gegen Union, doch am Ende sprang doch kein Punkt für den TSV dabei heraus. War es der Rasen, kein Stefan Aigner oder doch das eigene Unvermögen?

Nach der 1:2-Niederlage gegen Union Berlin betrat Löwen-Coach Kosta Runjaic den Rasen in der Allianz Arena. Der stundenlange Regen hatte das Grün ordentlich aufgeweicht. Auch der Trainer war schockiert, wie er später dem Internet-Blog "die blaue 24" verriet: "Ich war wirklich sehr überrascht, in welchem schlechten Zustand der Platz war. Ich war ja schon öfter hier - aber so schlecht war der Rasen noch nie.” Doch ausschlaggebend für die Heimpleite dürfte das wohl nicht gewesen sein, denn immerhin musste Union auch auf dem gleichen Rasen spielen und erzielte trotzdem zwei Tore. 

Aigner-Ausfall nicht zu kompensieren?

Woran kann es sonst gelegen haben? War es vielleicht das Fehlen des Kapitäns, Stefan Aigner? Zweifellos hat der zurückgekehrte Löwe in seinen bisherigen Pflichtspiel-Einsätzen wieder neuen Schwung in das Offensivspiel des TSV gebracht. Mit je einem Tor im DFB-Pokal und der Liga hat er bewiesen, dass er nicht nur eine moralische Stütze für den Verein ist, sondern auch Ergebnisse liefert.

Doch wie ist dann der Auswärtssieg gegen Nürnberg zu erklären? Auch da fehlte Aigner und trotzdem gingen die Münchner am Ende als Sieger vom Platz. Also muss es doch etwas anderes gewesen sein.

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Die Abschluss-Schwäche ist zurück

Dann bleibt eigentlich nur noch die Abschluss-Schwäche der Löwen. Allein in der zweiten Halbzeit hatte der TSV mehr als ein Dutzend Torchancen, konnten davon aber nicht einen Ball im Netz der Berliner unterbringen. Ausschlaggebend für die Chancenflut war nicht zuletzt die Gelb-Rote Karte für Fabian Schönheim in der 53. Spielminute. Danach brachen bei Union alle Dämme und sie verlagerten sich fast ausschließlich auf's Verteidigen. Lediglich zwei Torchancen hatten die Hauptstädter noch im zweiten Spielabschnitt. 

Doch trotz des ständigen Anrennens der Sechziger sprang nichts Zählbares dabei heraus. Am nahesten dran war noch Maxi Wittek am Ausgleich dran, mit seinem Gewaltschuss an den Pfosten in der 60. Minute. Auch Thomas Eichin konstatierte nach dem Spiel:  „Wenn du dir so viele Chancen rausspielst, dann muss halt auch irgendwann mal einer reinflutschen.“ Träumten die Löwen-Anhänger vor dem Freitag noch alle vom zweiten Platz in der Tabelle, so ist man jetzt wieder auf Platz neun heruntergerutscht. Doch am Donnerstag haben die Münchner gegen St. Pauli (Spielbeginn: 20.15 Uhr) die nächste Gelegenheit, sich zu beweisen.

Patrick Steinke

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