Eine alternative Lösung ist auch dabei

Verteidiger gesucht! Fünf Kandidaten für die Löwen

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Trainer Kosta Runjaic und Sportdirektor Thomas Eichin bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn sie noch einen Innenverteidiger verpflichten wollen. 

München - Die Löwen suchen weiterhin einen Innenverteidiger. Wir stellen fünf mögliche Kandidaten und eine alternative Lösung vor. 

16 neue Gesichter sah man in diesem Sommer an der Grünwalder Straße. Manche davon waren Fans bereits bekannt, wie das von Rückkehrer Stefan Aigner oder Sascha Mölders, der nach seiner Leihe fest verpflichtet wurde. Andere sah man nicht lange, die Verträge von Rodri und Ilie Sanchez wurden aufgelöst. Ein neuer Mann könnte sich aber noch blicken lassen, denn der TSV 1860 sucht weiterhin nach einem Innenverteidiger. 

Lange war Georg Niedermeier im Gespräch, doch man wurde sich nicht einig. Nun geht der 30-Jährige, der bei den Bayern ausgebildet wurde und später lange für den VfB-Stuttgart spielte, dem Vernehmen nach nach Freiburg und die Löwen müssen sich nach einem Alternativ-Kandidaten umsehen. 

Sportdirektor Thomas Eichin hat dafür nur noch wenig Zeit, denn das Transferfenster schließt am Mittwoch, 31. August. Ein klares Anforderungsprofil für den potenziellen Neu-Löwen hat Eichin schon aufgestellt: Er soll Bundesligaerfahrung mitbringen, aber jünger sein als der 30-jährige Niedermeier. Schließlich haben die Blauen mit Olic (36), Mauersberger (31), Matmour (31) und Liendl (30) schon vier Spieler jenseits der 30 im Kader.

Das Problem: Kaum einer der möglichen Kandidaten erfüllt beide Anforderungen. Die meisten sind zwar erfahren, gehen aber ebenfalls auf die 30 zu oder haben diese bereits überschritten. Die Ausnahme bietet ein junges Talent, das Eichin möglicherweise an die Isar locken könnte - oder eben doch einen der Routiniers. Wir stellen fünf potentielle Bewerber für die Innenverteidigung der Löwen vor.

Matthew Miazga

Der 21-jährige US-Pole Matt Miazga gilt als Wunschkandidat der Löwen. Der talentierte Verteidiger kam im Januar aus New York zum FC Chelsea. Das Problem aus Sicht der Münchner: Dort steht er noch bis 2020 unter Vertrag. Miazgas Marktwert beträgt 2,5 Millionen Euro, ein Wechsel könnte die Löwen bis zu vier Millionen kosten. Deswegen scheint eine Leihe als wahrscheinlicher. Allerdings sollen noch andere Vereine scharf auf Miazga sein, Eichin hat aber bereits zugegeben, dass die Löwen im Poker um ihn eher eine Außenseiterrolle spielen.  

Philippe Senderos

Der Schweizer Nationalspieler ist im Gegensatz zu Miazga ablösefrei zu haben - weil er derzeit vereinslos ist. Zuletzt kickte der frühere Arsenal-Spieler in Zürich, im Sommer wurde sein Vertrag aber aufgelöst. An Erfahrung mangelt es Senderos nicht, doch er ist mit 31 Jahren noch älter als Niedermeier und wohl nicht mehr der schnellste Innenverteidiger.

Sören Gonther

Der Kapitän des FC St. Pauli bringt ebenfalls reichlich Erfahrung mit und rangiert mit 29 Jahren noch dazu knapp unter der Niedermeier'schen Altersgrenze. Der Routinier hat in Hamburg keinen Stammplatz mehr, im Sommer liebäugelte er deswegen mit einem Wechsel nach Karlsruhe. Daraus wurde aber nichts, weil sich beide Vereine nicht auf eine Ablösesumme einigen konnten. Die könnte auch in Verhandlungen mit den Löwen zum Knackpunkt werden. Gonther ist noch ein Jahr lang vertraglich in Hamburg gebunden, die mögliche Ablösesumme beläuft sich auf etwa 350.000 Euro. Allerdings soll der KSC Medienberichten zufolge eine halbe Millionen geboten haben, St. Pauli hatte das jedoch abgelehnt. Falls die Hamburger ihn überhaupt ziehen lassen würden, dann also nur für viel Geld. 

Felipe Santana

Mit Felipe Santana wurde bereits vor einigen Wochen ein weiterer Bundesliga-Routinier bei den Löwen ins Gespräch gebracht. Der Brasilianer war bereits bei Dortmund und Schalke aktiv, zuletzt spielte er beim russischen Klub Kuban Krasnodar. Im Sommer wurde sein Vertrag aufgelöst, er wäre also ablösefrei zu haben. Der Haken: Santana ist ebenfalls schon 30 Jahre alt. 

Lukasz Szukala

Der Name Lukasz Szukala ist langjährigen Löwen-Fans sicher ein Begriff. Von 2005 bis 2008 spielte der polnische Nationalspieler für die Blauen. Derzeit ist Szukala beim türkischen Erstligisten Osmalispor unter Vertrag, dort wird er allerdings nicht mehr gebraucht. Gerüchten zufolge ist auch Absteiger Hannover 96 an dem Routinier interessiert. Auch gegen ihn spricht allerdings das Alter. Szukala ist mit 32 Jahre der Älteste aller möglichen Kandidaten. 

Oder doch ganz anders?

Eine Alternative zu all diesen Kandidaten bietet sich Eichin und seinem Team freilich: Gar keinen neuen Spieler mehr zu verpflichten und stattdessen auf das Duo aus Jan Mauersberger und Milos Degenek zu vertrauen. Gerade der 22-jährige Degenek zeigte sich in den letzten Spielen in starker Verfassung. Mit dem 18 Jahre jungen Felix Uduokhai hat Eichin zudem ein Talent aus der eigenen Jugend in der Hinterhand, das er aufbauen kann. Als Alternative steht zudem noch Rodnei zu Verfügung. 

Für die Variante, auf das bereits vorhandene Personal zu vertrauen, spricht außerdem, dass die Löwen in diesem Sommer schon viel Geld ausgegeben haben. Über 6,5 Millionen Euro, um genau zu sein. Drei Millionen kostete allein die Rückkehr von Stefan Aigner, 2,5 Millionen die Verpflichtung des brasilianischen Talents Ribamar. Zieht man die Einnahmen aus den Abgängen ab, steht immer noch eine negative Bilanz von vier Millionen zu Buche. 

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sr

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