Sportchef aus Bad Waltersdorf abgereist

Eichin über 1860-Kader-Planung: "Kein Kicker-Managerspiel"

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1860-Trainer Kosta Runjaic (l.) und Sportchef Thomas Eichin.

Kirchschlag - Der TSV 1860 unterliegt in einem Testspiel Austria Wien. Sportdirektor Eichin plant den zukünftigen Kader bis August aus der Ferne. Stürmer Okotie hat einen neuen Verein gefunden.

Die erste Niederlage im dritten Test konnte der TSV 1860 München schnell abhaken. „Das Ergebnis ist zum jetzigen Zeitpunkt wenig aussagekräftig. Beide Teams sind auf einem völlig unterschiedlichen Stand der Vorbereitung“, sagte Sportdirektor Thomas Eichin nach dem 0:2 des Fußball-Zweitligisten gegen Austria Wien am Donnerstagabend in Kirchschlag. Für den Funktionär war die „Leistung für den jetzigen Stand der Vorbereitung okay“.

Eichin reiste am Freitag aus dem Trainingslager der Löwen in Bad Waltersdorf ab. An der Grünwalder Straße nimmt der Nachfolger von Oliver Kreuzer am 1. August die Arbeit auf. Zuvor soll Eichin im Juli die Kaderplanungen aus der Ferne vorantreiben. Fest steht seit längerer Zeit, dass Rubin Okotie in der neuen Spielzeit nicht mehr zum Personal gehören wird. Der österreichische Nationalstürmer strebte einen Wechsel zu einem Erstligisten an, ist nun allerdings bei Beijing Enterprises Group FC, einem chinesischen Zweitligisten, gelandet, wie der 29-Jährige am Donnerstag mitteilte.

In Bad Waltersdorf ließ der neue Löwen-Trainer Kosta Runjaic teilweise bis zu zweieinhalb Stunden arbeiten. Sein Ziel: Eine sorgenfreie Spielzeit, nachdem der TSV zuletzt zweimal nur knapp dem Absturz in die Drittklassigkeit entkommen war.

Eichin stellte klar: „Wir sind immer noch in der Phase, in der ich zusammen mit dem Trainer analysiere.“ Wichtig sei dem neu installierten Duo, „einen guten Mix zu finden, unsere Nachwuchsspieler einzubauen und die Mannschaft so zu verstärken, dass sie konkurrenzfähig ist“. Zunächst wollen Runjaic und Eichin aber auch prüfen, ob die Neuzugänge zu ihnen passen. „Das ist nicht das Kicker-Managerspiel“, erklärte der Sportdirektor.

Bilder: Bittere Pleite und Runjaic an der Taktiktafel

Eine Absage erteilte der TSV am Freitag derweil einem Fan, der bei der Mitgliederversammlung im Juni gefordert hatte, das Pokalspiel gegen Karlsruhe (19. bis 22. August) im Grünwalder Stadion auszutragen. „Das Ergebnis der Prüfung und die Gespräche mit den Vertragspartnern haben ergeben, dass diese Möglichkeit nicht besteht“, gab der Verein bekannt. Das Spiel wird in der Allianz Arena stattfinden.

dpa

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