Drei Tore in der ersten Viertelstunde

Zum WegschAUEn: Löwen nach Klatsche Vorletzter!

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Die Löwen gingen in Aue kräftig baden.

Aue - Erschreckend schwache Löwen sind beim FC Erzgebirge Aue unter die Räder gekommen. Der TSV 1860 steckt jetzt richtig tief im Abstiegskampf der 2. Liga.

Wenigstens dauerten die Qualen nicht allzu lang. Schon nach einer Viertelstunde war im Erzgebirge alles erledigt. 0:3 lagen die Löwen nach dieser kurzen Spieldauer bereits zurück und hatten sich von den Auern herspielen lassen als hätte man es mit Messi & Co. zu tun gehabt. Ein unfassbarer Auftritt. „Ein Scheissstart“, schimpfte Markus von Ahlen“ bei Sky. Am Ende hieß es dann „nur“ 1:4, aber es reichte locker, um die Löwen auf einen Abstiegsplatz zu befördern. Vorletzter! Nach zehn Spieltagen! Hoffnung auf Besserung? Keine.

Markus von Ahlen hatte in seinem ersten Spiel als Cheftrainer eine Löwen-Mannschaft erlebt, die sämtliche Parolen von Besserung, Entwicklung und Konstanz lächerlich erscheinen lassen.

Schindler weint: Löwen nach Debakel am Boden

Schindler weint: Löwen nach Debakel am Boden

Diese Löwen stehen ja nicht rein zufällig da unten oder dank einer unglücklichen Fügung des Schicksals, nein: völlig zurecht. Zehn Spiele hat man jetzt hinter sich gebracht, darunter jene gegen alle drei Aufsteiger sowie die am heißesten gehandelten Abstiegskandidaten Sandhausen, Aalen und Aue. Ganze neun Punkte sind bislang hängengeblieben. Keiner zu wenig.

Wobei man sich schon fragen muss, welcher Teufel die Blauen am Sonntag unmittelbar nach dem Anpfiff geritten hat.

2. Minute: Klingbeil trifft ins leere Tor nach Querpass von Kortzorg. Pech, dass dessen Abseitsstellung nicht geahndet wurde. 1:0.

8. Minute: Novikovas lässt Torhüter Ortega mit einem Schlenzer ins lange Eck als aussehen. 2:0.

15. Minute: Schönfeld tanzt Schindler auf dem Bierdeckel aus, Rückpass auf Kortzorg – 3:0.

Löwen bekommen Haue in Aue - Bilder

Löwen bekommen Haue in Aue - Dreimal Note sechs!

„Der Gegner hat jeden Fehler von uns ausgenutzt“, stöhnte von Ahlen. „Das hat uns förmlich gelähmt. Und wir konnten selbst nicht zwingend genug werden.“ Wie auch, wenn kaum mal ein Ball auch nur annähernd zielsicher zum Mitspieler befördert werden konnte? Die gesamte Mannschaft war außer Rand und Band.

Sechs Minuten nach der Pause gelang Valdet Rama zwar mit einem platzierten 18-Meter-Schuss der Anschlusstreffer, aber als Signal für eine Aufholjagd taugte dieses Tor nicht. Aue schüttelte sich kurz und erhöhte in der 75. Minute durch einen schön herausgespielten Treffer von Benatelli auf 4:1. Zuvor schon hatte Kortzorg eine „Hundertprozentige“ vergeben. Der Holländer scheiterte kurz vor Schluss dann noch an der Latte. Keine Frage: Aues Sieg war auch in dieser Höhe verdient.

Wie es bei 1860 jetzt weitergeht? Die Situation und die Verfassung der Mannschaft geben nach der fünften Niederlage in dieser Saison Anlass zu allerhöchster Besorgnis. Absteiger Eintracht Braunschweig wartet am Sonntag. Von Ahlen: „Wir werden uns Gedanken machen, ob wir einen Schritt zurück vom offensiven Fußball machen.“ Mehr fällt einem wirklich nicht mehr ein…

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

tz/mo

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