"Beiß die Arschbacken zusammen"

Fünfter! Ski-Löwe Strasser wie im Rausch

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Linus Strasser freut sich über Platz fünf in Schladming.

Schladming - Wahnsinn, dieser Löwe! Linus Strasser hat den nächsten Höhepunkt seiner Karriere erreicht. Beim Nacht-Slalom in Schladming wurde er sensationell Fünfter.

Update vom 26. Januar 2016: Ein Skirennen unter Flutlicht: Der Nacht-Slalom in Schladming ist jedes Jahr ein Highlight des Weltcups. So sehen Sie das Ski-Weltcup-Rennen heute Abend live und im Stream.

Mit den Platzierungen drei, vier und fünf haben die deutschen Skirennfahrer um Felix Neureutherbeim Slalom in Schladming vor 42.500 Zuschauern für eine herausragende WM-Generalprobe gesorgt. Neureuther unterstrich im WM-Ort von 2013 mit seinem siebten Podestplatz der laufenden Saison zudem seine Medaillenform vor den Titelkämpfen in Vail und Beaver Creek. Fritz Dopfer wurde Vierter und Linus Strasser vom TSV 1860 München gelang als Fünfter die beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere.

Ein starkes deutsches Abschneiden hatte sich vor den begeisterten Ski-Fans schon im ersten Lauf abgezeichnet. Neureuther als Zweiter und Dopfer als Dritter lagen aussichtsreich im Rennen, auch Linus Strasser als zwischenzeitlich Neunter präsentierte sich erneut stark. In den vergangenen vier Weltcup-Slaloms konnte er punkten, am Sonntag in Kitzbühel hatte er noch mit Rang 14 sein bis dato bestes Resultat eingefahren. Wie in Tirol schaffte er es nun in der Steiermark im ersten Durchgang in die Top Ten.

Strasser: "Probiere nichts anderes als im Training"

Sein Erfolgsgeheimnis? „Das lockere Skifahren“, berichtete der 22-Jährige. „Ich probiere nichts anderes als im Training: Ich stell' mich da oben an den Start und schaffe es ganz gut, das Drumherum und alles auszublenden.“ Im zweiten Lauf gelang ihm das aber nicht ganz - zum Glück: „Ich hab vom Stadionsprecher, hab ich mir eingebildet, gehört, dass ich zu langsam bin, da hab ich mir gedacht: beiß die Arschbacken zusammen“, berichtete er im Bayerischen Rundfunk.

Das gute Team-Ergebnis des Deutschen Skiverbands (DSV) komplettierte Dominik Stehle auf Rang 22. „Die Jungs bringen herausragende Leistungen, immer und immer wieder diese Saison“, sagte Alpindirektor Wolfgang Maier. Drei deutsche Slalom-Herren in den Top Ten hatte es in einem Weltcup-Rennen zuletzt vor mehr als 40 Jahren gegeben. Im Dezember 1974 gelang das in Madonna di Campiglio Otto Berger, Neureuthers Vater Christian und Max Rieger. Insbesondere Strassers Fahrt mit Startnummer 29 beeindruckte: „Dass er stark ist, wussten wir. Aber dass er so stark wird, ist Wahnsinn“, sagte Herren-Bundestrainer Mathias Berthold.

Ende der Woche geht's für das deutsche Technik-Team um Neureuther in die USA, wo am Montag die Weltmeisterschaften beginnen. Gleich im ersten Wettbewerb stehen die deutschen Aussichten auf eine Medaille nicht schlecht: Vancouver-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg zählt im Super-G am Dienstag zu den Kandidatinnen für eine Topplatzierung. Neureuther und Dopfer trainieren erst noch in Park City. Den ersten Einsatz haben sie frühestens am 10. Februar im Teamwettbewerb.

dpa

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