„Ich weiß nicht, warum sie wieder unten sind“

Kagelmacher: Viel vermisse ich nicht

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Gary Kagelmacher im Löwen-Trikot. Mittlerweile kickt er bei Maccabi Haifa in Israel.

München - Gary Kagelmacher spielt mittlerweile in Israel, fühlt sich dort wohl. In einem Interview erklärt er nun die Gründe für seinen Abschied vom TSV 1860 im Sommer.

64 Pflichtspiele absolvierte Gary Kagelmacher in seinen beiden Jahren in München für den TSV 1860, erzielte dabei drei Tore und legte zwei weitere auf. Am Ende der abgelaufenen Spielzeit bat er die Löwen um die Freigabe, wechselte für rund 800.000 Euro nach Israel zu Maccabi Haifa. Jetzt spricht der Uruguayer über die Beweggründe für den Wechsel.

„Ich hatte Ende der vergangenen Saison bei 1860 ein Gespräch mit dem damaligen Manager Oliver Kreuzer, er wollte, dass ich verlängere“, berichtet der 28-Jährige im kicker-Interview. „Aber wir haben zwei Jahre lang nur gegen den Abstieg gespielt und ich war weit von zu Hause weg. Da war es schwer, schöne Momente zu haben, weil wir immer nur unten gestanden haben. Ich brauchte Veränderung, auch wenn die israelische Liga nicht so bekannt ist.“

Kagelmacher über den Wechsel: „Alle Seiten haben gewonnen“

Kagelmacher war bei den Löwen ein Publikumsliebling, bestach durch seinen Kampf auf dem Rasen. Angesichts der Probleme auf den defensiven Außenbahnen würde Kagelmacher den Blauen aktuell gut tun. „Oliver Kreuzer wollte auch, dass ich bleibe“, so der Ex-Löwe, „aber er hat mich verstanden. Und 1860 hat noch eine Ablösesumme bekommen, alle Seiten haben gewonnen.“

Dass sein Ex-Verein schon wieder in den unteren Tabellenregionen steht, schmerzt Kagelmacher: „Es ist ein großer Klub, ich weiß nicht, warum sie wieder unten sind. Das tut mir leid für die Stadt und die Fans. Sie tätigen große Investments, sie versuchen viel und haben gut eingekauft - aber es funktioniert nicht.“

Der Uruguayer fühlt sich wohl in Israel, er steht derzeit auf Rang vier der 1. Liga. In München habe er gerne gewohnt, sagt er, und „die Fans waren toll und haben uns immer angefeuert - bis zu 60.000 Zuschauer in der 2. Liga - das war toll. Viel vermisse ich aber nicht, es waren auch schwierige zwei Jahre mit viel Druck und dauerndem Überlebenskampf.“

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