Riegel-Rudi darf feiern

Glückwunsch! Ex-Löwen-Trainer Gutendorf wird 90

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1973 bei den Löwen: Rudi Gutendorf mit Willi Bierofka und Jupp Hellingrath.

München - 55 Trainerstationen auf allen fünf Kontinenten – damit steht Rudi Gutendorf im Guinness-Buch der Rekorde. Der Mann ist eine Fußballlegende und wird am Dienstag 90 Jahre alt.

Bei 55 Stationen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch der TSV 1860 dabei gewesen ist. Und so war es auch: Zur Saison 1973/74 übernahm Gutendorf die damalige Startruppe der Löwen mit Keller, Weller & Co., um sie in die Erste Bundesliga zurückzuführen. Er scheiterte knapp mit einem Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg. Das „feu ­sacre“ (heilige Feuer), das Gutendorf der Mannschaft mit auf dem Weg geben wollte, brannte nicht ganz so wie gewünscht. Wenngleich die Sechziger damals Spiele mit heute unvorstellbaren Ergebnissen wie 9:0, 7:2, 6:2 usw. gewonnen haben.

Rudi Gutendorf war auch Buchautor.

Gutendorfs größer Erfolg ist nach wie vor die Vizemeisterschaft mit dem Meidericher SV (heute MSV Duisburg) in der allerersten Bundesliga-Saison 1963/64. Sein ausgeklügeltes Defensivsystem brachte ihm damals den Namen „Riegel-Rudi“ ein. Später war Gutendorf u. a. auch Trainer bei Schalke, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV. Legendär geworden ist er jedoch durch seine Tätigkeiten auf der ganzen Welt (32 Länder), als er zum Beispiel auf den Fidschi-Inseln, in Neukaledonien oder Nepal arbeitete. 2002 wurde Gutendorf von der Gazetta dello Sport hinter Alex Ferguson und Giovanni Trapattoni auf Platz drei der herausragendsten Trainerpersönlichkeiten Europas gesetzt. Gutendorfs Heimatstadt Koblenz ehrt ihren berühmten Sohn am Dienstag mit einer großen Gala im Stadion Oberwerth.

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