Offizielle Mitteilung mit deutlichen Worten

„Großer Image-Schaden“: 1860 reagiert auf Pyro-Vorkommnisse

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Stuttgart/München - Am Tag nach der Niederlage in Stuttgart, bei der einige Löwen-Fans ausgiebig gezündelt haben, findet der Verein in einer Pressemitteilung klare Worte.

Nach den Pyrotechnik-Vorfällen in Stuttgart hat der TSV 1860 München Kritik an den eigenen Fans geübt und den Tätern harte Strafen angedroht. Beim 1:2 in der 2. Fußball-Bundesliga am Freitag waren im Sechziger-Block zu Beginn der zweiten Halbzeit Bengalos abgebrannt worden, die zu einer Spielverzögerung führten.

Die Münchner kündigten am Samstag an, zur Aufklärung mit den Behörden und den Stuttgartern zusammenzuarbeiten. „Sofern sich unter den Tätern 1860-Mitglieder befinden sollten, so können diese mit einem Vereinsausschlussverfahren und entsprechenden Regressforderungen rechnen“, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Geschäftsführer Thomas Eichin bezeichnete die Vorkommnisse als „absolut enttäuschend“. Dem sportlich kriselnden Verein, der nach der vierten Niederlagen nacheinander auf den 15. Tabellenplatz abrutschte, sei „erneut ein großer Image-Schaden entstanden und wir müssen zähneknirschend Geld für die Strafe verplanen, das wir viel lieber in den Sport investiert hätten“, sagte er.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung zu den Pyro-Vorkommnissen im Wortlaut:

LÖWEN STEHEN FÜR EINE FAIRE FANKULTUR. INAKZEPTABLE VORKOMMNISSE BEIM VFB STUTTGART. 

Die Löwen nehmen Stellung zu dem inakzeptablen Verhalten einer Gruppe von Personen im Sechzger-Block beim Auswärtsspiel in Stuttgart am Freitagabend. 

Mit dem Abbrennen und Werfen von Pyrotechnik nahmen diese Personen eine Spielunterbrechung, dazu einen enormen wirtschaftlichen und Image-Schaden – vor allem aber eine massive Gefährdung aller Fans drum herum und der Spieler auf dem Platz – billigend in Kauf. 

Der TSV 1860 München verurteilt das Fehlverhalten aufs Schärfste. Diese wiederholten Vergehen stellen eine klare Grenzüberschreitung dar. Die Löwen distanzieren sich von der Verwendung von Pyrotechnik und derartigen Vorfällen, werden das auch immer wieder klar verdeutlichen – und kommunizieren. Sechzig steht für fairen, sportlichen Wettkampf. Wir akzeptieren eine gesunde Rivalität – für den Einsatz von Pyrotechnik haben wir keinerlei Toleranz. 

Der TSV 1860 wird wir die Ermittlungen und die strafrechtliche Aufklärung seitens der Behörden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln in enger Zusammenarbeit mit dem VfB Stuttgart unterstützen. Sofern sich unter den Tätern 1860- Mitglieder befinden sollten, so können diese mit einem Vereinsausschlussverfahren und entsprechenden Regressforderungen rechnen. 

„Diese Vorkommnisse sind absolut enttäuschend. Sie überschatten den Wahnsinnssupport von über 4.000 Löwen in Stuttgart, die Farbe bekannt haben und unsere Mannschaft lautstark unterstützt haben“, erklärt Geschäftsführer Thomas Eichin. „Stattdessen ist erneut ein großer Image-Schaden entstanden und wir müssen zähneknirschend Geld für die Strafe verplanen, das wir viel lieber in den Sport investiert hätten. Deshalb appelliere ich stellvertretend für die ganze Löwen-Familie erneut für eine faire Fankultur, die auf gegenseitigem Respekt beruht.“

Bilder: 1860-Fans fackeln Pyro ab - So schlimm war‘s

dpa

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