1860-Investor zur Trainer-Entscheidung

Das denkt Hasan Ismaik über Kosta Runjaic

München - Kosta Runjaic ist der neue Trainer des TSV 1860 München. Nun meldet sich Hasan Ismaik zu Wort, der Investor Löwen.

Am Dienstag gaben die Löwen bekannt, dass Kosta Runjaic der neue Trainer des TSV 1860 wird. Die offizielle Vorstellung inklusive Pressekonferenz findet erst am Freitag statt. Sechzig-Präsident Peter Cassalette: „Wir sind glücklich mit dieser Entscheidung. Alle Kandidaten hatten ein Konzept vorgelegt, und das von Runjaic hat uns überzeugt."

Anscheinend auch Hauptgesellschafter Hasan Ismaik. Dass er ein gewichtiges Wort bei dieser Entscheidung mitgesprochen hat, ist kein Geheimnis. Er ist schließlich Mitglied im Anfang Mai gegründeten Strategieausschuss. Am Mittwoch meldete sich der Jordanier zur Trainer-Entscheidung auf seinen Social-Media-Kanälen zu Wort.

Wegen der intensiven Suche und dem Austausch in der Trainer-Frage habe er sich lange nicht mehr melden können, so Ismaik: "Wir wollten für den TSV 1860 die bestmögliche Lösung und nicht ins alte Muster zurückfallen. Nach vielen Gesprächen und Analysen sind wir gemeinsam mit der Vereinsseite zu dem Entschluss gekommen, dass Kosta Runjaic der ideale Trainer für unseren Verein ist. Ich freue mich auf ihn." Der Ex-FCK-Trainer verkörpere Strategie, Jugend, Herzblut und Charakterstärke, die für Ismaik wichtige Faktoren sind, "um unsere Löwen wieder in die Regionen zu führen, in die sie hingehören."

Runjaic ist also der neue Löwen-Dompteur. Die Fans sind zufrieden mit der Lösung, doch manch einer hätte ob des Brimboriums und der späten Bekanntgabe mit einer größeren Lösung gerechnet, die Ismaik vermeintlich mehr gefallen hätte. Einer der Marke Steve McLaren, Christian Gross oder Sven-Göran Ericsson. Oliver Kreuzers ursprüngliche Kandidaten (Slomka, Foda etc.) sollen vom Investor nach tz-Informationen alle als zu leicht empfunden worden sein. Internationalen Glanz versprüht Runjaic nun definitiv nicht, doch seine strategische Raffinesse und die Erfahrung aus Kaiserslautern und Duisburg und die damit verbundenen Kenntnisse der 2. Liga scheinen auch den Investor überzeugt zu haben.

Runjaic dürfte also ein Konsens der Investoren-Seite und des Vereins sein - allerdings ein äußerst vernünftiger.

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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