tz-Kolumne

Heinrich heute: Der Prokrastinier-Löwe

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Oliver Kreuzer.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er übers Prokrastinieren.

Was treibt eigentlich der Löwe? Er prokrastiniert. Falls Sie dieses hochmoderne Wort nicht kennen: Beim Prokrastinieren („Vertagen“) geht es darum, dass man drei Millionen unwichtiger Sachen erledigt, um sich vor der eigentlichen Arbeit zu drücken, also vor der Steuererklärung oder dem Verpflichten neuer Trainer und Spieler. Wenn der Löwe prokrastiniert, schaut das so aus wie bei uns allen: Zehennägel schneiden, Zahnzwischenräume reinigen, Blumen hinrichten, auf YouTube sowjetische Militäraufmärsche mit finnischen Untertiteln anschauen, alte Apps vom iPhone löschen, neue Apps aufs iPhone laden, auf Twitter RTL dissen und Haare aus der Haarbürste entfernen. Jetzt hoffen wir, dass die Zahnzwischenräume von Olli Kreuzer mittlerweile sauber sind, dass keine Haare mehr in der Bürste stecken, und dass sich endlich was rührt in Giesing.

Jörg Heinrich

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