Kirmaier: "Er wird Namen nennen"

Löwen-Posse: Meidert soll bedroht worden sein

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Erich Meidert.

München - Komödienstadl, Kasperltheater, Posse, Schmierenkomödie - die Bezeichnungen für das, was hinter den Kulissen des TSV 1860 so alles abläuft, sind beliebig austauschbar. Jetzt setzt Helmut Kirmaier wieder einen drauf.

Die heutige Delegiertenversammlung des TSV 1860 München (ab 18.30 Uhr im Ticker) versprach ohnehin, spannend zu werden. Nach einem Interview von Vereinsmitglied Helmut Kirmaier, der die Legitimität von Gerhard Mayrhofer als 1860-Präsident seit jeher in Frage stellt und das Präsidium zum Wohle des Vereins so schnell wie möglich gestürzt sehen möchte, hat die Veranstaltung, die im Kulturzentrum in Taufkirchen stattfinden wird, zusätzliche Brisanz erhalten.

Kirmaier kündigte in der "Süddeutschen Zeitung" für heute Abend nämlich den Besuch von Erich Meidert an. Der ehemalige Löwen-Vize wollte 2013 selbst Präsident werden und war dazu sogar zu einem Treffen mit Investor Hasan Ismaik nach Abu Dhabi gereist, ehe er im Frühjahr 2013 vom Aufsichtsrat abgelehnt worden war. Und dabei werden nach Aussage Kirmaiers offenbar Dinge ans Licht kommen, die dafür sorgen werden, dass bei der Versammlung "richtig Pfeffer drin" sein wird, wie Kirmaier ankündigt.

Wer ist wer bei den Löwen?

Wer ist wer bei den Löwen?

Demnach wird Meidert darüber berichten, dass er seinerzeit stark unter Druck gesetzt wurde. "Meidert wird reden. Er wird auf das Tablett nehmen, dass er bedroht wurde. Und er wird Namen nennen", so Kirmaier.

Hintergrund dieser Ankündigung: Meidert soll laut "Süddeutsche" von einem Mittelsmann Mayrhofers 2013 telefonisch eingeschüchtert worden sein. Nach dem Motto: 'Zieh deine Kandidatur zurück, sonst gibt's Ärger!' Es würden "Maßnahmen ergriffen", von denen sich Meidert "nie wieder erholen" werde. Weiterhin soll der Mittelsmann, der Vorsitzende eines Fanclubs, gesagt haben: "Ich soll dir ausrichten, du sollst den Quatsch lassen. Sonst machen sie Ernst."

Starker Tobak, dessen Ausmaße wohl erst heute Abend richtig eingeschätzt werden können. Eines steht jedoch bereits vor der Delegiertenversammlung des Klubs fest: Da Kirmaier ohnehin gegen jede Entscheidung, die am heutigen Abend getroffen wird, Klage einreichen wird, geht die Posse auf jeden Fall weiter - Ausgang offen.

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

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