Hinterberger: "Noch ist nicht alles verloren"

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Sportchef Florian Hinterberger (r.) und Dieter Schneider : Sie glauben noch an die Löwen.

Münchenn - Die Niederlage beim FSV Frankfurt wollen die Löwen höchstens als Rückschlag, nicht aber als Ende der Aufstiegshoffnungen werten. "Mal sehen, wo wir am 30. Spieltag stehen", sagt Sportchef Florian Hinterberger.

Enttäuscht zu sein ist das eine, die Enttäuschung in Worte fassen zu können, was ganz anderes. Eine der besten Anlaufstellen dafür ist loewenblues.de. Dort bloggt der leidgeprüfte Uli Niedermair, ein Blauer seit 42 Jahren. „Schade, aber wer dreimal in Serie über den Bornheimer Hang stolpert, der braucht nun wenigstens nicht mehr vom Aufstieg auf den Zweitligagipfel träumen“, schrieb er jetzt nach dem 1:3 beim FSV Frankfurt. Und weiter: „Denken wir mit Wehmut an die schönen Löwenmomente der vergangenen Wochen zurück, wobei wir uns den neuesten Löwenblues gerne erspart hätten!“ So weit, so richtig.

Trotzdem müssen die Verantwortlichen auch nach vorne blicken, das Team nach der verstörenden Leistung vom Samstag und nun neun Punkten Rückstand auf Platz drei wieder aufbauen. Wirkliche Erklärungen für den Einbruch nach dem Ausgleich zum 1:1 in der 25. Minute hatte auch am Sonntag niemand anzubieten. Trainer Reiner Maurer sah einen „Rückfall in alte Schwächen“, das Nachsetzen habe gefehlt, die Laufbereitschaft, die Passsicherheit.

Löwen-Pleite beim FSV Frankfurt: Bilder des Spiels

Löwen-Pleite beim FSV Frankfurt: Bilder des Spiels

Sportchef Florian Hinterberger fehlt schon seit einigen Wochen „die Gier vor dem Tor“. Trotzdem sei nach dem jähen Ende der Erfolgsserie noch nicht alles Essig in Sachen Aufholjagd. „Ein ärgerlicher Rückschlag“ sei die Niederlage, sagt Hinterberger. „Aber auch wenn wir jetzt einen Dämpfer kassiert haben heißt das noch lange nicht, dass jetzt alles verloren ist. Ich bin gespannt, wo wir am 30. Spieltag stehen.“

Jetzt steht erst mal das Nachholspiel bei Erzgebirge Aue auf dem Programm. Am Mittwoch (Anpfiff: 18.30 Uhr) muss ein Sieg her, um die kleine Aufstiegshoffnung noch am Leben zu erhalten. „Wir wissen, dass da noch mehr Kampfkraft auf uns zukommen wird“, sagt Maurer. „Aue wird alle Kräfte im Erzgebirge mobilisieren, um Druck aufzubauen.“

Mit welchen Kräften 1860 dagegenhalten will, ist noch nicht geklärt. Stefan Aigner droht auszufallen, sein grippaler Infekt hat sich seit Samstag verschlimmert, am Sonntag bekam er von Teamarzt Alois Englhard Antibiotika verschrieben. Auch hinter Christopher Schindler, Djordje Rakic und Stefan Buck stehen Fragezeichen, allerdings nicht infektionsbedingt. „Ich will neue Impulse setzen“, sagt Maurer. „Es wird zu Wechseln kommen. Wie wir im Detail auflaufen werden, das lasse ich noch offen.“

Vallori, Nicu, Maier, Feick, Stahl, Benjamin – praktisch jeder Reservist darf sich Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Elf machen. Damit’s auch vor dem Derby am Samstag gegen Fürth noch Hoffnung gibt.

lk

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